Außerdem: Teil zwei der Dokumentation „Walt Disney – Der Zauberer“

Wien (OTS) Der „Kulturmontag“ am 12. Dezember 2016 um 22.30 Uhr in ORF 2 wirft sich mit der Frage, ob Glück kaufbar ist, in das vorweihnachtliche Shoppinggetümmel. Die von Clarissa Stadler präsentierte Sendung begibt sich aber auch über Österreichs Grenzen hinaus und trifft Geraldine Chaplin an ihrem ehemaligen Familiensitz am Genfer See, der seit heuer als multimediale „Chaplin’s World“ Touristen aus aller Welt anzieht, zum Exklusivgespräch. Das Kulturmagazin hat sich u. a. auch beim International Music Showcase Festival in Jerusalem und Tel-Aviv umgesehen und den Pop-Nachwuchs des Landes sowie seine – zum Teil politischen – Anliegen beleuchtet. Anschließend zeigt ORF 2 den zweiten und letzten Teil der Kulturdoku „Walt Disney – Der Zauberer“ (23.15 Uhr) anlässlich des 50. Todestages des Micky-Maus-Erfinders.

Shopping-Wahn und -Wirklichkeit: Vom kaufbaren Glück und den Leiden der Konsumgesellschaft

Macht Shopping wirklich glücklich? Zumindest befinden dies der Handel, die Wirtschaft und die Werbung, ebenso wie so manch wissenschaftliche Studie. Doch wiegt Haben tatsächlich schwerer als Sein? Wie nachhaltig sind die Heilsversprechen der Konsumgesellschaft und was wurde aus deren Plänen, sich wieder mehr in Verzicht zu üben? Um diese Fragen zu erörtern, wirft sich der „Kulturmontag“ ins vorweihnachtliche Getümmel und bittet Expertinnen und Experten um ihre Einschätzung. Kulturanthropologin Maria Dabringer definiert Shopping als Fest der Wünsche, als einen flüchtigen Moment der Freiheit. Soziologin Elfie Miklautz ortet in der weihnachtlichen Warenwelt trügerische Heilsversprechen und leistungsgekoppelte Belohnungssysteme. Und Sozialpsychologe Jens Förster glaubt, dass materielle Geschenke nicht wirklich glücklich machen, und plädiert dafür, sie durch Erlebnisgüter zu ersetzen.

„Chaplin’s World“ – Exklusivinterview mit Tochter Geraldine Chaplin am Familiensitz

Der Geniekult um den britischen Komiker, Schauspieler, Drehbuchautor, Komponist und Filmemacher Charlie Chaplin wirkt bis heute fort – und auch das Bestreben, daraus Kapital zu schlagen. Am Genfer See gibt es seit vergangenem Frühjahr die Gelegenheit, ganz tief in Chaplins Welt einzutauchen. Dort, im ehemaligen Familiensitz, wo Chaplins Kinder aufwuchsen und er selbst starb, errichteten Profis der Unterhaltungsindustrie „Chaplin’s World“. Die Zimmer des Unterhaltungsgiganten sind zum Teil original möbliert, jedes ist einer Phase seines Schaffens zugeordnet. Auf Schritt und Tritt begegnet man einem wächsernen Alter Ego Chaplins – die Errichtungsgesellschaft betreibt auch das berühmte Wachsfigurenkabinett Musée Grévin in Paris. Erstmals nach Jahrzehnten kehrte Geraldine Chaplin an den Ort ihrer Kindheit zurück. Dem „Kulturmontag“ hat sie ein sehr persönliches Interview über ihren weltberühmten Vater gegeben.

International Music Showcase Festival 2016 Israel – Und die Politik schwingt immer mit

Dreimal hat Israel den Song Contest gewonnen – und doch: als Exportland international erfolgreicher Pop- und Rockmusik ist es nicht unbedingt bekannt. Das Internationale Music Showcase Festival in Jerusalem und Tel-Aviv will das ändern und zeigen, wie vielfältig die israelische Musikszene tatsächlich ist. 27 Bands aus den Bereichen Indie-Rock & Pop und der elektronischen Musik spielten auf. Der „Kulturmontag“ war beim diesjährigen Festival dabei und hat sich ein Bild vom Pop-Nachwuchs des Landes gemacht. Auch wenn es viele Bands und Musiker aktiv vermeiden, sich über die brisante politische Lage in Israel zu äußern, so schwingt doch das Thema Politik in ihrer Musik stets mit. In der aktuellen Regierung sitzen ultrarechte Parteien, der Israelisch-Palästinensische Konflikt ist allgegenwärtig. Mit Optimismus in die Zukunft zu blicken, scheint vielen jungen Menschen immer schwieriger zu fallen. Musikerin Carmel Michaeli äußert sich mit ihrem Alter Ego KARMA SHE ganz offen politisch und religionskritisch. Der offen homosexuelle Musiker Ben Simone verarbeitet seine Zeit beim Militärdienst, die für ihn ein Martyrium war, auch in seinen Liedern. Mit Retrocharme und einer Stimme, die an Lana Del Rey erinnert, sind Yael Shoshana Cohen und Gil Landau wohl die aussichtsreichsten Anwärter auf eine internationale Popkarriere.

Zweiter und letzter Teil der Dokumentation „Walt Disney – Der Zauberer“ (23.15 Uhr)

Wer war Walt Disney? Teil zwei des zweiteiligen Dokumentarfilms beleuchtet die Jahre 1941 bis 1961 und wie es für Walt Disney nach der Uraufführung des Films „Bambi“ beruflich abwärts ging. Nach den ersten großen Erfolgen kam die große Flaute. Aufgrund einer andauernden kreativen Durststrecke blieb der nächste große Kassenschlager vorerst aus. Mit Propaganda- und Ausbildungsfilmen für die Regierung allein konnten sich die Disney-Studios nicht ewig über Wasser halten. Das Unternehmen verschuldete sich maßlos und es kam zum Aufstand des Screen Cartoonist’s Guild – der Gewerkschaft der Cartoonisten in Hollywood. Die Marke „Walt Disney“ erlitt einen erheblichen Imageschaden. Denn Disney hatte kein Interesse an Verhandlungen mit den Gewerkschaften und bezichtigte sie der kommunistischen Verschwörung. Er brauchte Abstand von seinem Gewerbe, um sich kurze Zeit später mit doppelter Kraft und einer genialen neuen Geschäftsidee den Platz an der Spitze zurückzuerobern. Disney entdeckte ein bis dato noch nie dagewesenes Geschäftskonzept: die Fantasiewelt Disneyland, die all seine Cartoon-Figuren vereinte. Als die Verhandlungen mit dem TV-Sender ABC erfolgreich abgeschlossen wurden, gab es kein Zurück mehr.

Der „Kulturmontag“ – produziert in HD – wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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