Wien (OTS) Führende Unternehmen der Heizungsbranche und Gaswirtschaft richten sich in einem offenen Brief an den Bundeskanzler und die Landeshauptleute. Sie warnen vor Technologieverboten und plädieren für Technologievielfalt und Innovationskraft. Für den CO2-Ausstoß sei schließlich nicht das Heizsystem, sondern der eingesetzte Brennstoff entscheidend.

Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands Gas Wärme fasst die Motivation des Schreibens zusammen, das 36 Unternehmen und Interessensverbände mittragen: „Die Politik thematisiert derzeit Verbote bestimmter Technologien wie zum Beispiel der Gasheizung. Aber gerade solche Verbote sind teuer, innovationshemmend und schlichtweg der falsche Weg. Die Klimaziele im Gebäudesektor lassen sich nicht durch Verbote, sondern nur durch den intelligenten Einsatz unterschiedlicher Heizsysteme und erneuerbare Energieträger erreichen.“ Die Unternehmen und Organisationen warnen daher ausdrücklich vor einer Energiepolitik, die bestimmte Technologien verbietet.

Heizungsbranche und Gaswirtschaft bekennen sich zu Klimazielen

Der offene Brief ist nicht zuletzt ein Bekenntnis zum Ziel der Klimaneutralität Österreichs bis 2040, unterzeichnet von führenden Unternehmen und Organisationen der Heizungsbranche und Gaswirtschaft. Es geht also nicht um das Ziel, es geht um den Weg. Elisabeth Berger, Geschäftsführerin der Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten: „Es ist Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen und Ziele zu definieren, wie die CO2-Neutralität im Raumwärmemarkt bis 2040. Diese Klimaziele tragen wir auch mit. Es ist jedoch kontraproduktiv, heute festzulegen, mit welcher Technologie dieses Ziel erreicht werden soll. Dieser planwirtschaftliche Ansatz ist innovationshemmend und wirkt somit als Bremse für neue Lösungen.“

Klimaneutral mit grünem Brennstoff

Für den CO2-Ausstoß ist nicht die Heiztechnologie entscheidend, sondern die eingesetzte Energie. Jeder vierte österreichische Haushalt heizt mit Gas. Gasheizungen können schon heute genauso effizient mit Grünem Gas betrieben werden, also mit Biogas oder grünem Wasserstoff – was fehlt, sind die Rahmenbedingungen zur Förderung von Grünem Gas. Mit dem Umstieg von fossilem auf Grünes Gas muss nicht das gesamte Heizsystem getauscht werden, sondern bestehende Gasendgeräte können mit Grünem Gas problemlos weiterverwendet werden. Diese Umstellung auf Grünes Gas ist machbar, leistbar und stellt einen zentralen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele dar.
Hingegen hätte der erzwungene Umstieg auf eine neue Heizform enorme finanzielle Belastungen für Bürgerinnen und Bürger zur Folge: Es würde gravierende Eigentumseingriffe und eine Vernichtung von Volksvermögen im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich bedeuten. Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands: „Dagegen ist der Ausbau von Grünem Gas ein zukunftsweisendes Belebungsprogramm für die Wirtschaft. Davon können alle Menschen in Österreich und gleichzeitig unser Klima profitieren.“

https://www.ots.at/redirect/gaswaerme1

Über Gas

Gas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Gas verbrennt ohne Feinstaub und Partikel und ist damit der emissionsärmste fossile Energieträger. Mit Biomethan aus biogenen Reststoffen, synthetischem Methan (SNG) als erneuerbaren Stromquellen und Wasserstoff bietet Gas auch grüne Alternativen.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock
Geschäftsführer
mock@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88-13
www.gaswaerme.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.