„Die Regierungen sind es nicht nur jenen schuldig, die seit einem Jahr für Veränderung und Klimaschutz auf die Straße gehen – sondern allen Menschen! Und sie haben heute versagt.”

Es ist so, als würden die PolitikerInnen lieber mit vollem Tempo und geschlossenen Augen unsere Zukunft gegen die Wand fahren, als sie aktiv mitzugestalten. Nach einem Jahr globaler Klimabewegung und 25 Jahren Klimagipfel ist es eine Schande, dass wir über vage und unzureichende Zielbekundungen nicht hinauskommen”

Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens

Dass die Wissenschaft seit mehr als zwei Jahrzehnten von der Politik systematisch und fahrlässig ignoriert wurde, hat zur Folge, dass wir möglicherweise schon heute gefährliche Kippunkte überschritten haben”

Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens

Was von den Bewohnern der Inselstaaten gehalten wird, die um ihr Land bangen, von der Bevölkerung, die in Extremwetterereignissen bereits vieles verloren hat und von den jungen Menschen, die um ihre Zukunft fürchten, wurde durch den Umgang mit AktivistInnen gezeigt, die aus den Verhandlungen entfernt wurden. Das ist absolut fahrlässig. Anstatt ihre Stimmen zu verstärken und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, werden die Menschen stumm gemacht und das Pariser Klimaabkommen
ausgehöhlt. Und das bei allem, was auf dem Spiel steht”

Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens

Wien (OTS) Gestern ging in Madrid der 25. Klimagipfel zu Ende. Trotz der Verlängerung der COP25 wurden kaum Ergebnisse erzielt, geschweige denn Erfolge. Vor vier Jahren hat sich die Staatengemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderhitzung auf unter 2°C geeinigt. Nach aktuellen Berechnungen der Wissenschaft steuern wir aktuell auf 3°C zu.

Fehlende Ambitionen im Klimaschutz

Die vielen wissenschaftlichen Erkenntnisse des letzten Jahres zeigen alle, dass die auf uns zukommende Katastrophe unterschätzt wird. Die Klimakonferenz wird der Dringlichkeit der Lage jedoch nicht gerecht. Mutige Schritte im Klimaschutz wurden bei der diesjährigen Klimakonferenz von einigen Staaten im Keim erstickt.

“Es ist so, als würden die PolitikerInnen lieber mit vollem Tempo und geschlossenen Augen unsere Zukunft gegen die Wand fahren, als sie aktiv mitzugestalten. Nach einem Jahr globaler Klimabewegung und 25 Jahren Klimagipfel ist es eine Schande, dass wir über vage und unzureichende Zielbekundungen nicht hinauskommen”, so Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens.

Gefährliche Fahrlässigkeit

Bisher wurden keine Zusagen zu ambitionierten Reduktionen und Maßnahmen gemacht. Seit dem Pariser Klimaabkommen 2016 sind die Emissionen weltweit sogar um 4 Prozent gestiegen. Aktuell wird von politischer Seite wenig unternommen, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Das zeigen nicht zuletzt die fehlenden Beschlüsse der Klimakonferenz.

“Dass die Wissenschaft seit mehr als zwei Jahrzehnten von der Politik systematisch und fahrlässig ignoriert wurde, hat zur Folge, dass wir möglicherweise schon heute gefährliche Kippunkte überschritten haben”, ergänzt Rogenhofer. „Was von den Bewohnern der Inselstaaten gehalten wird, die um ihr Land bangen, von der Bevölkerung, die in Extremwetterereignissen bereits vieles verloren hat und von den jungen Menschen, die um ihre Zukunft fürchten, wurde durch den Umgang mit AktivistInnen gezeigt, die aus den Verhandlungen entfernt wurden. Das ist absolut fahrlässig. Anstatt ihre Stimmen zu verstärken und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, werden die Menschen stumm gemacht und das Pariser Klimaabkommen ausgehöhlt. Und das bei allem, was auf dem Spiel steht”, schließt Rogenhofer.

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Mabel Reitbauer
Klimavolksbegehren | Pressesprecherin
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