Außerdem: Neues Porträt „Orte der Kindheit“ mit Gregor Seberg

Wien (OTS) Der „kulturMontag“ am 7. August 2017, um 22.30 Uhr in ORF 2, setzt ein weiteres Mal einen Schwerpunkt zu den Salzburger Festspielen und gibt dabei u. a. einen Ausblick auf die meist erwartete Produktion dieser Saison: Verdis „Aida“ mit Anna Netrebkos Rollendebüt als äthiopische Königstocher – dazu die „Diva assoluta“ im Exklusivinterview. Weiters liefert die von Clarissa Stadler präsentierte Sendung eine Bestandsaufnahme der vor einem Jahr erfolgten umstrittenen Reorganisation der Österreichischen Bundesgärten und berichtet über ein progressives Cannabis-Projekt des Staates Uruguay, das internationale Aufmerksamkeit auf sich zieht. Anschließend an das Magazin steht eine neue Ausgabe der ORF-Dokureihe „Orte der Kindheit“, diesmal mit Gregor Seberg, auf dem Programm.

Mit Spannung erwartet – Verdis Ägyptendrama „Aida“ in außergewöhnlicher Besetzung

Aus ihrer neuen „Aida“ mit einem außergewöhnlich hochkarätigen Leading-Team machen die Salzburger Festspiele ein gut gehütetes Geheimnis. Pultstar Riccardo Muti dirigiert die Wiener Philharmoniker, Anna Netrebko singt erstmals die Titelpartie und die gefeierte iranische Fotografin und Filmregisseurin Shirin Neshat wird mit Giuseppe Verdis Meisterwerk im Großen Festspielhaus zum ersten Mal eine Oper inszenieren. Muti kündigt eine „Aida“ ganz ohne Bombast an, auch szenisch setzen die Festspiele auf Reduktion. Hinter den Kulissen hat die Produktion für jede Menge Konflikte gesorgt, im ausführlichen „kulturMontag“-Interview spricht Anna Netrebko von „Skandalen“, die die Arbeit geprägt hätten. „Jeden Tag passiert etwas, und ich denke mir: Oh mein Gott! Aber wir sind ganz gut unterwegs. Ich arbeite hart, weil es eine neue und eine große Rolle ist“, sagt Netrebko. Der „kulturMontag“ berichtet von der mit Spannung erwarteten Premiere. Zu Wort kommen neben Anna Netrebko Dirigent Riccardo Muti, Tenor Francesco Meli (Radames) sowie sein Kollege und Netrebko-Ehemann Yusif Eyvazov, der in zwei Aufführungen als Radames (an der Seite von Vittoria Yeo) zu erleben sein wird. Der ORF überträgt die Neuinszenierung am 12. August live-zeitversetzt um 20.15 Uhr in ORF 2 (um 19.30 Uhr in Ö1).

Gartendebatten – wie es um die reorganisierten Bundesgärten der Republik steht

Österreichs imperiale Gemäuer und deren Gartenanlagen, zu denen Schönbrunn, Belvedere, Augarten, Burggarten, Volksgarten sowie in Innsbruck der Hofgarten und der Schlosspark Ambras zählen, wurden 2016 reorganisiert. Wie sieht die Situation ein Jahr nach der umstrittenen Neuordnung aus? Was ist seither passiert? Können die denkmalgeschützten Gärten ausreichend gepflegt werden, oder fehlt es wie so oft an Personal und Budget? Der „kulturMontag“ geht diesen Fragen nach, gewährt seltene Einblicke in die nicht öffentlichen Botanischen Sammlungen und thematisiert auch, wie es um den unter UNESCO-Welterbe-Schutz stehenden Botanischen Garten bestellt ist. Der Tiergarten Schönbrunn möchte diesen 250 Jahre alten Teil des Schlossparks unter seine Fittiche nehmen, was zahlreiche Kritiker auf den Plan ruft.

Free Weed in Uruguay – außergewöhnliches staatliches Experiment pro „Cannabiskultur“

Seit dem 19. Juli darf jede Bewohnerin und jeder Bewohner Uruguays bis zu 40 Gramm „staatliches“ Marihuana als Genussmittel in Apotheken kaufen. Touristen ist dies untersagt. Die Regierung will durch dieses Experiment den Drogenmissbrauch und -handel, den bisher kriminelle Banden organisierten, unter Kontrolle bringen. Der Staat beauftragt zwei Firmen mit dem Cannabis-Anbau und wird so selbst zum Produzenten und „Dealer“. Zugleich wird die Bevölkerung über Wirkung und Nebenwirkungen von Marihuana ausgiebig informiert. Anstatt das Thema „Drogen“ zu tabuisieren, reden die Uruguayer heute sehr offen darüber. Der „kulturMontag berichtet über das kleine südamerikanische Land, das schon eine lange Tradition als progressiver Vorreiter in der Verteidigung und Regulierung von Bürgerrechten hat.

Neues Filmporträt: „Orte der Kindheit – Gregor Seberg“ (23.30 Uhr)

Diesmal begleitet Peter Schneeberger den Schauspieler, Kabarettisten und Autor Gregor Seberg („Soko Donau“) an die Orte seiner Kindheit nach Graz und Wien.
Seine ersten Lebensjahre verbrachte der gebürtige Steirer in der Triestersiedlung – einem etwas ruppigen Viertel von Graz, wo er bei seinen Großeltern aufwuchs. Er war ein kränkliches, blasses Kind, aus dem – der Kinderärztin zufolge – wohl nie was werden würde. Doch zugleich war er ein Dauerwiderständler, der mit den anderen Kindern aus der Siedlung um die Häuser zog, Fußball spielte und die Gegend unsicher machte. Sein großes Interesse galt der Natur, die er schon als Kind erforschte. Vor allem Spinnen hatten es dem kleinen Buben angetan, und so bastelte er – zum Missfallen der Großmutter – provisorische Terrarien für seine achtbeinigen Forschungsobjekte. Mit 14 Jahren erfolgte der etwas unfreiwillige Umzug nach Wien und mit der Pubertät wurde nicht nur das Interesse am anderen Geschlecht, sondern auch seine Liebe zur Lyrik und Literatur geweckt.
Warum aus Gregor Seberg doch kein Naturforscher wurde und wieso er seine Schauspiel-Leidenschaft, die er im Schultheater entdeckte, zum Beruf machte, erzählt er Peter Schneeberger auf der gemeinsamen Spurensuche. Den Film gestaltete Ute Gebhardt.

Der „kulturMontag“ wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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