Bundesministerin Alma Zadić zum Austausch beim Verein NEUSTART in Wien zu Deradikalisierung, Anti-Gewalt-Trainings und Tatausgleich

Wien (OTS) „Gewalt erleben wir im Netz, im öffentlichen und vor allem auch im privaten, häuslichen Raum. Als Gesellschaft müssen wir uns dieser annehmen! NEUSTART ist eine wichtige Einrichtung, die Unterstützung und Lösung bietet, wenn es um Bewältigung von Konflikten geht. Mit intensiver Arbeit mit Täterinnen und Tätern tragen sie auch wesentlich zur Senkung der Kriminalitätsrate bei“, erklärt Justizministerin Alma Zadić anlässlich ihres heutigen Besuchs beim Verein NEUSTART in Wien. NEUSTART ist seit 60 Jahren in der Täterarbeit und Opferhilfe erfolgreich und wird vom Bundesministerium für Justiz finanziert. „Über diese wichtige Täterarbeit und Opferhilfe möchte ich mich regelmäßig persönlich informieren, denn mir geht es darum, sichere Wege aus der Kriminalität zu entwickeln. Unser Ziel muss es sein, die Rückfallquoten zu senken und damit die Gesellschaft sicherer zu machen.”

Nach dem Besuch im Juli in St. Pölten, konnten heute bei NEUSTART in Wien Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen die Themen Deradikalisierung, Anti-Gewalt-Training und Tatausgleich bei häuslicher Gewalt präsentieren. Dabei wurden am Beispiel von einzelnen Fällen aus der Praxis, die Zweckmäßigkeit der bei NEUSTART üblichen Standards diskutiert.
„Ziel der Deradikalisierung ist die nachhaltige Verhaltensänderung der Klientinnen und Klienten. Dabei ist man nur erfolgreich, wenn man die Ursachen für die Radikalisierung bearbeitet“, meinte Johannes Zündel Deradikalisierungsexperte von NEUSTART.

„Es gilt Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Unsere Klientinnen und Klienten übernehmen Verantwortung für ihr gewalttätiges Handeln, entwickeln Empathie für das Leid der Opfer und erlernen insgesamt konstruktive Bewältigungsstrategien für kritische Lebenssituationen“ berichtete Alexandra Lidl, Leiterin von Anti-Gewalt-Trainings.

Elisabeth Peinhaupt, Mitarbeiterin im Tatausgleich, berichtete ihre Erfahrungen bei der Ermächtigung von Frauen die Opfer von häuslicher Gewalt waren: „Der sofortige Gewaltstopp, die Sicherheit und Stärkung der Opfer und die Verhaltensänderung beim Beschuldigten stehen im Fokus unserer Arbeit. Die Kooperation mit Opferschutzeinrichtungen ist wesentlich um erzielte Erfolg des Tatausgleichs nachhaltig abzusichern.“

„Diese einzigartige Kontaktinitiative der Bundesministerin motiviert die Umsetzerinnen und Umsetzer der Justizpolitik und verschafft der Bundesministerin einen authentischen Einblick in die Herausforderungen der Praxis. Die Chancen für eine praxisnahe Justizpolitik werden so ebenfalls deutlich“, Dr. Christoph Koss Geschäftsführer von NEUSTART.

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