Junge Wirtschaft begrüßt KI-Strategie der Regierung als ersten Schritt, dem Taten folgen müssen.

Wien (OTS) „Wir begrüßen, dass es auch Ziel der Regierung ist, das KI-Potenzial für Österreich zu heben. Immerhin wissen wir aus aktuellen Berechnungen, dass durch den Einsatz von KI bis 2035 ein Wachstum von 3 Prozent für die österreichische Wirtschaft erreicht werden kann“, appellierte Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die in Alpbach präsentierte Strategie der Bundesregierung. Im Forderungsprogramm „KI-Prioritäten“ bringt die JW auf den Punkt, was Österreich tun muss, um vom Wachstumsturbo KI zu profitieren und damit im internationalen Standort-Wettbewerb zu punkten.

Die Prioritäten wurden von der Jungen Wirtschaft gemeinsam mit dem unabhängigen Think Tank AI Austria bereits 2019 entwickelt. Die Bandbreite der Maßnahmen im 9-Punkte-Forderungsprogramm ist breit: Sie reicht von einer leistungsfähigen Big-Data-Infrastruktur über gesetzliche „Sandboxes“, in denen keine traditionellen regulatorischen Innovationshürden bestehen bis zur wahlweisen Bilanzierung eigenerstellter immaterieller Vermögensgegenstände. Eine Gemeinsame KI-Strategie für Europa steht ebenso auf der Agenda wie die innovationsfreundliche Sicherung von Eigentum und eine qualifizierte Debatte über ethische Standards im Kontext von KI.

Besonderer Fokus auf Fachkräftesicherung

Ein besonderer Fokus wird auf die Fachkräftesicherung gelegt. „Österreichs Wirtschaft braucht dringend ausreichend qualifizierte Fachkräfte in den Bereichen Machine learning (ML) und KI. Bei der Ausbildung in den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und auf unterschiedlichen Niveaus ist eine strukturierte Vorgangsweise notwendig, die sich an der Wertschöpfungskette orientiert,“ so Holzinger. „Wir haben detaillierte Kompetenzprofile erstellt, die passend nach Kapazitäten und regionaler Verteilung zur Verfügung stehen müssen. Dafür braucht es eine konzertierte Vorgehensweise. Zudem muss ‚data literacy‘ in das Bildungssystem Einzug halten“, konkretisiert die Bundesvorsitzende. Zusätzlich zur ambitionierten Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Inland müsse Österreich verstärkt Fachkräfte für die Bereiche KI und ML aus dem Ausland anwerben: „Weitere Verbesserungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte sind auch unter diesem Aspekt konsequent umzusetzen“, so Holzinger.

USA und Asien rittern um KI-Weltmarktführung – Österreich hat Aufholbedarf

Im asiatischen Raum forcieren die Regierungen ihre Anstrengungen massiv, um ihre Länder zu KI-Vorreitern zu machen. China hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 KI-Weltmarktführer zu werden. Aktuell nehmen diese Rolle die USA ein, die von einer breiten Basis inner- und außeruniversitärer Forschung im Bereich KI sowie von enormen privatwirtschaftlichem Engagement profitieren.

Österreich hat im KI-Bereich großen Aufholbedarf. „Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt rechtzeitig und strategisch fundiert handeln, damit unsere Unternehmen die wirtschaftlichen Potenziale von KI im Interesse des ganzen Landes nützen können“, zeigt sich Holzinger überzeugt.

KI eröffnet große Chancen für KMU

Die Chancen, die Künstliche Intelligenz bietet, beschränken sich keineswegs auf große, internationale Konzerne: Gerade Klein- und Mittelbetriebe können vom technologischen Fortschritt profitieren. Gerade bei Kleinbetrieben mit oft geringerer Verfügbarkeit von Ansprechpartnern und dem Fehlen eines Rund-um-die-Uhr-Kundensupports, können Assistentensysteme und Chatbots einen großen Beitrag leisten. „Marketing, Vertrieb, interne Prozesse sowie Kundenservice sind bereits heute gut mit fertigen Lösungen abgedeckt, die sich auch bei kleinen Betrieben kostengünstig in die bestehende IT integrieren lassen“, unterstricht Holzinger abschließend.(PWK401/NIS)

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