Am 28. August um 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Mächtig, gerecht und unbezwingbar soll er gewesen sein. Von der prächtigen Burg Camelot aus geherrscht haben. Gemeinsam mit seiner schönen Frau Guinevere, über ganz Britannien – als einzig wahrer König, denn nur ihm war es gelungen, das berühmte Schwert Excalibur aus dem Stein zu ziehen. Und weil er damit unbesiegbar war, nahm er es erfolgreich mit allen Feinden und Verrätern seines Reiches auf, sogar mit dem römischen Imperium. Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Mythen, die sich um den sagenhaften König ranken. Mit seinem hilfreichen Magier Merlin gewinnt Artus Schlacht für Schlacht, bekämpft Unrecht und Willkür im eigenen Land und versammelt die Ritter der Tafelrunde um den weltweit ersten runden Tisch – ein Hochzeitsgeschenk seines Schwiegervaters.

Schier unzählige Sagen, Romane und Filme beschäftigten sich mit der Artus-Legende. Bereits im 12. Jahrhundert ließ Richard Löwenherz nach dem Grab seines mythischen Ahnherren suchen. Jahrhundertelang versuchte England sein Streben nach Dominanz mit der Artus-Sage zu legitimieren. Doch was steckt tatsächlich dahinter? Gab es ihn wirklich? Ist die Geschichte frei erfunden oder beruht sie auf realen Tatsachen? Die „Universum History“-Dokumentation „König Artus – Geheimnisse einer Legende“ begibt sich am Freitag, dem 28. August 2020, um 22.35 Uhr in ORF 2 auf Spurensuche und blickt zurück auf Britannien gegen Ende des Mittelalters.

Es ist ein von brutalen Machtkämpfen gebeuteltes Land. Drei Jahrzehnte lang streiten zwei machthungrige adelige Familien um die Krone: In den sogenannten Rosenkriegen des Hauses York gegen Lancaster verlieren Zehntausende ihr Leben. Verzweifelt warten die Engländer auf einen Helden. Im Jahr 1485 segelt der junge Henry Tudor aus dem Exil in Frankreich zurück in seine Heimat. Er hält sich für den wahren Herrscher Britanniens. Sein Ziel: König Richard herauszufordern und die blutigen Fehden ein für alle Mal zu beenden.

Henrys Kampf ist voller Symbolik – eine Symbolik, die sich in einem Buch wiederfindet, das im selben Jahr veröffentlicht wird. „Le Morte Darthur“ von Sir Thomas Malory, herausgegeben vom ersten englischen Buchdrucker William Caxton. Wie Henry Tudor wird Arthur König von ganz Britannien, im Unterschied zu Henry Tudor, der als Heinrich VII. den Thron besteigt, sind Arthurs Wurzeln aber walisisch. Zahlreiche Parallelen finden sich zwischen den beiden Figuren und doch tappen Wissenschafter/innen auf der Suche nach dem realen Arthur oder Artus, wie er im deutschen Sprachraum genannt wird, bisher im Dunkeln. Britische Historiker/innen durchforsten seit Langem antike Quellen nach Beweisen für die Existenz seines historischen Vorbilds. Archäologinnen und Archäologen untersuchen frühgeschichtliche Areale, um den Standort der legendären Burg Camelot eingrenzen zu können.

Fest steht, dass sich Artus als Ikone der englischen Geschichte tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. Sowohl seine Gebeine als auch der runde Tisch sollen gefunden worden sein. Auch wenn der Wahrheitsgehalt im Laufe der Jahrhunderte immer wieder angezweifelt wurde, beflügelt der sagenumwobene Herrscher bis heute die Fantasie in Kunst und Politik: John F. Kennedy bezeichnete ihn als Vorbild. Hitlers Mystiker waren auf der Suche nach dem heiligen Gral, der seinen Ursprung in der mittelalterlichen Artus-Sage hat.

In aufwendig gedrehten Spielszenen an antiken Schauplätzen und anhand mittelalterlicher Aufzeichnungen rekonstruiert die „Universum History“-Dokumentation „König Artus – Geheimnisse einer Legende“ von John Geraint (deutsche Bearbeitung: Andrea Lehner) die politischen und sozialen Umstände Britanniens Ende des 15. Jahrhunderts und versucht die Wahrheit hinter der Sage zu ergründen.

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