Bundesheergewerkschaft Haidinger fordert ein Ende der Kasernenverkäufe

Wien (OTS) Waren früher Kasernen eher an den Stadträndern gelegen, so sind heute die Städte um die Kasernen herum gewachsen. Sie liegen vielerorts in guten Lagen und wecken daher begehrliche Blicke der Stadtverwaltungen sowie der Bau- und Bankenwirtschaft. Das Bundesheer hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Liegenschaften, allein von 2005-2015 ca ein Viertel verkauft – ist dabei aber immer schlecht ausgestiegen; die Erwartungen lagen damals ca bei 2 Mrd Euro; mit diesem Geld Neuinvestitionen in die Landesverteidigung tätigen zu können, erwirtschaftet wurden lediglich ca. 370 Millionen, haben sich nicht erfüllt.

„Es muss jetzt Schluss sein, mit den Kasernenverkäufen“, so der Präsident der Bundesheergewerkschaft, Manfred Haidinger. Allerdings sind Gerüchte im Umlauf, dass die Zehner-Kaserne in Ried im Innkreis, das Amtsgebäude Vorgartenstraße und die Radetzky-Kaserne in der Panikengasse in Wien verkauft werden sollen. Das Innenministerium will mit dem neu aufgestellten BVT in die Meidlinger-Kaserne übersiedeln und sucht Erweiterungsflächen in der Bundesheer-Liegenschaft in der Schwenkgasse. Teile der Schwarzenberg-Kaserne sollen ebenfalls unter den Hammer kommen.

„Die Bediensteten erfahren solche Sachen immer als die Letzten und daher ist die Verunsicherung über den Verbleib des Arbeitsstandortes groß. Wenn das Bundesheer überhaupt Gebiet abtreten soll, dann muss vorher ein entsprechender Ersatz vorhanden sein, ohne den Bediensteten unnötige Härten, wie lange Anfahrtszeiten usw. aufzubürden,“ fordert Manfred Haidinger. Da aber für einen solchen Ausbau bzw. die Neuanschaffung von Kasernengründen ohnehin kein Geld da ist, wie dies aus der zum Verfall preisgegebenen Kaserne in Baden zu sehen ist, fordert die Bundesheergewerkschaft, den Verkauf der Bundesheerliegenschaften sofort zu beenden.

„Für ein funktionierendes Bundesheer benötigen wir auch eine gute Infrastruktur. Man darf nicht so kurzfristig denken und Militärgelände verscherbeln, nur um daraus “politisches” Kapital zu schlagen. Vielmehr sollten die Sicherheit und der Schutz unserer Heimat und seiner Bevölkerung im Vordergrund stehen, und somit stehen die Verkaufsabsichten im krassen Widerspruch zum Unternehmen, Kasernen als Sicherheitsinseln auf ganz Österreich verteilt auszubauen”, so der Präsident der Bundesheergewerkschaft.

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