Wien (OTS) „Die freie Szene kann man sich ohne Daniel Aschwanden gar nicht vorstellen“, reagiert Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler tief betroffen auf den unerwarteten Tod des Schweizer Performers, Tänzers und Choreographen, der Jahrzehntelang in Wien lebte und wirkte. „Als Festivalgründer, Leiter der Company ‚Bilderwerfer‘ sowie als Mit-Initiator des Tanzquartiers hat er die Stadt geprägt und in ihr unauslöschliche Spuren hinterlassen. In den letzten Jahren galt sein Interesse vermehrt der Rolle der Kunst im öffentlichen Raum, insbesondere der Rolle der Kunst bei der Entstehung neuer Stadtteile. So hat er etwa mit ‚Friederike‘ in Penzing oder auch mit ‚thishousebylines‘ im Sonnwendviertel transdisziplinäre, skulpturale und partizipative Installationen konzipiert, die auf Einbindung der Nachbarschaft und PassantInnen aufbauten. Er war auch einer der ersten Künstler, der Chancen und Potenzial des neuen Stadtteils Seestadt Aspern erkannte und dort ein Zwischennutzungsprojekt initiierte.

Daniel Aschwanden war nicht nur ein herausragender Künstler, sondern hat sich zeit seines Lebens unermüdlich für die Anliegen und Interessen der freien Szene eingesetzt. Er kämpfte für höhere Förderungen, mehr temporäre Räume und vor allem für Anerkennung und Wertschätzung für die freie Szene in der öffentlichen Wahrnehmung. Solidarität, Kollegialität und Mitgefühl waren ihm wichtig; so hat er auch die ältere Generation mit der jüngeren Performance- und Tanzszene verbunden.

Für all seine langjährigen Verdienste habe ich Daniel Aschwanden für ein Wiener Ehrenzeichen der Stadt vorgeschlagen. Die Verleihung konnte coronabedingt nicht stattfinden und ich bedaure zutiefst, dass Daniel Aschwanden nun diese Form der offiziellen Anerkennung der Stadt für sein Wirken und Engagement nicht mehr erleben kann“, so die Stadträtin und schließt: „Er wird fehlen! Mein Mitgefühl gilt besonders seiner Familie und seinen zahlreichen WeggefährtInnen und FreundInnen“.

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