Hoher Bedarf an Infrastruktur beschert starkes Geschäftsjahr 2020

Wien (OTS)

  • Neugeschäftsvolumen aus Infrastruktur- und Energiefinanzierung +11 % | EUR 1,1 Mrd.
  • Operatives Ergebnis +43 % | EUR 47,5 Mio.
  • Non-Performing-Loan-Ratio (NPL) konstant seit 2015 – trotz COVID-19 | 0,0 %
  • Cost-Income-Ratio deutlich reduziert | 56,1 %
  • Return on Equity erhöht | 15,3 %
  • Fidelio KA Debt Fund 1 erfolgreich geclosed | EUR 354 Mio.
  • Investment Grade-Ratings von S&P und Fitch erteilt | DBRS-Rating auf BBB verbessert

Die Kommunalkredit Austria AG (Kommunalkredit) veröffentlicht heute ihr Jahresergebnis 2020. Dieses unterstreicht den steigenden Bedarf an Infrastruktur in Zeiten globaler Herausforderungen als essenziellen Faktor für die Modernisierung und Realisierung immanenter Agenden wie der Digitalisierung, den nationalen und internationalen Klima- und Energiezielen und des Green Deals. Das Neugeschäftsvolumen im Bereich der Infrastruktur- und Energiefinanzierungen liegt mit EUR 1,1 Mrd. um 11 % über dem Vorjahresergebnis. Das operative Ergebnis stieg um 43 % auf EUR 47,5 Mio. Die Cost-Income-Ratio konnte in einem schwierigen Umfeld sowie in Zeiten eines nach wie vor angespannten Niedrigzinsumfelds auf 56,1 % reduziert und ein Return on Equity vor Steuern von 15,3 % erwirtschaftet werden. Das harte Kernkapital beträgt EUR 344,0 Mio., die harte Kernkapitalquote verbesserte sich auf 20,3 %. Die Non-Performing-Loan-Ratio (NPL) ist seit der Privatisierung im Jahr 2015 konstant bei 0,0 %.

Das bei Versicherungen, Asset Manager, Banken und der eigenen Asset Management-Plattform Fidelio KA platzierte Volumen beläuft sich auf über EUR 600 Mio.; der Debt Fonds Fidelio KA 1 wurde im Februar 2020 mit über EUR 350 Mio. geclosed und lag damit weit über dem ursprünglichen Zielvolumen von EUR 150 Mio. Der Teilfonds ist nahezu vollständig investiert und unterstreicht das große Interesse der Investoren an nachhaltigen Infrastrukturprojekten als Asset-Klasse.

Kommunalkredit CEO Bernd Fislage: „Die starken Ergebnisse unterstreichen unser Geschäftsmodell, uns auf Infrastruktur- und Energiefinanzierungen sowie Public Finance zu fokussieren. Damit sind wir in einem Sektor tätig, der sich bereits vor der COVID-19-Pandemie als weitgehend krisenresistent und sicher herausgestellt hat. Die Bank hat die jüngsten Herausforderungen als Chance begriffen und ihre Ziele für 2020 trotz widriger Umstände entgegen dem allgemeinen Marktumfeld übertroffen.“

Eine Bestätigung der Resilienz des Geschäftsmodells im derzeit herausfordernden Marktumfeld liefern auch die Bewertungen der internationalen Rating-Agenturen. Am 22. März 2021 vergab Fitch Ratings ein Investment Grade-Rating von „BBB-/F3“ (stabiler Ausblick) an die Kommunalkredit. Am 24. Februar 2021 erhielt die Bank von S&P Global Ratings ein Investment Grade-Rating von „BBB-/A-3“ mit stabilem Ausblick; zudem wurde das Covered Bond-Rating Anfang März auf „A+“ mit stabilem Ausblick angehoben. Bereits im Oktober 2020 hob DBRS Morningstar das Rating um einen Notch auf „BBB/R-2 (high)“ mit stabilem Ausblick.

„Es bestätigt sich, dass unsere Strategie des nachhaltigen und stabilen Wachstums wahrgenommen wird. Neben unserer kontinuierlich gesteigerten Profitabilität fanden in der Bewertung der Rating-Agenturen vor allem das gestärkte Franchise in Form der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und institutionellen Investoren sowie die Nachfrage nach unserem Infrastrukturfonds besondere Beachtung. Wir freuen uns über dieses in uns gesetzte Vertrauen, sehen es gleichzeitig als Aufforderung, unseren eingeschlagenen Weg fortzusetzen“, so Fislage.

Eckpunkte 2020

  • Das Neugeschäftsvolumen lag mit EUR 1.145 Mio. um 11 % über dem Vorjahreswert. 49 % des Finanzierungsvolumens entfielen auf das Segment Energie & Umwelt, 40 % auf Kommunikation & Digitalisierung, 9 % auf Verkehr/Transport. Darin spiegelt sich der durch COVID verstärkt hervorgerufene Bedarf an einer gesicherten Energieversorgung sowie einer leistungsstarken digitalen Infrastruktur. Geografisch gesehen war das Geschäft über die Europäische Union und assoziierte EU-Staaten breit aufgestellt. Dabei war die Kommunalkredit an der Finanzierung von Wasserinfrastruktur, Photovoltaikanlagen, Wind- und Solarparks sowie Breitbandprojekten und an Finanzierungen im Gesundheitssektor beteiligt.
  • Die Kommunalkredit platzierte ein Volumen von EUR 603 Mio. ihres Neugeschäfts bei internationalen Investoren. Der 2018 etablierte Fonds (Fidelio KA Infrastructure Debt Fund Europe 1) wurde im Februar 2020 geschlossen; mit EUR 354 Mio. übertraf er das Zielvolumen von EUR 150 Mio. deutlich.
  • Die Bank wurde nach 2019 von der internationalen Plattform „Capital Finance International“ erneut als „Best ESG Infrastructure Finance Europe“ ausgezeichnet. Das Online-Veranlagungsportal für Privatkunden KOMMUNALKREDIT INVEST gewann den „German Brand Award“. Das Wirtschaftsmagazin Der Börsianer bewertete die Kommunalkredit als zweitbeste Direktbank und drittbeste Spezialbank. Einige der von der Kommunalkredit umgesetzten Projekte erhielten nachhaltige Auszeichnungen von Proximo, IJGlobal bzw. den „German Renewables Award“.
  • Die Kommunalkredit hat ihre Refinanzierungsstruktur weiter diversifiziert und ihre Investorenbasis verbreitert. Die Kundeneinlagen stiegen um 27 % auf rund EUR 1.773 Mio. (31.12.2019: EUR 1.393 Mio.). Insbesondere die Wholesale-Einlagen inklusive des Direktveranlagungsprodukts KOMMUNALKREDIT DIREKT für Kommunen (plus 13 % auf rund EUR 916 Mio.) und die Online-Veranlagungsplattform für Privatkunden KOMMUNALKREDIT INVEST (plus 46 % auf EUR 846 Mio.) entwickelten sich sehr positiv.
  • Die harte Kernkapitalquote lag zum 31. Dezember 2020 bei 20,3 %, die Gesamtkapitalquote bei 23,2 %.
  • Die Bank verfügt über ein hochqualitatives Kreditportfolio mit einem durchschnittlichen Rating von „A-“. Die Non-Performing-Loan-Ratio (NPL) liegt weiterhin bei 0,0 %.

Ergebniskennzahlen 2020 der Kommunalkredit Gruppe nach IFRS

  • Das operative Ergebnis (Jahresergebnis vor Steuern, ohne Kreditrisiko- und Bewertungsergebnis) stieg um 43 % auf rund EUR 48 Mio. (2019: EUR 33 Mio.).
  • Das Jahresergebnis nach Steuern lag mit EUR 36 Mio. um 23 % über dem Vorjahreswert (2019: EUR 30 Mio.).
  • Die deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses schlug sich in einer Reduktion der Cost-Income-Ratio (auf Basis operatives Ergebnis) auf 56,1 % nieder (2019: 63,3 %).
  • Das Zinsergebnis stieg um 32 % auf EUR 77 Mio. (2019: EUR 59 Mio.). Es resultierte zu EUR 54 Mio. aus dem Infrastruktur- und Energiefinanzierungsgeschäft (2019: EUR 33 Mio.) und zu EUR 23 Mio. aus dem Public Finance-Portfolio (2019: EUR 25 Mio.).
  • Das Provisionsergebnis verbesserte sich um 15 % auf EUR 29 Mio. (2019: EUR 25 Mio.). Durch den Ausbau der Beratungs- und Strukturierungsaktivitäten konnte die Kommunalkredit die risikofreien Provisionserträge aus dem Kredit- und Dienstleistungsgeschäft auf EUR 15 Mio. (2019: EUR 11 Mio.) steigern.

Ausblick

In Folge der COVID-19-Pandemie und dem Festhalten an den Klimazielen gewinnt der Bedarf an nachhaltiger und intakter Infrastruktur weiter an Relevanz. Die Notwendigkeit des Ausbaus, der Instandhaltung und Modernisierung von Infrastrukturanlagen in den Bereichen Versorgung, Digitalisierung, soziale Infrastruktur und Transport rückt verstärkt in das Bewusstsein öffentlicher und privater Entscheidungsträger. Neben den Nachwirkungen des Corona-Virus ist und bleibt der Klimawandel eine der größten globalen Herausforderungen. Als erster Finanzdienstleister Österreichs ist die Kommunalkredit in die „European Clean Hydrogen Alliance“ aufgenommen worden, dem Mitte 2020 von EU-Kommission ins Leben gerufenen europäischen Wasserstoffbündnis. Und die Bank hat nach diesem Bekenntnis zur Klimaneutraliät Anfang 2021 bereits den ersten konkreten Schritt gesetzt und investiert gemeinsam mit der OMV in den Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs.

Die Kommunalkredit ist damit einmal mehr Vorreiter bei innovativen, ökonomischen und nachhaltigen Projekten und unterstützt durch ihre Investitionen aktiv die globalen Nachhaltigkeitsziele. Gerade in diesem Themenkomplex ist die Kommunalkredit mit ihrer Infrastruktur-Expertise gut aufgestellt. Mit ihrem Netzwerk von Projektsponsoren und Investoren ist sie zuversichtlich, auch weiterhin einen Mehrwert für die Gesellschaft zu erzielen.

Der Geschäftsbericht 2020 der Kommunalkredit ist ab sofort unter www.kommunalkredit.at/investor-relations/finanzberichte verfügbar.

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