Gewalt gegen ältere Frauen wird in Diskussion vernachlässigt. Seniorenbund-Präsidentin sieht in Aufstockung des Frauenbudgets und Ausbau der Gewaltprävention wichtige Schritte.

Wien (OTS) Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen und der damit verbundenen Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ fordert Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec, den Kampf gegen Gewalt an Frauen noch stärker fortzusetzen. „Jede Gewalttat ist eine zu viel. Ausnahmezustände wie die Corona-Pandemie können brenzlige Situationen noch verstärken. Auch wenn wir bisher noch keinen signifikanten Anstieg der häuslichen Gewalt verzeichnen, müssen wir unsere Anstrengungen noch intensivieren“, betont Korosec angesichts hoher Dunkelziffern bei häuslicher Gewalt.

Ältere Frauen würden bei Debatten um Gewalt oft außen vorgelassen, ärgert sich Korosec. „Gewalt darf in keinem Alter akzeptiert werden. Und gerade Gewalt gegen ältere Menschen wird gerne tabuisiert und in den Debatten zur Seite geschoben. Hier leiden besonders Frauen unter körperlicher und insbesondere psychischer Gewalt und sozialer Isolation, oft durch die eigenen Partner. Auch angesichts der Corona-Pandemie ist das brandgefährlich!“, warnt sie.

Ingrid Korosec fordert nicht nur einen Ausbau des Gewaltschutzes, sondern verstärkte Präventionsarbeit mit dem Fokus auf ältere Menschen. „Die erneute Aufstockung des Frauenbudgets durch die Bundesregierung und der konsequente Ausbau von Gewaltprävention, Opferschutz und Prozessbegleitung sind wichtige Schritte. Besonders ältere Frauen müssen aber stärker darüber aufgeklärt werden, dass sie Gewalt nicht einfach hinzunehmen haben“, mahnt Korosec abschließend.

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