SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin fordert mehr Mitsprachemöglichkeiten und ernsthafte Kinder- und Jugendpolitik losgelöst von Familienagenden

Wien (OTS/SK) „Wir haben es erstmals in der Geschichte des Parlaments geschafft, einen eigenen Ausschuss für Kinder- und Jugendpolitik einzuführen – ein unfassbar wichtiger Schritt! Dieser muss jetzt aber auch in Anbetracht der Wahlen erhalten werden“, fordert Katharina Kucharowits, die seit vier Jahren als SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin im Parlament aktiv ist, anlässlich des morgigen Internationalen Tags der Jugend. In diese Zeit fällt auch die erstmalige Einsetzung des Unterausschusses für Kinderrechte-Monitoring und Jugendpartizipation, die gemeinsam mit den JugendsprecherInnen aller Parteien erreicht werden konnte. **** 

Kucharowits verweist auch darauf, dass die Kinder- und Jugendagenden bis heute im Familienressort von Ministerin Karmasin untergebracht sind und dort eher ein Schattendasein fristen. “Kinder- und Jugendpolitik geht über Kinderbetreuung hinaus. Recht viel mehr habe ich von der Ministerin aber in den letzten Jahren nicht gehört. Kinder- und Jugendpolitik ist eine Querschnittmaterie und muss die Interessen der Kinder – Partizipation, Kinderrechte, Kinder- und Jugendgerechte Bildungsangebote und dergleichen mehr – in den Mittelpunkt stellen. Ich fordere daher eine ehrliche und ernsthaft gemeinte Politik von Seiten der zuständigen Ministerin – ob heute oder künftig – für Kinder und Jugendliche, losgelöst von Familienagenden!“, erklärt die Abgeordnete. 

Abseits davon sieht Kucharowits aber auch noch andere „Baustellen”, die im Bereich von Kindern und Jugendlichen anstehen. Dabei nennt sie einerseits die Kinderrechte, die in Österreich bis heute nicht für alle Kinder gleichermaßen eingehalten werden, andererseits fehlende Mitsprachemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in allen Lebensbereichen oder die Problematik eines zersplitterten Kinder- und Jugendwesens durch den Föderalismus. „Wir brauchen, egal ob am Neusiedler- oder am Bodensee, dieselben Voraussetzungen für alle Kinder. Ob beim Thema Kindergarten, Schule oder Freizeit. Ebenso kann kein Mensch mehr verstehen, wieso ein Kind in Tirol andere Voraussetzungen in der Kinder- und Jugendhilfe vorfindet als in Niederösterreich. Und niemand braucht neun verschiedene Jugendschutzgesetze. Das muss ein Ende haben. Kinder und Jugendliche sind kein Spielball föderalistischer Ideen, sondern gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft. Schaffen wir die besten Möglichkeiten für alle Kinder und Jugendlichen und nehmen wir sie auf diesem Weg mit!“, fordert Kucharowits. ​​(Schluss) ah/sc

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