Der Staat am Bosporus entwickelt sich mehr und mehr zu einer autoritären Gefahr für ganz Europa!

Wien (OTS) „‘Wenn wir heute Früh mit der Invasion beginnen, erobern wir  Europa in drei Tagen! […] Wenn wir in der Früh losziehen, dann könnten wir das Abendgebet im Schloss Bellevue vollziehen!‘ Diese Allmachtsfantasien waren am 1. August in der AKP nahen Zeitung ‚Yeni Söz‘ nachzulesen und die Redaktion, die Präsident Recep Tayyip Erdogan politisch offensichtlich durchaus nahesteht, verbreitet damit jene Linie, die Erdogan bereits seit Monaten verfolgt. Wenn er, Erdogan, Europa als ‚Kontinent, der in jeder Hinsicht verrottet ist‘ bezeichnet, der unverhohlen Drohungen dahingehend ausspricht, dass ‚morgen kein einziger Europäer auch nur irgendwo auf der Welt sicher einen Schritt auf die Straße setzen kann‘ und Europa als das ‘Zentrum des Nationalsozialismus’ bezeichnet, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zu jener Gedankenwelt, die einen türkischen Einmarsch nach Europa für attraktiv und möglich hält. Hier wird offensichtlich der Boden sukzessiv für Aggressionen innerhalb der türkischen Gesellschaft aufbereitet. Angesichts der islamistischen Bedrohung, der sich Europa schon heute ausgesetzt sieht, ist diese Form der Polithetze extrem verantwortungslos, so heute der Generalsekretär der FPÖ, NAbg. Herbert Kickl. 

“Die Türkei entwickelt sich seit Jahren zu einem ‚autoritären Führerstaat‘, wo die Opposition konsequent verfolgt wird, wo unabhängige Journalisten im Gefängnis landen und die kurdische Minderheit unterdrückt und kriminalisiert wird. Erdogan hat diesen Prozess massiv beschleunigt und seine verbalen Ausritte gegen die Europäer tragen auch innerhalb der gleichgeschalteten Medienöffentlichkeit bereits erste Früchte. Anders ist diese offensichtliche Drohung nicht zu verstehen”, so Kickl. 

“Österreich wäre gut beraten hier proaktiv voran zu gehen und aus dem seit 12 Jahren laufenden Beitrittsverfahren einseitig auszusteigen. Ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union, die sich gerade anschickt die Todesstrafe einzuführen, kann es unter diesen Voraussetzungen ohnehin nicht geben und auch die geplante Freihandelszone, die man innerhalb der EU quasi als ‚Plan B‘ im Falle des Scheiterns der Beitrittsverhandlungen hinter gut gepolsterten Tapetentüren ausverhandelt, kann für uns keine Alternative sein. Der türkischen Administration muss klargemacht werden, dass man mit Europa nicht in dieser Sprache sprechen kann. Ein ‚Cordon sanitaire‘ von europäischer Seite soll und muss die Türken wieder zur Raison bringen. Derzeit kann die Regierung in Ankara jedenfalls kein Partner sein”, so Kickl.

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