Außerdem: neue „CineKino“-Ausgabe über Filmland Österreich

Wien (OTS) Um Kunst in unterschiedlichen Formen dreht sich der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 28. Jänner 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2. So thematisiert die Sendung u. a. anlässlich einer neuen Belvedere-21-Schau das Werk Christian Ludwig Attersees ebenso wie chinesische Gegenwartskunst im Wiener MAK, die Aufschluss über Gegenwart, Kultur, Politik und Wirtschaft im Reich der Mitte gibt. Nach Neapel blickt ein anderer Beitrag über die Überlebenskunst eines im Jugend- und Kulturbereich engagierten Geistlichen, der mit einer besonderen Initiative erfolgreich gegen den Verfall der Kulturgüter sowie die Jugendarbeitslosigkeit der Stadt kämpft – und sich nun mit dem Vatikan anlegt. Anschließend an das Magazin steht anlässlich des Österreichischen Filmpreises, der am 30. Jänner zum neunten Mal vergeben wird, eine neue Folge der zehnteiligen Dokureihe „CineKino“ über das Filmland „Österreich“ (23.30 Uhr) auf dem Programm.

Im Kampf gegen den Vatikan – Der Priester-Rebell aus Neapel

Kaum eine Stadt in Italien weckt so viele Assoziationen, Meinungen, Vorurteile und Klischees wie Neapel. Ein unerschöpflicher Reichtum an Kunstschätzen, Kirchen und Denkmälern auf der einen Seite, ist es auf der anderen Seite die Metropole der Mafia. Gewalt und Drogenhandel blühen, aber auch Armut und Elend werden immer größer. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen beträgt sogar 60 Prozent. Die Rione Sanità ist eines der „Problemviertel“ der Stadt, hier wird fast täglich geschossen und sogar Kinder werden für die Camorra angeworben. Mittendrin lebt und wirkt Don Antonio Loffredo, Priester und Leiter der Gemeinde sowie einer der drei Präsidenten der Non-Profit-Organisation „L’Altra Napoli“, den sein Engagement über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Gemeinsam mit den Jugendlichen gelingt es ihm, Kulturgüter wie die Katakomben von San Gennaro zu erhalten, zu restaurieren und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Don Loffredo hat mit den Jugendlichen der Gemeinde die Kooperative „La Paranza“ gegründet, die das schafft, was der italienische Staat vielerorts nicht leisten kann. Durch seine Initiative sind große Kulturschätze wieder geöffnet und damit der Allgemeinheit ins Bewusstsein gerückt. Damit verschafft er Jugendlichen Arbeit und Perspektiven und belebt das verrufene Stadtviertel. Die bereits preisgekrönte Kooperative, die mit fünf Jugendlichen begonnen hat, zählt aktuell 34 festangestellte Mitarbeiter/innen, die Besucherzahl im Viertel hat sich mehr als verzehnfacht. Doch nun kam vor wenigen Wochen die schriftliche Forderung des Vatikans, die Hälfte der Einnahmen an den Kirchenstaat abzuführen, was de facto das Aus des Projekts bedeuten würde. Dagegen wehrt sich die Kooperative nun mit einer Petition, die mittlerweile 130.000-mal unterzeichnet wurde. Der „kulturMontag“ berichtet.

Die Kunstmaschine Attersee – Ausstellung im Belvedere 21

Vom „Würfel-BH“ bis zum „Prothesenalphabet“, vom Weinetikett bis zur Attersee-Wurst, vom Attersee-Haus bis zum provokanten Skirennen-Plakat am Semmering – Christian Ludwig Attersee machte mit bisher rund 10.000 Werken seinen Namen zum Markenzeichen und „atterseeisiert“ seine Welt. Pop, Witz, Ironie, Schönheit und Erotik charakterisieren die Arbeit des universellen und überaus produktionsfreudigen österreichischen Künstlers, der aus Lebensthemen wie Wetter, Segeln, Natur, Musik und Sprache schöpft. In den späten 1960er und 1970er Jahren war er der poetische Künstler, erfolgreicher Segelsportler und Szenestar der Wiener Kunstgesellschaft. Bis heute versucht er den Spagat zwischen Kunst und Dekor, Tiefsinn und gefälligem Schein. Attersee hat in fast 60 Jahren ein vielseitiges Werk mit einer ganz eigenen Bildsprache geschaffen. Das Belvedere 21 widmet ihm ab 1. Februar die Ausstellung „Feuerstelle“ und zeigt dabei sein Werk in all seinen Facetten, konzentriert auf die ersten 20 Schaffensjahre. Der „kulturMontag“ bringt ein Porträt des Künstlers.

Chinese Connections – die Sammlung des Uli Sigg im Wiener MAK

Er war Leistungssportler, Diplomat und Manager und hat mit mehr als 1.200 Kunstwerken eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer chinesischer Kunst. So zum Beispiel hat der Schweizer Uli Sigg Ai Weiwei, den heutigen Superstar aus dem Reich der Mitte, entdeckt. Der promovierte Jurist und spätere Botschafter gilt heute als profunder Kenner Chinas, seine Liebe zur Kunst hat Sigg in China intensiviert. Seit Ende der 1970er Jahre verfolgt er die Entwicklung zeitgenössischer Kunst im Land und hatte durch seine verschiedenen berufliche Funktionen die Möglichkeit, hinter die Kulissen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu blicken, die – wie Chinas Vision einer Neuen Seidenstraße zeigt – der Tradition und der Zukunft verschrieben sind. Mit „CHINESE WHISPERS. Neue Kunst aus der Sigg Collection“ kommt jetzt eine umfassende Ausstellung chinesischer Gegenwartskunst ins Wiener MAK, die Aufschluss über die chinesische Gegenwart, Kultur, Politik und Wirtschaft gibt. Die Schau macht erlebbar, wie sich chinesische Künstlerinnen und Künstler selbstbewusst eine Position zwischen Westen und Osten, Fortschritt und Tradition erarbeiten. Uli Sigg ist live zu Gast im „kulturMontag“-Studio.

Dokumentation „CineKino – Österreich“ (23.30 Uhr)

Europäisches Kino, das sind mehr als 120 Jahre Filmgeschichte und mehr als 1.000 neue Produktionen jährlich: Die von der ORF-TV-Kultur koproduzierte internationale Dokureihe „CineKino“ präsentiert Höhepunkte, Schlüsselszenen und filmische Kostbarkeiten aus zehn Ländern. Zahlreiche Filmausschnitte, Interviews mit Filmschaffenden über ihre Favoriten und Archivmaterial vermitteln einen lebendigen Eindruck der Besonderheiten des jeweiligen Filmlandes. Anlässlich des Österreichischen Filmpreises 2019 widmet sich die aktuelle Folge der Filmnation Österreich. Die von Matthias Luthardt gestaltete Dokumentation lädt zu einem Streifzug durch eine der vitalsten Kinematografien Europas: vom frühen Erotikfilm Anfang des 20. Jahrhunderts bis hin zur modernen und unabhängigen Produktionsgesellschaft coop99. Michael Hanekes Welterfolg „Das weiße Band“ darf hier ebenso wenig fehlen wie Josef Haders schwarzer Humor oder die Filmlegende „Sissi“, die Romy Schneider zur Flucht aus dem Klischee veranlasste.

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