Außerdem: Kulturdokumentation „Wiener Nächte – Musik und Melancholie“

Wien (OTS) Der „kulturMontag“ mit Clarissa Stadler am 2. November 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich der der Zukunft des Kulturbetriebs in Österreich, spricht u. a. mit Branchenvertreterinnen und -vertretern über die aktuelle Lage und blickt auf kreative Ideen und Konzepte, mit denen versucht wird, der Krise entgegenzutreten. Außerdem berichtet die Sendung vom Besuch auf der Baustelle des Wiener Volkstheaters. Neo-Direktor Kay Voges, der ab Anfang Jänner die Geschicke des Hauses leiten wird, ist im „kulturMontag“ live zu Gast und spricht über seine Pläne und Visionen für das traditionsreiche Theater. Anschließend an das Magazin steht um 23.15 Uhr die ORF-Dokumentation „Wiener Nächte – Musik und Melancholie“ über die erfolgreiche junge Wiener Musikszene auf dem Programm.

Der verzögerte Kultur-Infarkt – Wie geht es der Kulturbranche?

Europa kämpft massiv mit und gegen Corona. In Nachbarländern wie Italien oder Frankreich wird aufgrund der steigenden Infektionszahlen auch der Kulturbetrieb sukzessive wieder stillgelegt. Von der Oper bis zur Bar – die neuesten Entwicklungen machen das Spielen vor Publikum ab nächster Woche auch in Deutschland nicht mehr möglich. Ebenso steht in Österreich ein zweiter Lockdown im Raum. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio. Wie sieht die derzeitige Situation der Kulturbranche aus, die sich über ein höheres Kulturbudget freuen darf? Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer konnte eine stattliche Erhöhung von rund 30 Millionen durchsetzen. Auch sollen die unterschiedlichen Covid-Hilfsfonds bis Frühjahr 2021 weitergeführt werden. Wie ist die Stimmung im Land und was sagen die Branchenvertreter zur aktuellen Lage?

Clever & Smart – Mit kreativen Ideen gegen die Krise

Ist in Zeiten der Pandemie in Zukunft ein On-Off-Modus der Kulturbetriebe der Normalzustand? Hat der Kulturbetrieb als statischer Ort ausgedient? Rückt ein Ende der kulturellen Partizipation somit in Reichweite und verändert unser Leben? Sind digitale Ausweichmöglichkeiten eine ausreichende Antwort? Nein, sagt Alfred Weidinger, der Chef der OÖ Landes-Kultur GmbH und rührt im Land museal ordentlich um. Neue Formate, Kommunikationswege und visuelle Erscheinungsbilder stehen in den Startlöchern oder wurden beispielsweise mit der Ausstellung „Friends and Friends of Friends“ im Schlossmuseum Linz bereits umgesetzt. Einen modernen Kulturbetrieb zu ermöglichen, auf hohem Niveau, progressiv und eigenverantwortlich, effizient und wenn nötig auch blitzschnell auf aktuelle Herausforderungen nicht nur im Kulturkontext zu reagieren – das ist auch der Anspruch der Wiener Performance-Truppe „Nesterval“. Ihr Mitspieltheater „Der Kreisky-Test“ hat das 2011 gegründete Ensemble Corona-bedingt ins Internet verlegt und somit erstmals eine Online-Produktion konzipiert. Was „Nesterval“ auch prompt heuer einen Nestroy-Preis eingebracht hat. Die neuen Bedingungen für Theater nimmt die Truppe auch für ihre neue Produktion „Goodbye Kreisky – Willkommen im Untergrund“ als Herausforderung an.

Auf der Zielgeraden – Das neue Wiener Volkstheater

131 Jahre ist es alt, das Wiener Volkstheater, das 1889 vom Dichter Ludwig Anzengruber und dem Industriellen Felix Fischer als bürgerliches Gegenstück zum kaiserlichen Hoftheater gegründet wurde. Nur bedingt wurde das Haus von der Pandemie getroffen, wird es doch zurzeit von Grund auf saniert. Ab Anfang Jänner wird Neo-Direktor Kay Voges die Geschicke des Hauses am Arthur-Schnitzler-Platz lenken. Er freut sich auf das „modernste Haus in Wien“, wurde doch gerade in puncto Bühnentechnik sehr viel verändert. Am Montag soll sein erster Spielplan und sein aus 20 Personen bestehendes Ensemble vorgestellt werden. Den „kulturMontag“ hat Kay Voges zu einer Baustellenbegehung eingeladen. Live zu Gast bei Clarissa Stadler erzählt er von seinen ersten Wien-Eindrücken, von seinen inhaltlichen Programm-Ideen und von seinen Visionen, aus dem Haus eine spannende Plattform für darstellende und bildende Kunst, Musik und Politik zu machen.

Dokumentation „Wiener Nächte – Musik und Melancholie“ (23.15 Uhr)

In den vergangenen Jahren erfuhr der Austropop ein fulminantes Revival. Bilderbuch, Wanda, Voodoo Jürgens und einige andere mehr füllen national wie international große Hallen. Die meisten der Protagonistinnen und Protagonisten kennen und schätzen einander noch aus Zeiten, in denen niemand diesen Hype erkennen konnte. Der Film der ORF-Redakteure Dietmar Petschl und Siegfried Steinlechner geht an die Wurzeln, begegnet den Austro-Stars in ihren Biotopen und zeichnet so ein sehr nahes Bild der Menschen, die ihr Wien und ihr Österreich leben. Die Künstlerinnen und Künstler treffen Freunde aus der Szene, erzählen Anekdoten über Wien, ihr Leben und ihre Musik. Klar wird:
Die Wiener Szene ist quicklebendig. Ihr Erfolg ist kein plötzlich entstandener Hype, er ist von Musikern und Musikbegeisterten über viele Jahre mühsam aufgebaut worden. Die neue Wiener Szene ist gekommen, um zu bleiben.

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