Appell der Kinderliga: Gerade jetzt muss gesundheitliche und soziale Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche im Fokus stehen!

Wien (OTS) Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) bedauert das Ausscheiden von Rudolf Anschober als Bundesminister für Soziales und Gesundheit und wünscht ihm auf seinem weiteren Weg alles Gute. Gleichzeitig begrüßt die Kinderliga die Bestellung von Dr. Wolfgang Mückstein zum Sozial- und Gesundheitsminister und wünscht dem Medizinexperten viel Kraft für diese herausfordernde Tätigkeit. In einem persönlichen Schreiben an Mückstein äußert die Kinderliga ihre Zuversicht, dass der aus der Praxis kommende neue Gesundheitsminister Aktivitäten zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich, die laut Meinung der ExpertInnen der Kinderliga in den Monaten der Pandemie viel zu kurz gekommen sind, in Angriff nehmen und ausbauen wird. „Wir wünschen uns von Wolfgang Mückstein als Minister für Soziales und Gesundheit ein klares Bekenntnis und erst recht entsprechende Handlungsstrategien, um die weitaus nachhaltigste Zukunftsinvestition – nämlich jene in die seelische, soziale und körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – ins Zentrum aller Bemühungen zu stellen“, sagt Dr. Christoph Hackspiel, Präsident der Kinderliga. Die COVID Pandemie hat gezeigt, dass auch in Österreich Chancengerechtigkeit, optimale Rahmenbedingungen für gesundes Aufwachsen, Zugang zu bedarfsgerechten Gesundheits- und Sozialleistungen für alle Kinder und Jugendlichen sowie die Förderung von Talenten und Fähigkeiten aller Mädchen und Buben nach wie vor nicht selbstverständlich sind.

Krise zeigt dringliche Notwendigkeit für Umsetzung der Gesundheitsziele Österreich

Das gesetzlich verankerte Recht auf gesundes Aufwachsen und bestmögliche medizinische und psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen muss immer und in allen Bereichen Gültigkeit haben und darf auch in Zeiten von Pandemien nicht eingeschränkt werden. Keine Krise darf das Recht von Kindern auf bestmögliche Gesundheitschancen für alle gefährden!, so Dr.in Caroline Culen, Geschäftsführerin der Kinderliga. Dem Begrüßungsschreiben an Mückstein legte die Kinderliga jenes Positionspapier für ein kinderfreundliches Klima in Österreich in Zeiten der COVID19-Pandemie und danach bei, das von den ExpertInnen der Kinderliga bereits im Juni 2020 veröffentlicht wurde, und das nach wie vor Gültigkeit hat. Die Basis dafür ist das Gesundheitsziel 6 der Gesundheitsziele Österreich: „Gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche bestmöglich gestalten“. Folgende Rahmenbedingungen zur Erreichung dieser Zielsetzung halten die ExpertInnen für notwendig und hoffen, dass der neue Gesundheitsminister hier konkrete Schritte zur weiteren Verfolgung dieser Ziele setzt. Details dazu finden sich im Positionspapier der Kinderliga:

  • Prävention und Versorgung im Gesundheitsbereich ausbauen
  • Familien und soziale Netzwerke stärken
  • Kinderarmut verhindern
  • Bildungseinrichtungen stützen
  • Inklusion chronischer kranker Kinder und Jugendlicher in allen Bereichen der Gesellschaft
  • Berufsgruppen im Kinder- und Jugendgesundheitsbereich aufwerten
  • Partizipation für Kinder und Jugendliche gewährleisten (z.B. Etablierung eines Kinderbeirats analog zum Seniorenbeirat)

Kinder können auf politischer Ebene nicht selbst für ihre Anliegen und ihre Rechte eintreten. Für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen braucht es nicht nur die starke Stimme der Kinderliga mit ihren mehr als 100 Mitgliedsorganisationen, sondern auch jene der politisch Verantwortlichen. Wir sind zuversichtlich, dass der neue Gesundheitsminister als Mediziner, der aus der Praxis kommt, den Agenden der Kinder- und Jugendgesundheit einen hohen Stellenwert einräumen wird. Kinder- und Jugendgesundheit muss darüber hinaus auch ressortübergreifend, im Sinne einer Health-in-all Policy, oberste Priorität haben, so Culen.

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