Maßnahmen der Bundesregierungen sind richtig, aber ohne Einbindung der Steuerberater kommt die Hilfe zu spät

Wien (OTS) „Die Bundesregierung hat schnell und richtig gehandelt, aber bei der Umsetzung steckt der Teufel im Detail. Allein bei der Kurzarbeit sind seit Wochen 200 Fragen ungeklärt – ohne schnelle Antworten werden die Hilfsmaßnahmen nicht rechtzeitig bei den österreichischen Unternehmen ankommen.“ Klaus Hübner, Präsident der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) schlägt Alarm, denn in wenigen Wochen stehen die Sonderzahlungen (Urlaubsgeld) vor der Tür und das könnte der Todesstoß gerade für kleine und mittlere Unternehmen sein – dem Rückgrat der österreichischen Wirtschaft.

„Wir vertreten 8000 Steuerberater/innen und diese betreuen 95% der heimischen Unternehmen. Wir werden derzeit bombardiert mit Hilferufen der Kolleg/innen, denn sie haben es bei Kurzarbeit, Härte- und Hilfsfonds mit Regelungen zu tun, die so nicht anwendbar sind.“ Auch die Abwicklungsstellen AMS und Wirtschaftskammer seien durch die Flut an Anträgen völlig überfordert und könnten diese nicht schnell genug bearbeiten. Sachbezüge, Pauschalierungen, Dienstwagen, Zulagen, Urlaubsansprüche, Familienbonus, Kilometergeld, verschiedene Lohnarten – das seien nur einige offene Punkte, auf die es keine Antworten gäbe.

„Ich appelliere an alle Verantwortungsträger, unsere Expertise zu nutzen und uns in die Umsetzung der Rettungsmaßnahmen einzubinden! Derzeit steht zwischen den Zusagen der Bundesregierung und den Unternehmen die auch Hilfe warten eine hohe Wand aus Fragen und Problemen. Lassen Sie uns mitarbeiten, wir kennen jedes Detail im Steuer- und Arbeitsrecht und wissen, was unsere Unternehmer/innen jetzt dringend brauchen“, so Hübner.

Die Forderungen der KSW:

  1. Die Kurzarbeits-Antragsbearbeitung und -bewilligung sowie die Auszahlung der Hilfsgelder muss so schnell wie möglich erfolgen. Die Unternehmen brauchen eine schnelle AMS-Schiene, denn die Sonderzahlungen stehen vor der Türe.
  2. Die offenen Fragen zur Abrechnung müssen umgehend geklärt werden. Hier müssen alle Kompetenzen genutzt und die Steuerberater eingebunden werden. Das spart auch wertvolle Zeit und Beratungskosten, denn derzeit drehen Unternehmer/innen und Steuerberater/innen unnötige Extrarunden.
  3. Der Bürokratiewahnsinn für die ohnehin schwer belasteten Unternehmer/innen muss sofort aufhören. Die Steuerberater werden derzeit aus vielen Antragsschritten ausgeschlossen und die ganze Arbeit bleibt beim Unternehmer hängen.
  4. Die Unternehmer brauchen Rechtssicherheit und dürfen nicht kriminalisiert werden. Wenn bei Kurzarbeitsvereinbarung wieder mehr gearbeitet werden kann, dann braucht es Gegenverrechnung und nicht Bestrafung.
  5. Bestehende Plattformen wie das Unternehmerserviceportal und FinanzOnline müssen genutzt werden, anstatt immer neue Antragsstellen und Prozesse für jede Maßnahme zu erfinden.

Rückfragen & Kontakt:

Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
Tel. 01/811 73-0
office@ksw.or.at

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