Der Schutz Einzelner darf nicht zur Zensur aller werden. Starke Resonanz auf die Kampagne des Provider-Verbands unterstreicht die Bedeutung der Entscheidung.

Wien (OTS) „Wenn nächste Woche im Europäischen Parlament über die Urheberrechtsreform abgestimmt wird, geht es um nicht weniger als das freie Internet, so wie wir es kennen. Durch den Schutz einzelner überholter Geschäftsmodelle wird die Grenze zwischen Kontrolle und Zensur verschwimmen. Dieses Risiko ist in Österreich im Vergleich zu anderen EU-Staaten leider weitgehend unbekannt“, begründet ISPA Generalsekretär Maximilian Schubert den Entschluss, im Vorfeld der Entscheidung durch eine Online-Kampagne die Gefahren der umstrittenen Artikel 11 und 13 der geplanten Richtlinie aufzuzeigen. Die Kampagne steht unter dem Slogan „Der Schutz Einzelner darf nicht zur Zensur aller werden“.

„Die ISPA bedauert, dass auch einige österreichische EU-Abgeordnete dem verheerenden Entwurf voraussichtlich zustimmen und sich somit gegen die Digitalisierung aussprechen werden. Darüber hinaus legen sie die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit von Inhalten im Internet in die Hände von privaten Anbietern“, kritisiert Schubert. „Tausende Reaktionen in den Sozialen Medien und Klicks auf unsere Webseite im Rahmen der Kampagne sowie auch die europaweiten SaveYourInternet-Demonstrationen oder die mit 4,5 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern bisher größte Petition der EU unterstreichen das große Interesse und welche Bedeutung das Thema insbesondere für junge Menschen hat, die im digitalen Umfeld groß geworden sind. Es ist verstörend, wie hier Zukunftschancen für Innovation und Investition am Digitalstandort Österreich verhindert werden. Sollte der Entwurf im Europäischen Parlament inklusive der Artikel 11 und 13 tatsächlich entgegen allen Bedenken durchgewunken werden, wird das viele junge Wählerinnen und Wähler enttäuschen, die an eine Europäische Union der Freiheit glauben“, bedauert Schubert.

„Heranwachsende Generationen können sich das Internet ohne seine grenzenlose Vielfalt an Meinungen und Kreativität nicht mehr vorstellen und werden kaum gewillt sein auf gemeinschaftlich erarbeitetes Wissen wie z. B. die Wikipedia-Seiten zu verzichten. Die ISPA tritt seit über 20 Jahren dafür ein, das Urheberrecht an das digitale Zeitalter anzupassen, also „internetfit“ zu machen. Dafür werden wir uns auch in Zukunft einsetzen“, kündigt Schubert abschließend an.

Alle Informationen zur Kampagne: www.ispa.at/EUcopyright

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