Aslan: „Internationale Bemühungen für ein Ende dieser schädlichen Praxis dürfen nicht nachlassen”

Wien (OTS) „Die frauenfeindliche Praxis der Genitalverstümmelung geht weltweit zurück, aber sie ist noch lange nicht überwunden“, erklärt die Grüne Frauensprecherin Berivan Aslan anlässlich des Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung (FGM) am 6. Februar.

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind rund 150 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen bzw. bedroht. „Das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit darf niemals kulturellen und religiösen Überzeugungen geopfert werden. Leider geschieht dies aber besonders oft, wenn es um Frauenkörper geht“, klagt Aslan.

Auch in Österreich ist das ein Thema, wiewohl verboten und unter Strafe gestellt. Dennoch gibt es Frauen und Mädchen, die hierzulande darunter leiden müssen, etwa weil sie als Kinder bereits beschnitten wurden und dann nach Österreich migrierten. Inzwischen gibt es chirurgische Möglichkeiten, eine Genitalverstümmelung teilweise rückgängig zu machen. Diese Operationen (die sogenannte De-Fibulation) werden seit 2009 auch in Österreich angeboten. „Die Ambulanz in Wien ist ein hervorragendes Beispiel, wie fächerübergreifend mit Opfern von Genitalverstümmelung gearbeitet werden kann. Es ist gut und richtig, dass wir uns hier in Österreich so breit für Frauengesundheit einsetzen“, betont Aslan.

Positiv seien zudem die Neuerungen in der Strafprozessordnung, die es Opfern von Genitalverstümmelung erleichtern, im Ausland begangene Straftaten anzuzeigen. „Österreich nimmt die Opfer von Genitalverstümmelung ernst. Wichtig ist nun, dass die österreichische Entwicklungszusammenarbeit sich dieses Themas weiterhin annimmt und bei den Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen nicht nachlässt. Auch die internationale Gemeinschaft ist gefordert, weiterhin hartnäckig auf ein Ende dieser menschenrechtswidrigen Praxis hinzuwirken“, fordert die Grüne.

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