Außerdem: Neue Ausgabe des Konzert-Talkformats „Wechselspiele“ mit „Julia Lacherstorfer in St. Corona“

Wien (OTS) Der von Martin Traxl präsentierte „kulturMontag“ am 23. November 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 stellt eine neue kreative Publikumschallenge vor, die unter dem Motto #mein2020 zur künstlerischen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des ausklingenden Corona-Jahres aufruft. Weiters befasst sich die Sendung mit der Ausstellung „Boden für Alle“ im Architekturzentrum Wien und dem Neuen Europäischen Bauhaus, außerdem mit dem Wiederaufleben des Nature-Writing, das die „Europäischen Literaturtage“ zu ihrem diesjährigen Thema machen. Anschließend an das Magazin steht die Premiere des etwas anderen TV-Konzerts „Wechselspiele: Julia Lacherstorfer in St. Corona“ (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Ein Fenster zur Welt – Neue Publikumschallenge #mein2020

Nach der erfolgreichen Initiative #dubistkunst ruft der ORF-„kulturMontag“ eine weitere spannende Publikumschallenge ins Leben. Unter dem Motto #mein2020 sind erneut alle Kunst- und Kulturinteressierten eingeladen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und ihre Ideen, Erinnerungen und Momente zum herausfordernden Corona-Jahr 2020 künstlerisch zu verarbeiten sowie mit dem Rest des Landes und der Welt zu teilen. Ob Songs, Gedicht-Miniaturen, Kurzfilme, Kunstwerke, Fotos, Stand-ups oder Mini-Plays – der Innovation in der Isolation, der Kreativität in der Quarantäne und dem künstlerischen Freiraum im Lockdown sind keine Grenzen gesetzt. Die „kulturMontag“-Redaktion möchte wissen, wie sich das Jahr 2020 für jede und jeden Einzelne/n bisher entwickelt und angefühlt hat. Bis 7. Dezember können die Kunstwerke auf die Plattform #mein2020 geladen werden. Eine prominent besetzte Jury wird die eingereichten Kreationen bewerten. Die besten, erfrischendsten oder erfinderischsten Beiträge werden im „kulturMontag“ am 14. Dezember prämiert und präsentiert.

„Böden für Alle“ – Ausstellung im Architekturzentrum Wien

Bauland oder Grünland? Industriefläche oder Natur pur? Während die Bürger/innen in Vorarlberg vor der Tatsache stehen, dass die Landesgrünzone zunehmend schmilzt und als „Reservefläche für die Industrie“ herhalten muss, bangen die Gemeinden am Neusiedler See wegen alter, aber gültiger Flächenwidmungen um ihre Seeufer und hoffen auf den angekündigten Masterplan der Landesregierung. Wie wichtig die Böden sind, was guter Boden eigentlich bedeutet und was eine kluge Raumplanung leisten kann, das ist Thema der Ausstellung „Böden für alle“ im AZW. Und sie zeigt auch die Bedeutung der Eigenverantwortung aller. Ein Viertel der Grundstücke mit Baulandwidmung in Österreich sind unbebaut. In Deutschland ist Eigentum sozialpflichtig – in Österreich unantastbar. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eine gesamteuropäische Architekturinstitution angekündigt, mit dem Ziel, Wirtschaft, Umwelt, Ästhetik und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen: das Neue Europäische Bauhaus als kulturelles Projekt für Europa. In diese Richtung geht auch die Gründung der Agentur für Baukultur, die in den baukulturellen Leitlinien festgeschrieben ist. Mit dem neuen Baukulturreport werden die Aufgaben und Tätigkeitsgebiete dieser im Bund verankerten Agentur soeben fixiert. Live zu Gast im Studio ist die Kulturwissenschafterin und Direktorin des AZW Angelika Fitz.

Mehr Wildnis – Zurück zur Natur, auch in der Literatur

Natur steht aktuell als Sehnsuchtsort hoch im Kurs, hat uns doch die Corona-Krise mit all den Ausgangsbeschränkungen und Verboten ihre Bedeutung als Ort von Ausgleich und Erholung schmerzlich ins Bewusstsein gerufen. Was macht diesen neuen Reiz der Natur aus? Dieser Frage gehen die „Europäischen Literaturtage“ unter dem Motto „Mehr Wildnis“ in Krems an der Donau nach, die Lockdown-bedingt als Gratis-Stream stattfinden. Die Natur boomt, Tierdokumentationen werden zum Publikumsrenner, und auch in der Literatur sorgt das Nature-Writing mit Titeln über Tiere, Landschaften und Pflanzen seit einigen Jahren für Verkaufserfolge. Was hat es mit dieser neuen Romantik auf sich? Gibt es die „Wildnis“, diesen unberührten und unkontrollierten Flecken Natur, heute überhaupt noch? Eingeladen wurden zeitgenössische Autorinnen und Autoren, die an die letzten möglichst „jungfräulichen“ Orte fahren und Bücher über sie schreiben. Was hinter dem Wiederaufleben des Nature-Writing steckt, das sehr stark im 19. Jahrhundert praktiziert wurde, erzählen die sogenannten Wildnisgeher: Robert Menasse, die schottische Schriftstellerin A. L. Kennedy und die deutsche Autorin Jana Volkmann, die in ihrem Roman „Auwald“ in der Tat in die Wildnis abtaucht.

„Wechselspiele: Julia Lacherstorfer in St. Corona“ (23.15 Uhr)

Schon von Kindheitsbeinen an wurde die oberösterreichische Musikerin, Komponistin und Intendantin Julia Lacherstorfer von den vielfältigsten Musikerfahrungen geprägt – von den volksmusikalisch aktiven Eltern und Großeltern, dem Erleben verschiedenster (internationaler) Musikgruppen, der schier unerschöpflichen Plattensammlung des Vaters und den Geräuschkulissen des Alltags. Bis heute schöpft Lacherstorfer, die früh die Geige als bevorzugtes Instrument erkannte, daraus Kraft und Inspiration für ihr musikalisches Schaffen. Während ihres Studiums gründete sie die – mittlerweile preisgekrönten – Ensembles „Alma“ und „Ramsch und Rosen“, mit denen sie die etabliertesten Konzertbühnen und Festivals Österreichs bespielt und auch international konzertiert. 2018 übernahm sie die Intendanz des Festivals wellenklænge in Lunz am See. Für den ORF hat die vielseitige Klangkünstlerin, die aus der heimischen Musikszene längst nicht mehr wegzudenken ist, nun ihre neuesten Werke in einem speziellen Rahmen präsentiert:
Kulturmoderatorin Teresa Vogl fungiert dabei stellvertretend für das Live-Publikum und kommt mit der Künstlerin zwischen den Acts ins Gespräch.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.