GLOBAL 2000 fordert ökologische Steuerreform, stärkeren Ausbau von öffentlichem Verkehr und einen Einbaustopp für neue Öl- und Gasheizungen.

Wien (OTS) Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert anlässlich der heute ab 17h stattfindenden Demonstration in Wien ein Sofortmaßnahmenpaket für Klimaschutz: „Die verheerende Klimabilanz in Österreich darf nicht länger schöngeredet werden. Es braucht ein rasch umsetzbares Maßnahmenpaket für ambitionierten Klimaschutz mit einer ökologischen Steuerreform, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und einem Einbaustopp für neue Öl- und Gasheizungen. Mehr Klimaschutz bedeutet ein besseres Leben, mehr Arbeitsplätze und saubere Luft. Wir sind nicht bereit, eine Klimakatastrophe zu riskieren und wollen stattdessen ein gutes Leben für alle sicherstellen“, kehrt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000, die Vorteile einer ambitionierten Klimaschutzpolitik hervor.

Inspiriert von der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg nehmen junge Menschen ihre Zukunft selbst in die Hand und organisieren weltweit Schulstreiks. Heute, am 5. April 2019, gehen Schülerinnen und Schüler mit allen anderen gemeinsam auf die Straße und fordern rasche Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft. Die Klimaerhitzung ist die größte Bedrohung für das Leben auf diesem Planeten. Zunehmende Extremwetterereignisse, Dürren und Überschwemmungen, sowie eine steigende Zahl von Hitzetoten und Klimaflüchtlingen, sind die heute schon erkennbaren Zeichen. Die Klimawissenschaft sieht eine Halbierung der Emissionen bis 2030 und Nullemissionen bis 2050 als notwendig und machbar an. Doch in Österreich sinken die Emissionen nicht, sie steigen sogar weiter an.

GLOBAL 2000 fordert deshalb ein 6-Punkte-Sofortprogramm für Österreich:

– Abschaffung umweltschädlicher Subventionen und Ökologisierung des Steuersystems bei der aktuell geplanten Steuerreform. In Österreich werden jährlich etwa 4,7 Mrd. Euro an umweltkontraproduktiven Subventionen gewährt. Der größte Punkt ist die Steuerbegünstigung von Diesel gegenüber Benzin. Studien beweisen, dass bei einer aufkommensneutralen Umsetzung und gleichzeitiger Senkung arbeitsbezogener Abgaben sowie sozialen Ausgleichsmechanismen, sowohl CO2-Emissionen gesenkt, als auch Arbeitsplätze geschaffen werden können.

– Anhebung der Investitionen in den öffentlichen Verkehr um 500 Mio. Euro pro Jahr und eine Senkung der Ticketpreise. Damit könnten laut Berechnungen des Umweltbundesamts 390.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart und 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

– Aufstockung des Klimafonds um 100 Mio. Euro auf ein Gesamtbudget von 200 Mio. mit sofortiger Wirkung, was die Umsetzung von zahlreichen eingereichten aber noch nicht finanzierbaren Klimaschutzprojekten ermöglichen würde.

– Die Öffentliche Hand soll als Vorbild vorangehen und Investitionen in Gebäudesanierung, Heizungserneuerung, Energieeffizienzmaßnahmen und Fuhrparkumstellungen auf E-Mobilität vorziehen.

– Sofortiger Einbaustopp von neuen Ölheizungen im Neubau und der Sanierung. Stattdessen sollen klimafreundliche Heizgeräte zum Einsatz kommen. Gasheizungen dürfen im Neubau nicht länger eingebaut werden und es braucht stärkere Anreize für thermische Gebäudesanierung.

– Mit einer Absenkung des Tempolimits auf Autobahnen und Schnellstraßen können ohne zusätzliche Kosten die CO2-Emissionen wirksam reduziert werden. Gleichzeitig verringern sich Luftschadstoffemissionen und die Verkehrssicherheit steigt. Für Fahrzeuge, die im Betrieb keine Emissionen haben, soll es Ausnahmen geben.

Aktuelle Pressebilder von der Demo finden Sie am Abend unter https://www.flickr.com/photos/global2000

Rückfragen & Kontakt:

Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klimasprecher, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

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