Danach Diskussion zum Thema „Jesus – eine Zumutung“

Wien (OTS) In diesen Tagen ist er wieder anzutreffen, der Mann in Rot mit weißem Bart: der Heilige Nikolaus – oder Santa Claus, wie er in englischsprachigen Ländern genannt wird. Ein freundlicher, älterer Herr, der den Kindern Geschenke bringt. „kreuz und quer“ – präsentiert von Doris Appel – zeigt am Dienstag, dem 29. November 2016, um 22.35 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Nikolaus – Karriere eines Superheiligen“, in der sich der deutsche Filmemacher Martin Papirowski auf die Suche nach der historischen Wahrheit hinter dem beliebten Gabenbringer begibt, der es im 20. Jahrhundert als Werbebotschafter für eine braune Limonade zu ungeahnter Popularität gebracht hat.
Um 23.20 Uhr folgt eine „kreuz und quer“-Diskussion zum Thema „Jesus – eine Zumutung“.

„Nikolaus – Karriere eines Superheiligen“ – Ein Film von Martin Papirowski

Tatsächlich gab es im 4. Jahrhundert in der kleinasiatischen Stadt Myra, heute Demre, einen Bischof namens Nikolaus. Über sein Leben ist kaum etwas bekannt, dafür ranken sich unzählige fromme Legenden um sein Wirken. So soll er bereits als Kleinkind so fromm gewesen sein, dass er immer wieder freiwillig auf die Muttermilch verzichtete und fastete. Als Erwachsener soll sich der Bischof durch seine Mildtätigkeit ausgezeichnet haben. Legendär ist die Geschichte von den drei heiratsfähigen Töchtern, denen er anonym die für die Hochzeit nötige Mitgift geschenkt haben soll. Das trug wesentlich zu seinem Ruf als Beschützer und Wohltäter der Kinder bei.

Weil über das Leben des Bischofs von Myra so wenig bekannt ist, hat ein byzantinischer Geschichtenschreiber namens Symeon Metaphrastes im 10. Jahrhundert eine Biografie verfasst, eine Hagiografie, auf Deutsch: eine Heiligenlegende, die die Lebensdaten verschiedener Personen miteinander kombiniert. In der Zeit der frühen Christen wird Nikolaus auch zum Schutzpatron der Seefahrer, weil er ein Schiff vor der lykischen Küste auf wunderbare Weise aus Seenot gerettet haben soll. Mit niederländischen Handelsschiffen ist der Schutzheilige wohl auch in die Neue Welt gekommen – und in Amerika ist er zu ungeahnter Popularität aufgestiegen. Als Sinterklaas tröstet er die meist bittere Not leidenden Einwanderer aus der Alten Welt und bringt ein wenig Wärme in ihr karges Dasein. Als Gabenbringer für die Soldaten tritt er im amerikanischen Bürgerkrieg in Erscheinung. Zu Weltruhm schafft er es, als eine braune Limonade einen Werbeträger sucht. Als pausbäckiger Mann in Rot mit schwarzen Stiefeln ist er – am Ende seiner Metamorphose vom Bischof Nikolaus zum Weihnachtsmann – ein Symbol für Weihnachten auf amerikanische Art geworden.

„kreuz und quer“-Diskussion zum Thema „Jesus – eine Zumutung“

Wie kann es sein, dass ein Mensch – ein Kind, in einem Viehstall geboren – als „Retter der Welt“ proklamiert wird? Wer war Jesus von Nazareth historisch – und kann der christliche Glaube an die „Menschwerdung Gottes“ heutigen Zeitgenossen noch plausibel sein? Wie kann Gott, so man an ihn glaubt, überhaupt etwas „werden“? Darüber diskutieren der Philosoph Peter Strasser (Graz), die katholische Theologin Margareta Gruber (Vallendar bei Koblenz), der Kulturwissenschafter und Philosoph Thomas Macho (Wien) und der evangelisch-reformierte Theologe Ulrich Körtner (Wien). Die Diskussion leitet Günter Kaindlstorfer.

Die Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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