Wien (OTS) Der 29. August 2021 bezeichnete den 30. Jahrestag der Schließung des Kernwaffentestgeländes Semipalatinsk in der Republik Kasachstan im Jahr 1991 sowie die vom ehemaligen kasachischen Präsidenten, Nursultan Nasarbajew, ins Leben gerufene Initiative für eine sicherere globale Zukunft. Eine Politik, die auch von seinem Nachfolger, Präsident Qassym-Schomart Tokajew, weitergeführt wird.

Das Testgelände Semipalatinsk wurde im November 1946 von der damaligen Sowjetunion auf dem Gebiet des heutigen Kasachstans gegründet und war der Ort, an dem am 29. August 1949 der erste Kernwaffentest der UdSSR stattfand.

In mehr als vier Jahrzehnten führte die sowjetische Militärführung 468 Atomwaffentests auf dem Testgelände in Semipalatinsk durch, wobei 1,3 Millionen Menschen dem radioaktiven Fallout ausgesetzt waren und weite Landstriche in den angrenzenden Regionen nuklear verseucht wurden. Allein in der Zeit von 1949 bis 1963 wurde die 2.500-fache Kraft der auf Hiroshima abgeworfenen Atombombe durch Tests freigesetzt.

Am 29. August 1991 schloss Nursultan Nasarbajew, der erste Präsident Kasachstans, das Testgelände Semipalatinsk offiziell per Dekret. Im Jahr darauf wurde es durch das Nationale Nuklearzentrum ersetzt, um die Abrüstung zu unterstützen und das nötige wissenschaftliche und technische Know-how zur friedlichen Nutzung der Atomenergie durch die noch junge autonome Nation zur Verfügung zu stellen.

Dem folgte die Ratifizierung des Vertrags zur Verringerung strategischer Waffen im Jahr 1992 und der Abbau des gesamten, 1.410 nukleare Sprengköpfe umfassenden kasachischen Atomwaffenarsenals bis zur Mitte der Dekade. Darüber hinaus unterzeichnete die Nasarbajew-Regierung im Dezember 1993 den Atomwaffensperrvertrag (NVV) und wurde Mitglied der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), was schließlich auch zur Einführung eines „Internationalen Tags gegen Nukleartests“ im Jahr 2009 führte, der am Jahrestag der Schließung des Testgeländes Semipalatinsk am 29. August gefeiert wird.

In jüngster Zeit konnte Kasachstan seine Rolle als überzeugter Verfechter einer Kernwaffensperrpolitik mit verschiedenen Initiativen innerhalb Zentralasiens weiter festigen, so etwa durch die Organisation zweier Verhandlungsrunden beim iranischen Atomabkommen und die Stiftung des Nasarbajew-Preises für eine atomwaffenfreie Welt und globale Sicherheit im Oktober 2016. Als einzige Nation der ehemaligen Sowjetrepubliken unterzeichnete Kasachstan auch den Kernwaffenstoppvertrag sowie den Atomwaffenverbotsvertrag und ratifizierte die Nukleare Sicherheitskonvention.

In der Absicht, atomare Abrüstung und die Abschaffung nuklearer Tests zu unerlässlichen Vorbedingungen der globalen Sicherheit im 21. Jahrhundert zu machen, schlug Präsident Nasarbajew während der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2015 einen globalen strategischen Initiativplan für 2045, den 100. Jahrestag der Vereinten Nationen, vor.

Der amtierende Präsident Qassym-Schomart Tokajew setzt diese Initiative weiter fort, indem er zur Unterstützung einer universalen Deklaration zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt aufruft und zugleich deren Wert als Fahrplan für eine sicherere Zukunft betont. Dabei wird er nicht müde, die Welt an die Langzeitkonsequenzen der Altlasten des Kernwaffentestgeländes Semipalatinsk zu erinnern.

Qassym-Schomart Tokajew empfing Robert Floyd, Executive Secretary der Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO).

Auch Robert Floyd teilte seine Eindrücke vom Besuch des ehemaligen Kernwaffentestgeländes Semipalatinsk und des Nationalen Nuklearzentrums in Kurtschatow.

Am Ende des Treffens bekräftigten beide ihre gegenseitige Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit und bewarben Kasachstans anti-atomare Initiativen und ihre gemeinsame Agenda im Rahmen des Kernwaffenstopp-Vertrags.

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