Vorstand einstimmig wiedergewählt – Zustimmung, aber auch Kritik

Wien/Salzburg (OTS) Am Mittwoch fand die diesjährige Jahresvollversammlung der Land&Forst Betriebe Salzburg statt. Dabei wurde der Vorstand rund um Obmann Johannes Schwarzenberg in seinen Funktionen wiedergewählt. Lob gab es dabei für den Waldfond, Kritik und Ablehnung für die geplante EU-Forst- und Biodiversitätsstrategie.

In der Jahresvollversammlung der Land&Forst Betriebe Salzburg, die am Mittwoch stattfand, wurde der gesamte Vorstand, Obmann Johannes Schwarzenberg und seine beiden Obmann-Stellvertreter Max Mayr-Melnhof und Michael von Medem, von den Mitgliedern in ihren Funktionen einstimmig wiedergewählt. Obmann Johannes Schwarzenberg betonte danach in seinem Statement: „Ich freu mich über meine Wiederwahl zum Obmann der Land&Forst Betriebe Salzburg und die meines Vorstandes. Ich sehe dies als Bestätigung unseres bisherigen Arbeit, aber auch als große Verantwortung für die aktuellen und kommenden Herausforderungen, denen wir uns als Eigentümervertreter stellen müssen. Dabei gelten unsere größten Sorgen nicht dem allgemeine Zustand unserer heimischen Wälder, die durch Projekte wie dem Waldfond die Wertschätzung erhalten, die sie auch verdienen, sondern vielmehr den geplanten EU-Strategien bezüglich Forst und Biodiversität, die eine breite Außernutzungstellung vorsehen. Diese Maßnahmen kommen nicht nur einer Enteignung von Privateigentum gleich, sondern untergraben auch unsere fortlaufenden Bestrebungen, den Wald durch eine nachhaltige Bewirtschaftung klimafit für die Zukunft zu machen. Denn eines muss allen klar sein: in Zeiten des Klimawandels kann nur ein regelmäßiger Austausch des natürlich nachwachsenden Baustoffes Holz die Schutzfunktion des Waldes für den Klimaschutz gewährleisten.

In seiner Ansprache thematisierte DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich die rasch zunehmende Freizeitnutzung des Waldes in Zeiten der Pandemie: „In den letzten Jahren wurde der Wald – aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften und der Auswirkungen der Pandemie – immer mehr zum bevorzugten Freizeit- und Erholungsraum für viele Menschen und geriet daher zunehmend unter Druck. Die nahezu überbordende Freizeitnutzung der Wälder gehört daher durch lokale und regionale Projekte in geordnete Bahnen gelenkt und geregelt, um die vielfältigen Funktionen des Waldes auch in Zukunft zu erhalten. Gleichzeitig betonte Montecuccoli auch die Bedeutung der Waldbewirtschaftung für die Schutzfunktion des Waldes in Zeiten des Klimawandels: „Gerade die letzten Hochwasser haben uns dramatisch vor Augen geführt, dass nur eine fortlaufende Bewirtschaftung des Waldes, ein regelmäßiger Austausch des Baumbestandes gegen Naturkatastrophen dieser Art schützt: denn zuviel Totholz in den Wäldern führt zu Verklausungen, die bei auftretenden Starkregen aus kleinen Bächen reißende Flüsse machen. Eine auch nur teilweise Außernutzungstellung der heimischen Wälder ist daher der falsche Weg.“

Die Land&Forst Betriebe Österreich sind die freiwillige Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter, mit der Zielsetzung, Österreichs Wälder und Felder als betriebliche Grundlage und gesellschaftlichen Mehrwert zu erhalten und Bewusstsein für die Anliegen privater land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und deren Tätigkeit zu schaffen. Die Mitgliedsbetriebe der Land&Forst Betriebe Österreich bewirtschaften zusammen mehr als ein Viertel des österreichischen Waldes und produzieren jede fünfte Tonne des österreichischen Getreides.

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