Kunstschaffende betonen die Notwendigkeit der Reform des Urheberrechts bei Treffen mit Mitgliedern des EU-Parlaments in Straßburg

Die Zukunft der Kreativen steht auf dem Spiel. Im digitalen Zeitalter bieten Online-Plattformen zahlreiche Möglichkeiten für Kreativschaffende und wir möchten, dass User unsere Werke nutzen können. Die großen Plattformen, die mit unserem geistigen Eigentum viel Geld verdienen, sollen uns dafür auch fair bezahlen.

Cesár Sampson, Komponist, Sänger und Songwriter

Ohne angemessene Vergütung ist es für Kunstschaffende auf Dauer nicht möglich, weiterhin kreativ tätig zu sein. Dies würde zu einer verkürzenden Einengung auf bestimmte Repertoires und dem Verschwinden von alternativer und avantgardistischer Kunst führen. Wenn aber kulturelle Vielfalt gewünscht ist, dann ist es unbedingt erforderlich, sich für das geistige Eigentum stark zu machen!

Gernot Graninger, Generaldirektor AKM

Wien/Straßburg (OTS) Kurz vor dem letzten Trilog-Meeting unter österreichischem Ratsvorsitz versammelten sich zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende aus ganz Europa in Straßburg, um nochmals auf die Dringlichkeit der Novelle des Urheberrechts hinzuweisen: Bestehende Gesetzeslücken für große Online-Plattformen müssen dringend geschlossen und ein faire Vergütung der Online-Nutzung ihrer Werke sichergestellt werden. EU-Parlamentarier sind aufgefordert, sich nicht dem Druck der internationalen Technologie-Giganten zu beugen, die ihre eigenen Wirtschaftsinteressen verfolgen, sondern die Interessen der Bevölkerung zu wahren.

Aus Österreich waren die Komponisten und Songwriter Cesár Sampson und John Arman auf Einladung der AKM vertreten. Im persönlichen Gespräch mit Vertretern des Europäischen Parlaments machten sie ihre Position klar: „Die Zukunft der Kreativen steht auf dem Spiel. Im digitalen Zeitalter bieten Online-Plattformen zahlreiche Möglichkeiten für Kreativschaffende und wir möchten, dass User unsere Werke nutzen können. Die großen Plattformen, die mit unserem geistigen Eigentum viel Geld verdienen, sollen uns dafür auch fair bezahlen.“, so Cesár Sampson stellvertretend für tausende Kreative aus Österreich.

EU-BürgerInnen unterstützen Gesetzgebung zum Schutz der Kunstschaffenden

Die Kunstschaffenden sind die Kronjuwelen Europas und wir müssen sie schützen, das behauptete der Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage* in jenen europäischen Ländern, wo die Richtlinie besonders heiß umkämpft ist, unterstützen 87% der Befragten eine Gesetzgebung zum Schutz der Kunstschaffenden. 60% der Befragten sind der Meinung, dass Online-Plattformen Kreativschaffende nicht fair für die Nutzung ihrer Werke vergüten. Ein klares Mandat an die Abgeordneten im EU-Parlament, für die Novelle der Urheberrechts-Richtlinie zu stimmen und so europäische Kultur und Arbeitsplätze zu sichern. Denn zwei von drei EU-BürgerInnen glauben, dass Technologie-Giganten mehr Macht haben als die Europäische Union.

Angemessene Vergütung sichert kulturelle Vielfalt

Als Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger vertritt die AKM aktiv die Interessen ihrer Mitglieder und sieht die kulturelle Vielfalt in Gefahr: „Ohne angemessene Vergütung ist es für Kunstschaffende auf Dauer nicht möglich, weiterhin kreativ tätig zu sein. Dies würde zu einer verkürzenden Einengung auf bestimmte Repertoires und dem Verschwinden von alternativer und avantgardistischer Kunst führen. Wenn aber kulturelle Vielfalt gewünscht ist, dann ist es unbedingt erforderlich, sich für das geistige Eigentum stark zu machen!“ appelliert AKM Generaldirektor Gernot Graninger an die Abgeordneten im EU-Parlament.

*Online-Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Harris Interactive in Spanien, Italien, Deutschland, Polen, Tschechische Republik, Rumänien, Griechenland und Frankreich. Auftraggeber: Europe for Creators, August 2018.

Rückfragen & Kontakt:

AKM Autoren, Komponisten und Musikverleger reg. Gen.m.b.H.
Susanne Lontzen
Leiterin Mitglieder & Kommunikation
+43(0)50717-19110
susanne.lontzen@akm.at
http://www.akm.at

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