Kultur- und Wissenschaftsstadträtin ehrte Preisträger*innen als Leuchttürme, die inspirierende und ermutigende Signale für die nächste Generation senden

Wien (OTS) Nachdem die pandemische Situation der letzten zwei Jahre keine persönliche Verleihung zuließ, wurden heute, Dienstag, die Preise der Stadt Wien für die Jahre 2020 und 2021 sowie der Ernst-Krenek-Preis 2020 in festlichem Rahmen verliehen.

Für die musikalische Untermalung sorgte das Art4Strings-Streichquartett. Die Festrede hielt Susanne Scholl (Preis der Stadt Wien für Publizistik 2021), die Dankesrede Ernst Schmiederer (Preis der Stadt Wien für Volksbildung 2020).

„Die Jugend blickt angesichts der unglaublichen Herausforderungen unserer Zeit, des Klimawandels, der Pandemie und des unfassbaren Kriegs in Europa, pessimistisch in die Zukunft“, sagt Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler in ihrer Rede. „Daher braucht es die ausgezeichneten Kulturtätigen, Publizist*innen und Wissenschafter*innen in ihrem Tun, damit sie der nächsten Generation Werte weitergeben, Mut machen und Inspiration liefern“, unterstreicht Kaup-Hasler. „Die Preise würdigen Lebenswerke und sind mit der Bitte verbunden, weiter zu arbeiten und das Feuer, das die Preisträger*innen in ihrem Schaffen antreibt, weiterzutragen.“

Susanne Scholl nahm in ihrer Festrede auch auf den Krieg in der Ukraine Bezug. „Es entsetzt mich, wie plötzlich Menschenleben nichts mehr zählen und Hass und Gewalt die Oberhand zu gewinnen scheinen“, so die Preisträgerin für Publizistik 2021. Sie rief dazu auf, der Ukraine und geflüchteten Menschen Hilfe zu leisten. „Wien hat mich geprägt wie kein anderer Ort. Es ist eine unglaublich lebenswerte Stadt. Tun wir alles, dass das so bleibt – für uns und für alle, die zu uns kommen und Schutz suchen.“

Ernst Schmiederer verneigte sich in seiner Dankesrede nicht nur vor seinem Vorbild, dem Politiker, Schriftsteller und Volksbildner Viktor Matejka , sondern angesichts des Krieges in der Ukraine auch vor der exilierten russischen Kulturwissenschafterin und politische Aktivistin Irina Scherbakowa. Als Teil der Menschenrechtsorganisation ‚Memorial‘ trage sie dazu bei, Geheimnisse und Lügen der Vergangenheit zu lüften. Schmiederer appellierte an die Menschenrechtsstadt Wien, den Vorschlag vieler Organisationen, ‚Memorial‘ für den Friedensnobelpreis zu nominieren, zu unterstützen.

Die Preise der Stadt Wien werden seit 1947 jährlich in den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Publizistik, Volksbildung und Wissenschaften gestiftet. Sie werden als Würdigung für das bisherige Lebenswerk verliehen und sind mit je 10.000 Euro dotiert.

Der Ernst-Krenek-Preis wird seit 1985 alle zwei Jahre von der Stadt Wien für ein bestimmtes Werk an Komponist*innen bzw. Musikschriftsteller*innen verliehen. Er ist ebenfalls mit 10.000 Euro dotiert.

Preisträgerinnen und Preisträger 2020

  • Geistes-, Kultur-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Gabriella Hauch
  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik: Univ.-Prof. Dr. Meinrad Busslinger
  • Medizinische Wissenschaften: Prim. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Josef Smolen
  • Volksbildung: Dr. Ernst Schmiederer
  • Literatur: Hans Raimund
  • Publizistik: Dr.in Gabriele Anderl
  • Musik: Jorge Sánchez-Chiong
  • Bildende Kunst: Mag.a Maja Vukoje
  • Architektur: gaupenraub +/- (Mag. arch. Alexander Hagner und Mag.ª arch. Ulrike Schartner)
  • Der Ernst-Krenek-Preis für 2020 geht an MMag. art. Thomas Wally für das Werk „cycle: 25 easy pieces für Piano solo (2014 – 2016)”

Preisträgerinnen und Preisträger 2021

  • Geistes-, Kultur-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Univ.-Prof. Dr. Clemens Jabloner
  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik: Ao. Prof. Dr. Jürgen Knoblich
  • Medizinische Wissenschaften: Dr.in Christiane Druml
  • Volksbildung: Dr.in Monika Sommer
  • Literatur: Margret Kreidl
  • Publizistik: Dr.in Susanne Scholl
  • Musik: Mag.a Katharina Klement
  • Bildende Kunst: Thomas Hörl und Peter Kozek (Künstlerkollektiv kozek hörlonski)
  • Architektur: Auböck + Kárász Landscape Architects (Maria Auböck und János Kárász)

Rückfragen & Kontakt:

Renate Rapf
Mediensprecherin StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
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