Wiener Menschenrechtsbeauftragte fordert Freilassung von Sotoudeh und Santawy

Wien (OTS) Im Jahr 2019 beschlossen die Vereinten Nationen den 22. August als Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aufgrund der Religion oder der Weltanschauung auszurufen. Die dazugehörige Resolution nimmt die weltweit anhaltende Intoleranz und Gewalt gegen Individuen in den Fokus und bekräftigt die Notwendigkeit der Gedankens-, Gewissens- und Religionsfreiheit, die in der Charta der Vereinten Nationen und der universalen Erklärung der Menschenrechte verankert sind.

„Dieser Gedenktag ist ein Anlass, Menschen wie Nasrin Sotoudeh und Ahmed Samir Santawy eine Stimme zu geben“, so die Wiener Menschenrechtsbeauftragte Shams Asadi. Die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh wurde zu insgesamt 38 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben verurteilt, weil sie sich für Frauenrechte einsetzte und die Todesstrafe kritisierte. Der in Wien studierende Ahmed Samir Santawy forschte vor allem zu den Rechten von Frauen in Ägypten. Während eines Besuchs in Ägypten wurde Ahmed Samir verhaftet und wegen „Verbreitung von Falschmeldungen auf Social Media“ zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

„Als Wiener Menschenrechtsbeauftragte verurteile ich diese Praxis der Verletzung von Menschenrechten. Meinungsfreiheit, welche die Presse- und Informationsfreiheit einschließt, ist ein unerlässlicher Bestandteil der Grundrechte und des internationalen Rechts und gehören geachtet, geschützt und gefördert. Die gegenwärtige Lage in Afghanistan führt uns dieses Thema auf dramatische Weise vor Augen“, betont Asadi.

Die Religions- und Meinungsfreiheit sind ebenfalls tragende Säulen der Menschenrechtsstadt Wien! Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierungen aufgrund der Religion sind leider auch in Wien ein Thema. Zahlreiche Initiativen und Projekte fördern in der Menschenrechtsstadt den transkulturellen und interreligiösen Dialog. Ein gutes Beispiel ist der Campus der Religionen in der Seestadt Aspern. „Es ist eine Herausforderung, das alltägliche Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft zu gestalten. Wir müssen die Vielfalt unserer Stadt als Stärke nutzen“, betont die Menschenrechtsbeauftragte abschließend.

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