Steigerung des Kulturbudgets trotz schwieriger Zeiten

Wien (OTS) Nachdem im Vorjahr das Kulturbudget um 10 Prozent aufgestockt wurde (+ 26 Mio. Euro), ist es heuer gelungen, das Budget nicht nur zu halten, sondern erneut zu steigern. Das Budget wird von 279,4 Mio. Euro im Jahr 2020 auf 282,7 Mio. Euro für 2021 angehoben. Das entspricht einer Erhöhung von 3,3 Mio. Euro.

„Es ist gelungen, das Kulturbudget auf einem hohen Niveau nicht nur zu halten, sondern sogar eine Steigerung zu erzielen. In Zeiten wie diesen ein großer Erfolg“, freut sich Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Das höhere Budget erlaubt, den eingeschlagenen Weg der Konsolidierung und Absicherung von Institutionen, Vereinen und Initiativen kontinuierlich fortzuführen. Daneben ermöglicht es auch, frische Akzente zu setzen und neue Projekte zu initiieren, etwa im Bereich der Bezirkskultur. Darüber hinaus sind der Ausbau der Fair-Pay-Strategie und die Erschließung neuer Räume essentiell für die gesamte Kulturlandschaft und daher auch bestimmende Größen meines kulturpolitischen Handelns in den kommenden Jahren“.

Strukturreform der Wiener Großbühnen

Im Vorjahr wurde die freie Szene, die kleinen und die mittleren Bühnen angehoben; den Konsolidierungsprozess im Theaterbereich setzen wir dieses Jahr fort: Das Theater in der Josefstadt wird seitens der Stadt um 1,7 Mio. Euro aufgestockt, das Theater der Jugend um 0,9 Mio. Euro. Für Fair-Pay-Maßnahmen wurde 1 Mio. Euro veranschlagt. Das Volkstheater wurde bereits im Vorjahr um 2 Mio. Euro erhöht. Mit der maßgeblichen Erhöhung der Basisförderungen, die auch zeitgemäße Anstellungsverhältnisse und Verträge erlaubt, ist die erste Etappe der Strukturreform abgeschlossen.

Filmstandort Wien: Zukunftsperspektiven entwickeln

Wien ist eine moderne, weltoffene Stadt, die aber auch wegen ihrer zahlreichen historischen Locations eine beliebte Destination für nationale und internationale Filmdreharbeiten ist. Diesen Ruf auszubauen und weiterzuentwickeln ist eine wichtige Zukunftsperspektive. Um gerade jetzt in der Corona-bedingten Ausnahmesituation die Filmproduktion zu unterstützen, wird der Filmfonds Wien als größte regionale Filmförderstelle Österreichs mit 1 Mio. Euro gestärkt. Schließlich wird das Gartenbaukino, Wiens letztes großes Einsaal- und Premierenkino, für seine längst fällige Generalsanierung unter Einhaltung aller denkmalpflegerischen Auflagen mit 2 Mio. Euro bedacht.

Stärkung der Kultur in den Bezirken

Wien wächst und damit auch die Kunst und Kultur. Sie sollen bis an die Grenzen der Stadt spür- und wahrnehmbar sein und insbesondere in den bevölkerungsstarken Bezirken gestärkt werden. Vorreiter sind die mit 1 Mio. Euro unterstützten kulturellen Ankerzentren, die ganzjährig eigenes Programm oder Kooperationen bieten wie das Kulturhaus Brotfabrik in Favoriten, Soho im Ottakringer Sandleitenhof oder das F23 in Liesing. Daneben wird Shift mit seinen zahlreichen partizipativen Bezirksprojekten weiterentwickelt. Die Bezirksmuseen reloaded setzen ihre im Vorjahr begonnene „Verjüngungskur“ fort; erste Erfolge sind bereits sichtbar, etwa durch die digitale Ausstellung zum 100. Geburtstag der jüdischen Widerstandskämpferin Lotte Brainin, die in Zusammenarbeit der Familie Brainin mit dem Wien Museum und dem Bezirksmuseum Alsergrund entstanden ist.

Stipendien, Medienkunst, KÖR & Co.

Künftig werden noch mehr StipendiatInnen an ihren Konzepten und Arbeiten feilen können: Das Stipendienprogramm wird mit 1 Mio. Euro erweitert. Auch KÖR Kunst im öffentlichen Raum und die Literaturförderung werden jeweils um 100.000 Euro aufgestockt. Ebenso wurde der Bereich der Wissenschaft bedacht: Ein Call für Digitalen Humanismus wird mit 300.000 Euro ausgelobt sowie unterschiedliche Vermittlungsprogramme ausgebaut. Erstmals findet nach einer mehrjährigen Pause das neukonzipierte Medienkunstfestival statt, das mit 150.000 Euro dotiert ist.

Strukturen durchforsten, Strategien konzipieren

Ein wichtiges kulturpolitisches Anliegen ist auch, Strukturen zu durchforsten und auf ihre zeitgemäße Ausrichtung zu überprüfen bzw. neue notwendige Strukturen zu schaffen: Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren der Kulturbranche wird eine Kulturstrategie für das künftige kulturpolitische Profil der Stadt entworfen. Im Bereich der Erinnerungskultur wird langfristig eine Denkmalstrategie unter Einbindung wissenschaftlicher Expertise entstehen. Auch ist ein Produktionsbüro für urbane Kultur geplant: Es soll jungen Produktionen mit Erfahrung und Know-how zur Seite stehen, aber auch die Durchführung von Großproduktionen erleichtern und sichtbarer machen.

Rückfragen & Kontakt:

Renate Rapf
Mediensprecherin StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
4000-81175
renate.rapf@wien.gv.at
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