Außerdem: Neue Folge „Orte der Kindheit“ mit Fritz Karl

Wien (OTS) Der von Martin Traxl moderierte „kulturMontag“ am 6. August 2018 um 22.25 Uhr in ORF 2 blickt mit einem Festspielschwerpunkt u. a. nach Salzburg und Bregenz. Im Fokus stehen besondere Protagonisten und ihre Kunst, so u. a. der aufsteigende Stern am Opernhimmel, Sonya Yoncheva, die Monteverdis „Poppea“ in Salzburg gibt, oder Regie-Provokateur Frank Castorf, der Knut Hamsuns Debütroman „Hunger“ auf die Perner-Insel bringt. Weiters der kontroverse Regie-Veteran Hans Neuenfels, der sich vielleicht mit seiner Salzburger „Pique Dame“ von der Bühne verabschieden will; Opern-Debütant Karl Markovics, der in Bregenz die Uraufführung „Das Jagdgewehr“ verantwortet, und Weltliterat David Grossman, dessen Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ in Salzburg dramatisiert wird. Außerdem berichtet die Sendung über die Künstlerkolonien am Attersee der Jahrhundertwende.

Anschließend an das Magazin steht eine neue Ausgabe der ORF-Porträtreihe „Orte der Kindheit“ (23.25 Uhr) auf dem Programm, diesmal mit Schauspieler Fritz Karl.

Ausnahmetalent Sonya Yoncheva im Porträt – und in „L’incoronazione di Poppea“ in Salzburg

Als die „neue Callas“ wurde Anna Netrebko seinerzeit als Donna Anna in den Himmel gehoben, jetzt wandelt Sonya Yoncheva auf ihren Spuren und wird prompt als die „neue Netrebko“ gefeiert. Von der Last-Minute-Rollendebütantin entwickelte sich die bulgarische Sopranistin zum neuen Stern am Opernhimmel. Mittlerweile ist sie auf allen großen Bühnen zu Hause, singt zwischen New York und Mailand, zwischen Paris und London und heuer bei den Salzburger Festspielen. Hier feiert sie in der Titelpartie der skrupellosen Aufsteigerin in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ am 12. August in der Inszenierung des belgischen Theatermachers Jan Lauwers Premiere. Im Gespräch mit Martin Traxl auf der Bühne im Haus für Mozart erzählt Sonya Yoncheva von Machtkämpfen im alten Rom, vom Untergang des Reiches und ihren Assoziationen zur Gegenwart.

Zwischen Genie und Landesverrat – Knut Hamsuns „Hunger“ auf der Perner-Insel

Mit seinem Erstlingswerk „Hunger“, der eine teils autobiografische Geschichte rund um den Verfall und Existenzkampf eines namenlosen Journalisten und Autors erzählt, wurde der norwegische Schriftsteller Knut Hamsun einst schlagartig weltberühmt. 1920 wurde er für sein Werk „Segen der Erde“ mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Autor als alter Mann wegen seines Engagements für den Nationalsozialismus vor Gericht gestellt und zu einer Geldstrafe verurteilt. Hochberühmt, aber heftig umstritten starb Knut Hamsun 1952 im Alter von 92 Jahren. Diesen Giganten der Weltliteratur nimmt sich jetzt der deutsche Regie-Provokateur Frank Castorf vor und bringt Hamsuns „Hunger“ am 4. August erstmals auf die Bühne der Perner-Insel. Dem ehemaligen Chef der legendären Berliner Volksbühne geht es darum, dieses Motiv in unsere Überflussgesellschaft zu übersetzen.

Sehnsuchtsort für Sommerfrischler – Die Villen vom Attersee

Mit der eindrucksvollen Bergkulisse und dem türkisblauen Wasser zieht der Attersee wie magisch schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts Dichter, Musiker und Künstler, Bankiers, Ärzte und Industrielle an. Gustav Klimt oder Gustav Mahler, Felix Salten oder Johannes Brahms verbrachten in der idyllischen Landschaft ihre Sommermonate, in teils gemieteten oder gar selbst erbauten Villen. Mit einem Gespür für spannende Schicksale taucht die österreichische Historikerin Marie-Theres Arnbom in die Vergangenheit ein und entdeckt eine Künstlerkolonie, die hier ihre Netzwerke pflegte. Auch heute noch sind die Attersee-Villen ebenso privates Refugium wie touristisches Kapital. Sie erzählen glanzvolle, aber auch tragische Kulturgeschichten aus der Sommerfrische, von schrägen Typen bis zu schwierigen Schicksalen.

Neue Ausgabe „Orte der Kindheit – Fritz Karl“ (23.25 Uhr)

Diesmal begleitet Peter Schneeberger den Schauspieler Fritz Karl an die Orte seiner Kindheit. Aufgewachsen ist der Oberösterreicher, der sich selbst als wildes Kind beschreibt, in Traunkirchen im Salzkammergut, dem Ort, an dem er auch heute mit seiner Familie lebt, und der ihn, wie er sagt, erdet. Wenn er nicht im elterlichen Wirtshaus mithalf, trieb er sich mit seinen Geschwistern in der Natur herum oder ging mit seinem Vater fischen – eine Leidenschaft, die er auch heute noch mit seinen eigenen Kindern pflegt. Auf Empfehlung seiner Volksschullehrerin sang Fritz Karl mit zehn Jahren bei den Sängerknaben vor, wurde gleich aufgenommen und kam nach Wien ins Internat. Im Gespräch mit Peter Schneeberger erzählt der charismatische Künstler, wie er seinen Wunsch, auf der Bühne und vor der Kamera zu stehen – trotz Rauswurf von der Schauspielschule – umsetzte. Das Porträt gestaltete Ute Gebhardt.

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