Außerdem: Doku „CineKino – Belgien“.

Wien (OTS) Im „kulturMontag“ mit Clarissa Stadler am 2. Juli 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2 stehen James Bond, Hubert von Goisern, Veronica Kaup-Hasler und Leon Botstein im Mittelpunkt: Mit „007 Elements“ wird im Tiroler Ötztal am 12. Juli die erste James-Bond-Erlebniswelt eröffnet. Hubert von Goisern setzt sich als Leitfigur der Initiative „Komm, wir singen!“ für mehr Gesang im Unterricht ein. Mit Peter Schneeberger spricht die neue Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler über Baustellen, Problemfelder und „wildes Denken“. Und Dirigent Leon Botstein startet diesen Sommer mit „Campus Grafenegg“, einem innovativen Experiment für junge Musikerinnen und Musiker. Anschließend an das Magazin steht mit „CineKino – Belgien“ um 23.30 Uhr eine neuer Film der international produzierten Doku-Reihe auf dem Programm. Matthias Luthardt und Laurent Heynemann präsentieren Höhepunkte, Schlüsselszenen und filmische Kostbarkeiten aus Belgien.

Bond am Berg

Ob Sean Connery, Roger Moore oder Daniel Craig – seit mehr als 50 Jahren hält der Filmheld James Bond die Kinowelt in Atem. In schwindelnden Höhen, auf dem Gaislachkogl im Tiroler Ötztal, ist der wohl berühmteste Geheimagent Großbritanniens im letzten Film „Spectre“ auf Verbrecherjagd gegangen. Packende Actionszenen auf eisigen 3.050 Metern Seehöhe hoch über Sölden sind dabei entstanden. Genau an diesem Ort wird jetzt die erste und einzige James-Bond-Erlebniswelt „007 Elements“ präsentiert. Der Innsbrucker Architekt Johann Obermoser hat den kühlen unterirdischen Bau aus Beton, Stahl und Glas im Hochgebirge errichtet, der am 12. Juli feierlich eröffnet wird. Wie durch einen Gewehrlauf taucht der Besucher in das spektakuläre Museum ein, typische Filmsequenzen und Sounds füllen den Raum. Das zweistellige Millionenprojekt wurde von den Bergbahn Sölden, EON Productions und den Metro-Goldwyn-Mayer-Studios finanziert.

Hubert von Goisern auf der Suche nach neuem Liedgut

„Hoch auf dem gelben Wagen“, „Das Heideröslein“ oder „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“. Wohl kaum einer, der in den 1960er Jahren in die Schule gegangen ist, hatte das kleine rote Büchlein „Komm sing mit“ nicht in der Schultasche. 1962 ist es entstanden und hat sich im Laufe der Zeit ins kollektive Gedächtnis von Herrn und Frau Österreicher eingeprägt. Geht es nach Alpenrocker Huber von Goisern, ist das Singen Herzensbildung, ansteckend und schafft Vertrauen. Als Leitfigur der neuen Initiative „Komm, wir singen!“ des österreichischen Volksliedwerks stellt er sich in den Dienst der Sache und begibt sich quer durch Österreichs Schulen auf die Suche nach neuem Liedgut. Dass dieses im 21. Jahrhundert nicht mehr so aussehen wird wie Anfang der sechziger Jahre, liegt auf der Hand. Deshalb sind englischsprachige Lieder in der Sammlung ebenso willkommen wie Popsongs – aber eben auch Volkslieder, wie sie seit Generationen im Umlauf sind und gesungen werden, ob in der Familie oder auf der Berghütte. Das Interesse am Musikunterricht seines Sohnes führte den Musiker zum Lehrer, der sich mit „Die wollen nicht singen“ dafür entschuldigte, dass es kein gemeinsames Singen im Angebot gab. Hubert von Goisern nahm die Herausforderung an und unterrichtete ein Jahr lang in seinem Sinne.

Die neuen Wege der Veronica Kaup-Hasler

Als Quereinsteigerin, mit der eigentlich keiner gerechnet hatte, bringt Veronica Kaup-Hasler frischen Wind in die Wiener Kultur-Szene. Die in Deutschland geborene Dramaturgin und langjährige Chefin vom „steirischen herbst“ sieht ihre neue Funktion als Wiener Kulturstadträtin als Chance, brennende Themen neu zu denken. Seit rund eineinhalb Monaten erst im Amt, geht es bei Veronica Kaup-Hasler dennoch schon Schlag auf Schlag. Der erste Paukenschlag war der einvernehmliche Rücktritt von Festwochen-Intendant Tomas Zierhofer-Kin. Nur ein paar Tage später präsentierte die bald 50-Jährige mit dem Belgier Christophe Slagmuylder den neuen Festwochen-Chef, zumindest als Interimslösung für das kommende Jahr. Die Ausschreibung soll zeitnah erfolgen. Doch das ist nicht die einzige Baustelle der neuen Herrin über ein Budget von 280 Millionen Euro. Auch für das Wiener Volkstheater muss sie eine neue Leitung finden. Denn Anna Badora hat soeben freiwillig ihren Rückzug nach 2020 angekündigt, nachdem ihre Programmierung umstritten ist und die Auslastungszahlen in den Keller rasseln. Dem nicht genug: Auch für die Wiener Kunsthalle braucht Kaup-Hasler einen Nachfolger für Nicolaus Schafhausen, der Wien vorzeitig Anfang 2019 verlassen wird. Wohin soll Wiens Kulturpolitik? Veronica Kaup-Hasler über Baustellen, Problemfelder und „wildes Denken“ im Gespräch mit Peter Schneeberger.

Leon Botstein und der neue „Campus Grafenegg“

Leon Botstein, der US-amerikanische Dirigent und Musiker mit Schweizer Wurzeln. Der 71-Jährige ist ein Mann mit vielen Interessen und Posten: Chefdirigent des American Symphony Orchestra, Ehrendirigent des Jerusalem Symphony Orchestra und Präsident des Bard College. Diesen Sommer startet er mit dem „Campus Grafenegg“ ein innovatives Experiment für junge Musikerinnen und Musiker, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Ziel des neuen Förderprogramms ist es, Talente zu fördern, Neues zu wagen und Visionen zu erproben. Ein interdisziplinärer Austausch schwebt Botstein vor, in dem auch das Berufsbild von Musikerinnen und Musikern weiterentwickelt werden soll. Mit dem „European Union Youth Orchestra“ wurde eine dreijährige Partnerschaft geschlossen – Grafenegg wird dem Nachwuchsorchester als Sommerresidenz dienen. Jeweils im Juli wird die „Grafenegg Academy“ stattfinden und alljährlich die Leitthemen des Campus vorgeben. Den Anfang macht heuer „Europa 1918/2018 – musikalische Herausforderungen in brüchigen Zeiten“. Leon Botstein und Dennis Russell Davies werden das Academy Orchestra leiten, in dem 80 Musikerinnen und Musiker aus aller Welt spielen werden.

Dokumentation „CineKino – Belgien“ (23.30 Uhr)

Die international produzierte Doku-Reihe „CineKino“ von Matthias Luthardt und Laurent Heynemann präsentiert Höhepunkte, Schlüsselszenen und filmische Kostbarkeiten aus zehn Ländern. Zahlreiche Filmausschnitte, Interviews mit Filmschaffenden über ihre Favoriten und Archivmaterial bieten einen lebendigen Eindruck der Besonderheiten des jeweiligen Filmlandes. Die nächste Folge widmet sich Belgien: Das kleine Land hat sowohl im französischen als auch im flämischen Teil eine lebendige Filmszene. Filme wie „Toto der Held“, „Loft“ oder „Broken Circle Breakdown“ sind über die Grenzen Belgiens bekannt geworden. Die Dardenne-Brüder bringen mit ihren sozialkritischen Arbeiten ein Bild Europas abseits der Glanzlichter auf die Leinwand. Regisseurin Chantal Akerman führt in berührenden Archivaufnahmen durch ihr Brüssel-Porträt „Eine ganze Nacht“. Für Belgien, Land der Comics, darf auch eine Persönlichkeit nicht fehlen:
Tintin, dessen „Tim und Struppi“-Abenteuer mehrfach Filmstoff wurden.

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