Sepp Schellhorn: „Inwiefern hilft das ´Kaufhaus Österreich´ Händlern, die keinen Webshop haben?“

Wien (OTS) „Das sogenannte ´Kaufhaus Österreich´ droht genauso wie vorherige nationale E-Commerce-Plattformen zu scheitern“, sagt NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn nach der Präsentation der neuen Plattform durch Wirtschaftskammer und Wirtschaftsministerin Schramböck. „Eine E-Commerce-Plattformen macht nur dann Sinn, wenn auch genügend Händler vertreten sind. Vor allem aber jene, die es auch am Dringendsten brauchen, weil sie etwa jetzt in der Krise besonders leiden. Viele KMUs können sich einen eigenen Webshop aber oft nicht leisten und bekommen auch nicht das nötige Know-how zur Verfügung gestellt. Da helfen auch keine gratis Lernvideos beim ´Kaufhaus Österreich´“, so Schellhorn.

Laut Statistik Austria hätten im letzten Jahr, auch nur 35,1% der Unternehmen in der Sparte Handel (Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen), Verkäufe über eine eigene Webseite oder App erzielt. NEOS hätten deshalb eine parlamentatische Anfrage an Ministerin Schramböck gestellt, erklärt der NEOS-Wirtschaftssprecher: „Wir wollen zum Beispiel wissen, wie es zu der Idee gekommen ist, wie viel Geld bis zum Start der Plattform investiert worden ist und welches Budget für die Vermarktung der Seite vorgesehen ist. Das ´Kaufhaus Österreich´ ist außerdem eine Kooperation zwischen der Wirtschaftskammer und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Hier wird also offenbar auch Kammergeld für nichts anderes als eine patscherte Erweiterung des ´Firmen-ABC´ ausgegeben. Zusätzlich stellen wir auch ganz direkt die Frage, inwiefern die Plattform jenen helfen soll, die keinen Webshop besitzen.“

Henrike Brandstötter: “Statt der Linksammlung ´Kaufhaus Österreich´ wäre es besser gewesen, mehr Geld für den Ausbau von Webshops zur Verfügung zu stellen.“

Die NEOS-EPU-Sprecherin Henrike Brandstötter macht auf ein zentrales Problem aufmerksam: „Das Problem ist nicht, dass die regionalen Händler nicht Teil einer solchen Plattform sein wollen. Viele Händler sind aber mit dem Erstellen eines eigenen Web-Shops überfordert – und zwar finanziell und technisch. Statt der Linksammlung ´Kaufhaus Österreich´ wäre es besser gewesen, dass Ministerin Schramböck mehr Geld für den Ausbau von Webshops zur Verfügung gestellt hätte.“ Handlungsbedarf sehe sie vor allem beim Budget: „Im aktuellen Budget sind nur 5 Millionen Euro pro Jahr im Rahmen von KMU-Digital vorgesehen. Das ist nicht nur zu wenig, um flächendeckend Webshops auf die Beine stellen zu können, sondern auch, um gegen Amazon antreten zu können.“

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