IV-Präsident Kapsch: Steuer- und Abgabenbelastung für Betriebe in Österreich auf Rekordniveau – Gesamtbelastung der Unternehmen mit 52 Prozent zehn Prozent über EU-Schnitt

Wien (OTS) „Die Belastungen für heimische Unternehmen durch Steuern und Abgaben befindet sich im europäischen Vergleich auf absolutem Rekordniveau. Eine Entlastung in Form einer Senkung der Körperschaftsteuer (KÖSt) ist daher ein Gebot der Stunde und würde die Schaffung dringend benötigter Arbeitsplätze erleichtern“, so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Georg Kapsch, heute, Dienstag, zu den Aussagen von ÖGB-Präsident Erich Foglar, dessen Kritik bezüglich der Gefahr einer zu niedrigen Unternehmensbesteuerung „jeder Grundlage entbehrt“. Mit einer Gewinnsteuerquote von 2,2 Prozent des BIP liege Österreich um nur 0,3 Prozentpunkte unter dem EU28-Schnitt von 2,5 Prozent des BIP. „Von einem vergleichsweise extrem geringen Gewinnsteueraufkommen österreichischer Kapitalgesellschaften kann daher keine Rede sein. Zudem wird immer wieder suggeriert, heimische Unternehmen würden nur 25 Prozent KÖSt bezahlen. Das ist in höchstem Maße irreführend, denn die Gesamtbelastung der Unternehmen in Österreich mit Steuern und Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung liegt bei rund 52 Prozent und damit um rund zehn Prozent höher als im EU-Durchschnitt“, betonte der IV-Präsident.

Der internationale Vergleich zeige deutlich, dass die Forderung nach einer steuerlichen Entlastung der heimischen Betriebe vollkommen legitim sei. Dies gelte umso mehr, als das Steueraufkommen von Jänner 2016 bis September 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus der Lohnsteuer um acht Prozent gesunken und jenes aus der KÖSt um 19,5 Prozent angestiegen sei. Eine KÖSt-Senkung von einer Mrd. Euro Volumen würde ein um 0,44 Prozent höheres BIP, 0,87 Prozent mehr Investitionen sowie eine um 0,16 Prozent höhere Beschäftigung bringen und sich im Endeffekt zu 54 Prozent selbst finanzieren. „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurden – längst überfällig – mit der jüngsten Tarifreform entlastet. Gleiches braucht es nun auch für die Arbeitgeberseite. Gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit kann sich der Wirtschaftsstandort Österreich Rekordsteuerbelastungen, die dadurch schwindende internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit den Verlust von Arbeitsplätzen nicht mehr länger leisten“, so Kapsch abschließend.

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