Bis Samstag 8.000 BesucherInnen erwartet – AK Präsident fordert Berufsinfo schon in der Schule, mehr Lehrplätze, Schulfinanzierung nach Chancenindex

Wien (OTS) Bereits 5.000 BesucherInnen bei den L14 Bildungs- und Berufsinfotagen der AK Wien! „Das Interesse an Berufsinfo ist enorm“, sagte AK Präsident Rudi Kaske heute beim L14-Rundgang mit Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und dem Amtsführenden Wiener Stadtschulratspräsidenten Jürgen Czernohorszky. Bis Samstag werden 8.000 BesucherInnen erwartet, die den besten Bildungsweg suchen. Verstärkte Berufsorientierung wünscht sich Kaske auch in den Schulen. Überdies fordert er jetzt, da die Ausbildungspflicht gilt, mehr Lehrplätze in den Betrieben und den Ausbau von Übergangsstufen zum Einstieg in berufsbildende Schulen. Für die Schulen müsse die Finanzierung nach einem Chancenindex kommen: „Alle Kinder und Jugendlichen brauchen ihre Chance zum Lernen.“

Berufsorientierung ist mittlerweile ein eigenes Fach in der Neuen Mittelschule. Ein eigenes Fach fordert Kaske auch für die Unterstufen der Gymnasien. Kaske: „Die Jugendlichen sollen Schritt für Schritt zum Wunschberuf kommen. Dabei unterstützen wir die Schulen auch mit eigenen Materialien.“

Wenn die Berufsorientierung passt, müssen auch ausreichend gute Ausbildungsplätze da sein, sagt Kaske. Inzwischen gilt eine Ausbildungspflicht für alle, die ab Juni 2017 aus der Schule kommen. Kaske: „Da müssen die Betriebe mehr Lehrstellen schaffen, und es muss mehr Übergangsstufen zum Einstieg in die berufsbildenden Schulen geben, damit unsere Jugendlichen ihre Pflicht zum Weiterlernen erfüllen können.“

Schon in der Schule müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass alle zu einem Abschluss kommen. „Die Bundesregierung hat sich auf mehr Schulautonomie geeinigt. Das ist positiv“, sagt Kaske. „Das ist eine gute Voraussetzung zur Entwicklung standortbezogener Konzepte, um die Kinder in der Schule besser zu fördern. Was fehlt, ist aber eine Schulfinanzierung, die die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder an der jeweiligen Schule berücksichtigt.“

Der AK Präsident fordert eine Schulfinanzierung nach einem Chancenindex, der den Familienhintergrund der Kinder an der jeweiligen Schule berücksichtigt: „Schulen mit größeren Herausforderungen bei der Förderung der Kinder müssen mehr Mittel bekommen, damit alle ihre Chance haben.“

SERVICE: Fotos vom L14-Rundgang ab ca. 13:00 Uhr unter http://wien.arbeiterkammer.at

HINWEIS: L14-Bildungs- und Berufsinfotage der Arbeiterkammer Wien, noch bis 12. November 2016. Eintritt frei! Familienprogramm Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr – im AK Wien Bildungszentrum, 1040, Theresianumgasse 16-18, http://www.L14.at

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Arbeiterkammer Wien
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(+43-1) 501 65-2347
peter.mitterhuber@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at



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