Zentralisierung der Gasthermen ist wichtiger Hebel für Klimaschutz

Wien (OTS/SPW-K) Der Schutz des Klimas ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. In Wien wird Klimaschutz seit Jahrzehnten großgeschrieben. Mit der Einführung des Klimaschutzprogramms sowie der Smart City Rahmenstrategie hat Wien vor mehr als 20 Jahren die ersten großen Hebel im Kampf gegen den Klimawandel in Bewegung gesetzt – und das mit Erfolg. Wien ist nicht nur das Bundesland mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß pro Kopf, sondern auch die erste Stadt, die neben dem regulären Budget erstmals ein Klimabudget erstellt. „Wenn es um Klimaschutz geht, drehen wir an den großen Schrauben. Denn wir wollen Wien zur Klimamusterstadt machen“, sagt der Vorsitzende des SPÖ-Rathausklubs und Energiesprecher der SPÖ Wien, Josef Taucher, und verweist dabei auf das Regierungsabkommen der neuen Wiener Fortschrittskoalition.

„Wien soll bis 2040 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Wiener Fortschrittskoalition ein mutiges, innovatives und ambitioniertes Klimaprogramm erstellt, das an den großen Rädern dreht. Mit dem im Sommer 2019 initiierten ersten Wiener Klimarats steht uns ein kompetentes Gremium zur Seite, das uns in Klimafragen berät. Das Klimabudget, das erstmals Teil des Voranschlags 2021 sein wird, ist ein weiterer großer Schritt in Richtung Klimamusterstadt. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin an den konkreten Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen, die wir Anfang des Jahres im Rahmen unseres Klimamanifests präsentiert haben. Wir sind also auf einem guten Weg, unsere Ziele zu erreichen“, so Taucher weiter.

Zwtl.: „Raus aus Öl und Gas“ – Empfehlung des Klimarats

Ein wesentlicher Faktor, um klimaneutral zu werden, ist der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. „Wenn wir bis 2040 die Klimaneutralität erreichen wollen, müssen wir aus Öl und Gas aussteigen – eine zentrale Maßnahme, die auch der Wiener Klimarat empfiehlt. Der Gebäudesektor ist neben dem Verkehr der Bereich, der die größten CO2-Emissionen verursacht. Die Sozialbau AG geht hier mit gutem Beispiel voran und zeigt in einem Pilotprojekt, wie CO2-Emissionen in Wohnhausanlagen kostengünstig und mit überschaubarem Aufwand reduziert werden können“, sagt Taucher.

In Wien sind 400.000 Wohnungen mit Gaskombithermen ausgestattet. Der Betrieb dieser Einzelheizungen stellt nicht nur ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko dar, sondern verursacht hohe Reparatur- und Wartungskosten sowie CO2-Emissionen. Die Sozialbau AG hat deshalb ein Pilotprojekt initiiert, das genau diese Faktoren auf ein Minimum reduziert und damit den Empfehlungen des Klimarats folgt.
Unter dem Arbeitstitel „Gemeinschaftstherme“ werden in der Wohnhausanlage in der Miesbachgasse 10 im zweiten Wiener Gemeindebezirk alle Gaskombithermen zentralisiert. „Pro Wohnhaus gibt es künftig eine zentrale Heizung. Dazu wird im Dachboden ein Heizraum – eine zentrale Gastherme – errichtet, von der einzelne Leitungen durch die die bereits vorhandenen Kaminschächte direkt in die Wohnungen der Mieterinnen und Mieter führen. Aufwand und Kosten des Umbaus sind mit diesem System überschaubar“, erklärt Taucher.
Und weiter: „Das Konzept ist simpel und ökologisch zugleich. Es schont das Klima durch CO2-Reduktion, erhöht die Sicherheit, spart Kosten und schafft Arbeitsplätze, die wir gerade jetzt in der Krise dringend benötigen – also eine Win-win-win-Situation für alle.“

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