Wien (OTS) Am Dienstag, den 30. April – dem International Jazz Day – findet der „Ö1 Jazztag“ statt. Vom „Radiokolleg“ über eine Liveübertragung aus dem Wiener „Porgy & Bess“ bis zur „Jazznacht“ mit Erika Pluhar – insgesamt stehen 17 Sendungen ganz im Zeichen des Jazz mit all seinen Facetten. Das Programm im Detail ist abrufbar unter http://oe1.orf.at/jazztag.

Anlässlich des heuer zum achten Mal stattfindenden International Jazz Day der UNESCO am 30. April widmet Ö1 dieser vielfältigen Musik den „Ö1 Jazztag“. Beginnend in der Ö1-„Klassiknacht“ (1.03 Uhr) gibt es weitere Jazzbezüge dann auch in „Guten Morgen Österreich“ (5.03 Uhr), „Leporello“ (7.52 Uhr) und im „Pasticcio“ (8.20 Uhr).

Unter dem Titel „Der Duke und sein Orchester“ porträtiert das „Radiokolleg“ Jazz-Ikone Duke Ellington – am Montag, den 29. und Dienstag, den 30. April und am Donnerstag, den 2. Mai jeweils um 9.45 Uhr in Ö1. Geboren am 29. April 1899, entwickelte sich der Bub, der nicht Klavierspielen wollte, als Heranwachsender zum Pianisten und Bandleader auf zahlreichen Tanzveranstaltungen Washingtons und später New Yorks. Und die Erfindung des Radios trug dazu bei, dass die Konzerte aus den Harlemer Nachtclubs, vor allem aus dem Cotton Club, in den USA bekannt wurden. 1933 wurde das Duke Ellington Orchestra durch eine Tournee auch in Europa bekannt. In einem mit seinen Nationalismen gänzlich anderen Umfeld als dem in New York, in dem „Take The A-Train“ entstehen konnte. Eine Komposition, von der man sagt, dass sie das entstehende Selbstbewusstsein der Afroamerikaner Harlems widerspiegelt. Duke Ellington brachte die Komposition seines Bandmitglieds und Arrangeurs Billy Strayhorn so oft zur Aufführung, dass man sie gemeinhin als sein Werk betrachtete. An die 2.000 Werke des Swing und später der Übergänge in den Modern Jazz hat Duke Ellington selbst komponiert, rund hundert davon sind Jazzstandards geworden.

„Jazz auf der Opernbühne“ ist das Thema in „Anklang“ (10.05 Uhr). Zu hören sind u. a. Ausschnitte aus „Blue Monday“ von George Gershwin, der „Dreigroschenoper“ von Kurt Weill, aus Ernst Kreneks „Jonny spielt auf“ und Gerald Schullers Jazzoper „Hochgeschätztes Tiefparterre“. Die „Radiogeschichten“ (11.05 Uhr) bringen Auszüge aus „Rundherum um Mitternacht. Schriften, Glossen und Kritiken über Jazz“ von Boris Vian, der nicht nur ein begabter Schriftsteller, Chansonnier, Schauspieler und Übersetzer war, sondern auch ein begnadeter Jazztrompeter. Ab 11.30 Uhr stellt „Des Cis“ die CD „Quer Bach 2“ von SLIXS vor.

Wie lebt man von Jazzmusik und warum tut man sich das an? Über „Das Proletariat von Jazzmusiker/innen“ diskutieren Schlagzeugerin Judith Schwarz und der Pianist Clemens Wenger in „Punkt eins“ ab 13.00 Uhr. Im „Ö1 Konzert“ ist ab 14.05 Uhr eine Aufnahme des „Schleswig-Holstein Musik Festivals 2018“ zu hören. Das Schleswig-Holstein Festival Orchestra unter Wayne Marshall – Klarinettistin: Sabine Meyer – spielt Werke von Leonard Bernstein und Aaron Copland.

„Moment – Leben heute“ besucht ab 15.30 Uhr den 82-jährigen Peter Prokopp, der tausende Jazz-CDs gesammelt und akribisch erfasst hat und den Musikjournalisten Samir Köck, der sich vor allem mit zeitgenössischem Jazz beschäftigt. Der Frage „Noch Krach oder schon Musik?“ geht „Rudi! Der rasende Radiohund“ um 15.55 Uhr nach und „Digital.Leben“ (16.55 Uhr) berichtet über den Jazz-Pianisten und Astrophysiker Dan Tepfer. „Von Cubana Bop bis Alpine Aspects“ – der Einfluss traditioneller kubanischer, brasilianischer, alpenländischer und spanischer Musik auf den Jazz seit den 1940er Jahren ist Thema der „Spielräume“ ab 17.30 Uhr.

„On stage Spezial“ überträgt ab 19.30 Uhr live aus dem international renommierten Wiener Jazzclub „Porgy & Bess“ zwei Konzerte. Im Mittelpunkt steht der rare Duo-Auftritt zweier Granden des europäischen Jazz, des 89-jährigen Klarinettisten Rolf Kühn und seines 75-jährigen Bruders, des Pianisten Joachim Kühn: Zwei Musiker, die die Jazzgeschichte der Alten Welt mitgeschrieben haben, nicht zuletzt weil sie sich Zeit ihrer langen Karrieren einen routinefreien Blick für das noch Unerprobte, eine Art entspannter Neugierde bewahrt haben. Bevor Rolf und Joachim Kühn das Podium betreten, präsentiert das österreichische Trio „Birds Against Hurricanes“ um Gitarrist Alex Pinter sein beim Ö1 Jazz-Label erscheinendes CD-Debüt „fluegge“. In der Pause zwischen den Konzerten wird zudem die Gewinnerin oder der Gewinner des Ö1 Jazzstipendiums gekürt, das seit 2018 in Kooperation mit der Jam Music Lab Private University in Wien vergeben wird.

„Zeit-Ton“ berichtet ab 23.03 Uhr über das österreichische Netzwerk Fraufeld, in dem sich Improvisierende und Jazz-Musikerinnen, Dirigentinnen und Interpretinnen zeitgenössischer Musik, aber auch experimentelle Musikerinnen aus dem Popbereich zusammengetan haben zur „Sichtbarmachung und Hörbarmachung von Musikerinnen“.

In der „Ö1 Jazznacht“ (00.05 Uhr) ist die Schauspielerin Erika Pluhar zu Gast und spricht über ihr Programm „Bossa à la Pluhar“, in dem sie als Sängerin mit Klaus Trabitsch, Christoph Petschina und Peter Rosmanith auftritt, und ihre Beziehung zum Jazz. Weiters ist ein Mitschnitt des Duo-Konzertes des Gitarristen Al Di Meola und des italienischen Akkordeonisten Fausto Beccalossi im Rahmen des Festivals „Jazzliebe“ im Jahr 2018 in Graz zu hören. Das Programm im Detail ist abrufbar unter http://oe1.orf.at/jazztag.

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