Seit 2007 hat die staatliche Förderung für 24-Stunden-Betreuung 21 Prozent an Kaufkraft verloren

Wien (OTS) Erfreut über das Forderungspaket des Hilfswerk Österreich zur 24-Stunden-Betreuung zeigt sich heute der Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Wien, Mag. Harald Janisch: „Da sind wir in den wesentlichen Punkten einer Meinung!“

Das Hilfswerk hat am vergangenen Freitag in folgenden Punkten Übereinstimmung mit den Inhalten der Fachgruppe gezeigt:

  • Erhöhung der staatlichen Förderung
  • Ausbreiten des Qualitätszertifikates ÖQZ 24 auf alle Organisationen von Personenbetreuung
  • Keine Anstellung von 24-Stunde-BetreuerInnen, weil das nicht hilfreich und nicht praktikabel ist

Janisch: „So treten wir von der Wiener Fachgruppe mit unseren Forderungen auf immer breiterer Basis auf. Das liegt auch daran, dass wir als gesetzliche Interessenvertretung breiten Zugang zu allen Betroffenen haben und daher wissen, was die Branche und die von ihr betreuten Klienten für die Zukunft wünschen.“

Einer Meinung sieht sich Janisch auch mit dem Obmann des Hilfswerks Österreich, Othmar Karas, und der Hilfswerk Geschäftsführerin, Elisabeth Anselm, in der Kritik am langsamen Tempo bei der Pflegereform. Dabei, so Janisch, sind Reformen dringend notwendig. Er verweist dabei auf Berechnungen, wonach die staatliche Förderung von 550 Euro seit 2007 nie mehr erhöht worden ist. Die Förderung hat seitdem einen Verlust der Kaufkraft von 21 Prozent erlitten, ist also real nur mehr 435 Euro wert“.

„Eine Anpassung samt tatsächlicher Erhöhung ist für faire Honorare der BetreuerInnen unumgänglich!“, sagt Janisch und nennt als „einfachste und sinnvollste Lösung und Verbesserung“ für die 24-Stunden-Betreuung eine Anhebung der staatlichen Förderung von derzeit 550 Euro. Nach den Vorstellungen und Berechnungen der Wiener Fachgruppe müsste, die an die betreuten Klienten ausbezahlte Förderung auf 1650 Euro pro Monat angehoben werden.

So wie auch das Hilfswerk, sieht Janisch eine weitere Verbesserung bei der 24-Stunden-Betreuung im Vorantreiben des Qualitätszertifikates ÖQZ 24. Janisch zeigt sich erfreut, dass nach einer vom Hilfswerk erwähnten Befragung „BetreuerInnen und KlientInnen von Qualitätsagenturen hohe Zufriedenheitswerte aufweisen“. Das ist die beste Motivation für die Betriebe, diese Zertifizierung zu erlangen.

„Wir freuen uns, dass die Fachgruppe Wien mit ihrem besonnenen Weg bei der Reform der 24-Stundenbetreuung auf immer mehr Gleichgesinnte trifft. So wird dieses Modell der Betreuung konstruktiv und sachlich weiter entwickelt, zum Vorteil aller Beteiligter, der KlientInnen, der Betreuerinnen und der Agenturbetreiber. Nun geht es darum, dass die Taskforce zur Pflegereform diese Vorschläge der Branchen-Experten endlich übernimmt und gesetzesreif macht“, verlangt Janisch.

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