Danach: Porträt „Orte der Kindheit“ und Spielfilm „Dolmetscher“ zum 75. Geburtstag von Peter Simonischek

Wien (OTS) Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMontag“ am 2. August 2021, um 22.30 Uhr in ORF 2 befasst sich u. a. mit dem Kult um die Romane und Verfilmungen von Rita Falks erfolgreicher Krimireihe rund um den niederbayerischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer, dessen jüngster Fall „Kaiserschmarrndrama“ Anfang August in die heimischen Kinos kommt. Dazu ist Schauspieler Simon Schwarz live zu Gast. Weiters widmet sich die Sendung u. a. der kulturellen wie architektonischen Renaissance von Bad Gastein und blickt auf das Romandebüt von Dramatiker Ferdinand Schmalz, der ebenfalls live im Studio zu Gast ist. Anschließend an das Magazin stehen anlässlich des 75. Geburtstags von Peter Simonischek ein Porträt der Reihe „Orte der Kindheit“ (23.30 Uhr) sowie die preisgekrönte Tragikomödie „Dolmetscher“ (0.00 Uhr), die als „Bester fremdsprachiger Film“ in der Oscar-Vorauswahl 2019 war, auf dem Programm.

„Kaiserschmarrndrama“– Kinostart für neuen Eberhofer-Fall der Kultkrimis von Rita Falk

Es ist eine höchst skurrile, von schrulligen Figuren bevölkerte Welt, die Rita Falk seit 2013 mit ihren Krimi-Bestsellern rund um den niederbayerischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer geschaffen hat. Auch im Kino zieht die niederkaltenkirchnerische Community mit ihren trockenen wie schrillen Pointen ein Millionenpublikum in den Bann. Bayerisch-lakonisch wie zu den besten Zeiten von Helmut Dietl kommt nun mit „Kaiserschmarrndrama“ die bereits siebente Verfilmung der Erfolgsreihe auf die Leinwand. Mit einem bayerisch-österreichischen Ensemble gelingt es Regisseur Ed Herzog, den Duktus der Falk‘schen Romanvorlagen in die Filmwelt zu transponieren. Er inszeniert höchst amüsante Kriminalstücke aus der bayerischen Provinz, denen dennoch nicht der schale Geschmack des Provinziellen anhaftet. Als kongeniales Ermittlerteam agieren wieder Sebastian Bezzel in der Rolle des Eberhofers und Simon Schwarz als dessen Ex-Kollege Rudi Birkenberger, der im neuen Fall im Rollstuhl sitzt und dem Eberhofer dafür die Schuld gibt. Simon Schwarz ist live zu Gast im Studio.

Renaissance für ehemaliges „Monaco der Alpen“ – Bad Gastein

Hotspot der High Society, elitäre Sommerfrische für Adel und Haut volée – all das war Bad Gastein zur Jahrhundertwende. In den 1980er Jahren wurde es gänzlich still um die Salzburger Gemeinde – die veraltete Substanz der Architekturen, der Kurgeist waren nicht mehr zeitgemäß. Nicht umsonst diente ihr morbides Klima als Kulisse für David Schalkos kurios-komischen Roman „Bad Regina“. Mittlerweile ist wieder Bewegung in das Gasteinertal gekommen, das durch die Revitalisierung berühmter „Belle Époque“-Häuser sowie spannende Kunstprojekte auf sich aufmerksam macht. Beim „sommer.frische.kunst“-Festival in Bad Gastein stellt der neue „Jedermann“ Lars Eidinger sein fotografisches Talent unter Beweis und der einstige „Jedermann“-„Einspringer“ Philipp Hochmair gibt hier seine spezielle Version von Schillers „Werther“ zum Besten.

Schauergeschichten vom steirischen Showman – Ferdinand Schmalz‘ Romandebüt

Dramatiker Ferdinand Schmalz legt mit „Mein Lieblingstier heißt Winter“ seinen kauzig-komischen wie raffinierten Debütroman vor. Darin begibt sich der 36-jährige Steirer und Bachmann-Preisträger von 2017, der mit bürgerlichem Namen Matthias Schweiger heißt, auf eine abgründige Tour quer durch die österreichische Gesellschaft. Wie bei seinen unkonventionellen Stücken hält er sich darin konsequent an die bevorzugte Kleinschreibung und besticht mit Skurrilität, Intelligenz und großem Sprachwitz. Mit einem Auszug daraus, der die philosophische Frage behandelt, ob von einem natürlichen Tod die Rede sein könne oder ob der Tod nicht per se ein gegen den Menschen gerichteter Gewaltakt sei, hat der Autor mit dem markanten Schnauzer und stets viel zu kleiner Kopfbedeckung den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Ferdinand Schmalz ist live zu Gast im Studio.

Dokumentation „Orte der Kindheit – Peter Simonischek“ (23.30 Uhr)

Seine Kindheit verbrachte er im oststeirischen Markt Hartmannsdorf, die Mittelschulzeit im Internat in Sankt Paul im Lavanttal, wo er mehrfach im Schülertheater auftrat. Nach der Schule sollte Peter Simonischek – wie der Vater – Dentist werden. Heimlich meldete er sich an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz zur Schauspielausbildung an. Heute gehört er zu den Großen des deutschen Sprechtheaters und ist durch zahlreiche TV- und Filmauftritte einem breiten Publikum bekannt. Mit Peter Schneeberger begibt sich der charismatische Künstler auf Spurensuche und erinnert sich an seine Kindheit: seine Zeit als Ministrant, die Wanderungen mit dem Vater und die Sommerferien bei den Großtanten in Slowenien. Die Dokumentation gestaltete Ute Gebhardt.

„Dolmetscher“ (0.00 Uhr)

Im Rahmen der Berlinale 2018 uraufgeführt und als „Bester fremdsprachiger Film“ in der Vorauswahl für Nominierungen der Academy Awards 2019: Jubilar Peter Simonischek und Oscar-Preisträger Jiří Menzel begeben sich in Martin Šulíks – vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanziertem – Roadmovie auf die Spuren der NS-Vergangenheit.
Nach einer überraschenden Entdeckung beschließt der 80-jährige Ali Ungár (Menzel) nach Wien zu reisen, um den mutmaßlichen Mörder seiner Eltern zur Rede zu stellen. Statt diesem findet er jedoch nur dessen Sohn, Georg Graubner (Simonischek), vor. Obwohl Georg sich sein Leben lang nicht mit seinem Vater oder dessen Vergangenheit beschäftigen wollte, weckt Ali doch sein Interesse, und die beiden begeben sich auf Spurensuche in die Slowakei. Was sie dabei über das Land, die Geschichte und sich selbst herausfinden, bringt die Männer, die absolut nichts gemeinsam zu haben scheinen, nicht nur einander sondern auch sich selbst näher.

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