„Ausbau von grenznahen Atomkraftwerken gefährdet österreichische Bevölkerung“

Wien (OTS/ÖVP-PK) Mit scharfer Kritik reagierte die ehemalige Umweltministerin Elisabeth Köstinger auf die heute bekannt gewordenen Ausbaupläne Tschechiens für das Atomkraftwerk Temelin: „Ich halte das wirklich für eine völlige Fehlentwicklung, die für die österreichische Bevölkerung höchst gefährlich und in der Sache unverständlich ist“, so Klubobmann-Stellvertreterin Abg. Köstinger. „Atomkraft kann nie und nimmer eine taugliche Alternative für mehr Klimaschutz sein.“

Der tschechische Industrieminister Karel Havlicek hatte heute den Ausbau von Temelin angekündigt, um eine Reduktion der Kohlestrom-Produktion in Tschechien zu erzielen. „Der Ausbau des Schrottreaktors in Dukovany ist schon ein Schlag ins Gesicht all jener, die verantwortungsvolle Umweltpolitik betreiben“, so Köstinger. „Mit dem Bau des Reaktors in Dukovany wurde vor Jahrzehnten begonnen, das ist eine Uralt-Technologie, die inakzeptable Risiken bedeutet.“

Die nunmehrigen Ausbaupläne für Temelin seien der nächste Schritt einer fehlgeleiteten Energiepolitik in Tschechien. „Wer ernsthaft behauptet, dass man in Solarenergie nicht investieren kann, weil sonst ‚die Hälfte des Landes mit Solarpaneelen verbaut wird‘, der hat sich sichtlich zu wenig mit Erneuerbaren Energien befasst“, kritisiert Köstinger die Aussagen des tschechischen Ministers. „Österreich geht hier einen anderen Weg. Wir bauen die Erneuerbaren Energien aus und wollen bis 2030 unseren Strom zu 100 Prozent aus nachhaltigen Quellen erzeugen. Erst vor wenigen Wochen haben wir im Nationalrat ein Ausbaupaket mit einem Fördervolumen von 540 Millionen Euro für Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse beschlossen. So geht verantwortungsvolle Umwelt- und Energiepolitik.“

Jetzt brauche es in Österreich einen parteienübergreifenden nationalen Schulterschluss, um sich gegen die tschechischen Ausbaupläne zur Wehr zu setzen. „Wir brauchen in ganz Europa Energiesysteme, die sicher, nachhaltig, innovativ und wettbewerbsfähig sind“, so Köstinger. „Kernenergie erfüllt keines dieser Kriterien.“

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