IV-GS Neumayer: Regierungsprogramm zu fairer Arbeitszeitmodernisierung und Arbeitslosengeld Neu umsetzen – Beschäftigungsanreize stärken, Fachkräfteoffensive angehen

Wien (OTS/PdI) „Die Arbeitslosigkeit sinkt in allen Bundesländern spürbar, die Beschäftigung steigt insgesamt weiter an – gerade auch bei den Älteren. Und der Fachkräftemangel spitzt sich immer mehr zu“, hielt der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Freitag, anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktdaten fest. So sei etwa die Zahl der Beschäftigten bei den Älteren 50+ zuletzt neuerlich um knapp sechs Prozent gestiegen und die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen habe um über 15 Prozent zugenommen. In den produzierenden Betrieben in Österreich brauche es rund 60.000 Fachkräfte pro Jahr und allein heuer würden rund 10.500 Fachkräfte fehlen. Die im Regierungsprogramm verankerten Projekte zum Arbeitsmarkt und zur Effizienz in der Arbeitslosenversicherung gelte es daher konsequent umzusetzen. „Das betrifft konkret etwa die Fachkräfteoffensive nach internationalem Vorbild sowie die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte samt praxisgerechter Mangelberufsliste“, hielt Neumayer fest. Im Fokus der Arbeitsmarktpolitik müssten verstärkt eine rasche Vermittlung von Arbeitssuchenden auf offene Stellen, die Vermeidung von Beschäftigungshemmnissen sowie das Setzen von Beschäftigungsanreizen stehen. Eine weitere generelle Senkung der Lohnnebenkosten für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zumindest auf deutsches Niveau – sei ebenfalls von größter Bedeutung.

Zentral sei überdies die Umsetzung der im Regierungsprogramm verankerten fairen Arbeitszeitmodernisierung, die in vielen europäischen Ländern längst gelebt wird. „Es geht nicht darum, dass die Menschen generell länger arbeiten sollen. Auch hat niemand einen ‚Überstundenklau‘ im Sinn. Der gesetzliche 8-Stunden-Tag und die 40-Stunden-Woche bleiben erhalten. Der generelle 12-Stunden-Tag bleibt ein Märchen – erzählt von jenen, die lieber in überkommenen Strukturen verharren wollen, anstatt das gemeinsame Flexibilitätsbedürfnis von Beschäftigten und Unternehmen anzuerkennen“, stellte Neumayer klar. Viele der von der Bundesregierung angekündigten Reformvorhaben könnten entscheidend dazu beitragen, dass Österreich – und vor allem die Menschen – nachhaltig vom guten wirtschaftlichen Umfeld profitieren. „Es sollte daher allen bewusst sein, dass ein attraktiver Standort und wettbewerbsfähige Unternehmen die Basis für allgemeinen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit bilden“, betonte der IV-Generalsekretär abschließend.

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