Transitverkehr auf wichtigster Nord-Süd-Achse der Alpen wird systematisch und durchgehend kontrolliert

Wien (OTS) Seinen Tirol-Besuch nutzte Innenminister Karl Nehammer heute unter anderem für einen Lokalaugenschein an der LKW-Kontrollstelle Radfeld, an dem auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Landespolizeidirektor Edelbert Kohler teilgenommen haben. Gerade weil das Verkehrsaufkommen auf der wichtigsten Nord-Süd-Achse der Alpen seit Jahren konstant zunimmt, ist es notwendig, möglichst lückenlose LKW-Kontrollen durchzuführen und damit die geltenden Fahrverbote im Bundesland Tirol zu kontrollieren.

„Die Polizistinnen und Polizisten leisten im Tiroler Unterland täglich hervorragende und wichtige Arbeit. Durch rigorose und konsequente Kontrollen des Schwerverkehrs werden desolate Fahrzeuge, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden, aus dem Verkehr gezogen. Ebenso leisten die Beamten durch ihre strikten Kontrollen einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen die Schlepperkriminalität und verhindern gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden, dass das Corona-Virus vom Ausland unkontrolliert nach Österreich eingeschleppt wird“, würdigt der Innenminister die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten.

Enge Zusammenarbeit mit dem Land Tirol

Das Land Tirol hat unter Federführung der Abteilung Verkehrsrecht und in engster Abstimmung mit der Landespolizeidirektion Tirol ein Kontrollkonzept entwickelt, das die systematische Überprüfung des Schwerverkehrs auf dem Brenner-Korridor (A12 und A13) sicherstellt. Dafür vorgesehen sind Kontrollstellen auf der A12 bei Radfeld und Kundl sowie auf der A13 am Brenner. „Als Land haben wir zu Jahresbeginn einige Fahrverbote wie etwa das Euroklassen-Fahrverbot, das Nacht-Fahrverbot oder das sektorale Fahrverbot verschärft. Die stichprobenartigen Kontrollen des ersten Quartals haben uns gezeigt, dass es nach wie vor zu Missachtungen kommt, die wir nicht tolerieren können. Daher ist eine intensive Kontrolltätigkeit vor allem an den Kontrollstellen in Radfeld und Kundl – aber auch an anderen Kontrollstellen des Landes – unerlässlich. Gemeinsam mit der Polizei werden daher intensivierte Schwerverkehrskontrollen durchgeführt, um Übertretungen in Zukunft zu unterbinden“, erklärt Landeshauptmann Günther Platter.

Landespolizeidirektor Edelbert Kohler ergänzt: „Die Kontrollstellen wurden als multifunktionale Kontrollplätze eingerichtet. In erster Linie geht es um die Überprüfung des Schwerverkehrs. Es können aber jederzeit auch fremden-, sicherheits- oder kriminalpolizeiliche Kontrollen durchgeführt werden. Die Kontrollstellen gehören organisatorisch zur Autobahn-Polizeiinspektion Wiesing. Die Polizistinnen und Polizisten sind speziell für die Kontrolle des Schwerverkehrs ausgebildet worden – ein Teil davon auch für die hoch komplexen Gefahrengutkontrollen. Unterstützt werden die Beamten von technischen Sachverständigen der Landesregierung und dem Prüfzug der ASFINAG.“

Auf Höhe Radfeld passieren pro Jahr in beiden Fahrtrichtungen zusammen rund 3,2 Millionen Schwerfahrzeuge die Inntalautobahn, das entspricht etwa 8.600 LKW innerhalb von 24 Stunden. 2020 wurden mitunter 4.400 technische Mängel oder 3.500 Übertretungen der Lenk- und Ruhezeiten zur Anzeige gebracht. In 2.100 Fällen wurde durch die Beamten die Weiterfahr vorübergehend untersagt. Darüber hinaus wurden vorläufige Sicherheitsleistungen in Höhe von rund 2,5 Millionen und Organstrafverfügungen in Höhe von rund 93.000 Euro eingehoben.

Blockabfertigungen werden fortgesetzt

Wie schon in den Vorjahren finden auch heuer wieder Blockabfertigungen des Güterverkehrs statt. Dabei wird der Güterschwerverkehr aus Deutschland kommend am Checkpoint bei Kufstein Nord blockweise abgefertigt. Insgesamt sind vom Land Tirol für das heurige Jahr 35 “Dosiertage” vorgesehen, bei denen maximal zwischen 150 und 300 LKW pro Stunde den Checkpoint passieren und bereits frühzeitig durch automatisierte Anzeigen verlangsamt werden. „Diese Blockabfertigungen haben sich als wirksame Maßnahme zur Vermeidung großräumiger Überlastungen entlang der Inntalautobahn bewährt. Diese Maßnahmen sind erforderlich, um gefährliche Situationen an den Anschlussstellen zu verhindern und die Verkehrs- und Versorgungssicherheit aufrechterhalten zu können. Die Entwicklung des LKW-Aufkommens am Brennerkorridor muss auch weiterhin genau beobachtet werden“, sagt LH Platter.

Tiroler Polizist bei Verkehrskontrolle schwer verletzt, Lenker festgenommen

Wie gefährlich die Arbeit im Verkehrsdienst ist, hat ein folgenschwerer Vorfall am vergangenen Samstag gezeigt. Im Zuge einer Alkohol-Schwerpunkt-Streife am Abend des 10. Aprils 2021 wurde ein Beamter von einem rücksichtslosen PKW-Lenker angefahren. Der Polizist erlitt schwere Verletzungen, ist aber mittlerweile außer Lebensgefahr. Der 49-jährige Lenker war schwer alkoholisiert, er wurde kurz darauf festgenommen.

„Der Beruf der Polizei zählt zu den schwierigsten Berufen und auch zu den gefährlichsten. Man muss stets aufpassen, doch trotzdem lässt es sich nicht immer vermeiden, dass es zu Angriffen und Unfällen kommt. Ich sende unserem verletzten Kollegen von ganzem Herzen die besten Genesungswünsche. Heilung braucht oft Zeit, Geduld und vor allem Kraft. Diese Kraft wünsche ich ihm“, sagt Nehammer.

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