Statt zwei sind nun drei kostenlose Gesprächseinheiten möglich

Wien (OTS) Nahezu eine Million Menschen sind auf irgendeine Art und Weise in die häusliche Pflege und Betreuung eines Familienmitglieds involviert. Pflegende Angehörige sind vielfältigen zeitlichen, physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Dazu zählen Überforderung, Ängste und soziale Isolation. Rund 73% der überwiegend weiblichen pflegenden Angehörigen sind psychisch belastet. Diese Situation wird durch die COVID-19 Pandemie zusätzlich verstärkt. Daher bietet das Sozialministerium seit 2016 österreichweit „Das Angehörigengespräch“ bei psychischer Belastung an. Ziel der Maßnahme ist die Erhaltung bzw. Förderung der Gesundheit, Verbesserung der Lebensqualität der pflegenden Angehörigen sowie die Eröffnung neuer Perspektiven. Im Zuge des vertraulichen Gesprächs werden individuelle Ressourcen analysiert und Handlungsoptionen identifiziert.

„Pflegende Angehörige sind das ‚Rückgrat‘ der häuslichen Versorgung hilfebedürftiger Menschen und benötigen daher eine besondere Unterstützung, wobei diese Aufgabe als ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag zu verstehen ist“, betont Sozialminister Rudi Anschober.

Auf Grund der aktuellen Situation und um die Nachhaltigkeit des Angebots zu steigern, können seit heuer bis zu drei – statt bisher zwei – Gesprächseinheiten kostenlos in Anspruch genommen werden.

Bundesweit sind derzeit rund 85 Personen aus dem Bereich der Psychologie und der Sozialarbeit im Einsatz. Diese Möglichkeit zur Aussprache kann zuhause, an einem anderen Ort, z.B. in einer Beratungsstelle oder einem öffentlichen Lokal, bzw. telefonisch erfolgen. Die Kosten für das Angehörigengespräch werden gänzlich vom Sozialministerium getragen.

So können tägliche Belastungen besser bewältigt bzw. reduziert und mehr Lebensqualität gewonnen werden. Anschober bekräftigt: Oft sind es nur Kleinigkeiten, deren Veränderung aber eine große Entlastung erzielen können.“

Angehörige von Bezieherinnen und Beziehern eines Pflegegeldes können das Angehörigengespräch beim Kompetenzzentrum Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege telefonisch unter 050 808 2087 oder per E-Mail an angehoerigengespraech@svqspg.at anfordern. Nähere Informationen zum Angehörigengespräch sowie allgemein rund um das Thema Pflege unter: https://www.sozialministerium.at/Themen/Pflege

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Adrian Hinterreither, Bakk
Pressereferent
+43-1-71100-862480
pressesprecher@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at

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