Musikalischer Space-Trip mit Kruder & Dorfmeister, Bilderbuch, Yung Hurn, Caroline Peters, Liquid Loft u. v. m.

Wien (OTS) Nach zwei Jahren pandemiebedingtem Ausnahmezustand finden die Wiener Festwochen heuer wieder im regulären Modus statt. Vom 13. Mai bis 18. Juni 2022 versetzt das Festival, das sich als Plattform für spartenübergreifendes nationales wie internationales künstlerisches Schaffen versteht, mit 159 Vorstellungen von 37 Produktionen an 23 Spielorten die Bundeshauptstadt wieder in einen kulturellen Ausnahmezustand. Feierlich eröffnet wird der dichte Programmreigen am Freitag, dem 13. Mai, mit einer fulminanten Open-Air-Show unter dem Motto „Last Night on Earth“, die der ORF als traditioneller Medienpartner via ORF 2 und 3sat um 21.20 Uhr live vom Wiener Rathausplatz überträgt. Ebendort, vor der Rathausplatz-Bühne, begrüßten heute (11. Mai) Festwochen-Intendant Christophe Slagmuylder, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl, u. a. in Anwesenheit der Künstler David Schalko, der als Autor und Regisseur für das Konzept des Abends verantwortlich zeichnet, Experimentalsängerin Sofia Jernberg und Jakob Hutter, Teil des Kollektivs Hand mit Auge, zum Medientermin und stellten Details des Grand Openings vor. Dieses wird fürs Fernsehen von ORF-Regisseur Felix Breisach in Szene gesetzt.

Hochkarätiges Line-up für „eine Nacht, in der wir uns ins All tanzen“

Die 72. Wiener Festwochen eröffnen mit einer Konzertshow der etwas anderen Art: Als Auftakt zu einem Festival noch unbekannter Formen, Gemeinschaften und Visionen lädt David Schalko ein zur „Last Night on Earth“ – „eine Nacht, in der wir uns ins All tanzen“, so Schalko. Das österreichische DJ- und Produzenten-Duo Kruder & Dorfmeister bildet das Klang-Fundament für diesen musikalischen Space-Trip und teilt die Bühne mit der österreichischen Band Bilderbuch, der schwedischen Experimental-Sängerin Sofia Jernberg, Schauspielerin Caroline Peters, Rapper Yung Hurn, der Wiener Singakademie sowie der Performancegruppe Liquid Loft. Und auch das Rathaus selbst ist Bühne: Das Künstlerkollektiv Hand mit Auge lässt dessen Fassade mit außergewöhnlichen Visualisierungen Teil des Geschehens werden.

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler:
„Endlich haben wir wieder Publikum hier und können gemeinsam zu diesem Auftakt für ein ganz wichtiges und international bedeutsames, hybrides Festival der Künste mit einem spannenden Programm einladen. Ich freue mich auf das gemeinsame Feiern und die gemeinsame Begegnung. Wir brauchen diese sozialen Räume, wo wir wichtige Themen, Visionen und künstlerische Entwürfe gemeinsam besprechen und verhandeln, uns daran erfreuen und manchmal vielleicht auch darüber ärgern können. Wir brauchen das besonders in einer Zeit, in der wir aufgrund des beschränkten Radius’ sehr stark auf das Lokale, auf das Nationale geworfen waren. Wir leben in einer Welt, die viele gemeinsame Probleme teilt und die Herausforderungen, vor denen wir noch stehen, sind große.“

Festwochen-Intendant Christophe Slagmuylder:
„Die Eröffnung am Rathausplatz ist ein wichtiger und besonders exponierter Moment der Festwochen und dieses Jahr wird es ein Abenteuer, wie auch das Festival selbst. Wir haben künstlerisch viele Brücken zum Festivalprogramm geschlagen. Thematisch finde ich sehr interessant, dass die Eröffnung auch eines der Leitmotive des Festivals verfolgt – die Notwendigkeit von Veränderungen, von neuen Utopien und Visionen für eine nachhaltige Zukunft. Es ist ein echter, aufregender Dialog zwischen Eröffnung und Festivalprogramm: eine ‚Last Night on Earth“ mit Musik und Tanz, mit scharfen Bildern und Worten, mit Humor und Spektakel, mit Beats und Stimmen – ich freue mich darauf!“

ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl:
„Der ORF ist bei der diesjährigen Festwocheneröffnung wieder mit Freude dabei: Dieses gemeinsame Abheben hier vom Wiener Rathausplatz sollen möglichst viele Fernsehzuschauer/innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz live via ORF 2 und 3sat miterleben. David Schalko hat uns mit seinem Konzept schon eine Aufgabe gegeben, eine richtige dramaturgische Herausforderung für die Fernsehbilder. Denn diese Eröffnung wird ein Gesamtkunstwerk, eine Komposition. Wir freuen uns auch auf die tollen Projektionen und Mappings. Das Motto des Abends ist großartig und richtig: ‚Last Night on Earth‘, dieses Sich-Wegdenken in fremde Welten, Planeten oder Galaxien ist ja durchaus legitim in Zeiten, in denen die eigene Welt aus den Fugen gerät. Das hat nicht nur mit Eskapismus zu tun, sondern auch mit Aufbruch und Veränderung. Ich glaube, die braucht die Gesellschaft ganz dringend. Man kann sich nicht zurückziehen, sondern muss jetzt erst recht Gemeinschaft zeigen.“

Autor und Regisseur David Schalko:
„Das Motto assoziiert mit mehreren Ebenen. Es ist vor allem ein Abenteuer, ein Fest, und kein klassischer Konzertabend – wie man sich vorstellen kann, wenn Kruder & Dorfmeister den Rahmen bilden und versuchen, die Künstler, die aus sehr unterschiedlichen Welten kommen, miteinander zu verbinden und soundmäßig zusammenzuhalten. Es soll ein Abend sein, an dem auch getanzt wird. Das Schöne für mich ist, dass die Festwochen auf sehr unterschiedliche Arten auf diesen Abend zugehen. Wir hoffen, dass schönes Wetter ist und sich alle post Corona auf ein großes Fest freuen.“

Wiener Festwochen u. a. in „kulturMontag“ und „Kultur Heute“

Die Wiener Festwochen sind auch Thema im ORF-„kulturMontag“ (22.30 Uhr, ORF 2). So bringt die Sendung am 16. Mai eine Reportage des ersten Festivalwochenendes. Weitere Ausgaben des Kulturmagazins befassen sich mit kommenden Produktionen: am 23. Mai voraussichtlich mit Tiago Rodrigues’ Adaption von Tschechows „Der Kirschgarten“ mit Isabelle Huppert oder am 30. Mai mit „Der Ring des Nibelungen“ von Christopher Rüping in neuem Text des Autors Necati Öziri.
ORF III begleitet die Wiener Festwochen im Rahmen der „Kultur Heute“-Rubrik „Sichrovskys Foyer“ um jeweils 19.45 Uhr. So wird der Kulturkritiker und ORF-III-Moderator insgesamt von drei Inszenierungen berichten: am 26. Mai über das Auftragswerk „Friede auf Erden“, das die bildende Künstlerin Ulla von Brandenburg mit dem Arnold Schoenberg Chor geschaffen hat, sowie über Gisèle Viennes „L’Étang“ nach dem Text „Der Teich“ von Robert Walser, beides aus dem Jugendstiltheater am Steinhof. Am 27. Mai steht „Der Kirschgarten“ aus der Halle E im MuseumsQuartier im Mittelpunkt.
Die aktuelle TV-Kulturberichterstattung des ORF im Rahmen von „Zeit im Bild“ und „Kultur Heute“, der „Daytime“-Sendungen und „Wien heute“ (u. a. mit einem Live-Einstieg anlässlich der Eröffnung am 13. Mai) widmet sich ebenfalls den Produktionen und Ereignissen der Wiener Festwochen 2022.

Umfassende Berichterstattung in ORF-Radios

Das Wiener Kulturfest ist auch Thema in den ORF-Radios Ö1 und FM4 – so u. a. in den Ö1-„Journalen“ und im Ö1-„Kulturjournal“ (Montag bis Freitag, 17.09 Uhr). Am Sonntag, dem 29. Mai, steht „Ö1 Kunstsonntag:
Zeit-Ton extended“ (22.05 Uhr) ganz im Zeichen von Iannis Xenakis, der auf den Tag genau vor 100 Jahren geboren wurde. Die Wiener Festwochen widmen Xenakis, einem der maßgeblichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, einige spezielle Programme. Mit „Electroacoustic Works“ sind seine gesamten elektroakustischen Arbeiten als Fünffach-Album erschienen. Kuratiert wurde beides vom Xenakis-Spezialisten Reinhold Friedl, dem Leiter des Ensembles zeitkratzer. Im „Zeit-Ton extended“ präsentiert Friedl Xenakis’ Schaffen aus wirkungsgeschichtlichen und aktuellen Perspektiven. radio FM4 berichtet von der Eröffnung der Festwochen am Rathausplatz und stellt über die gesamte Festivaldauer immer wieder ausgesuchte Projekte vor.

ORF.at, ORF-TVthek und ORF TELETEXT

Auch heuer begleitet news.ORF.at die Wiener Festwochen mit einem multimedialen Schwerpunktkanal: Kulturfans können sich dort in Vorschauen, aktuellen Berichten und Kritiken zu den wichtigsten und interessantesten Produktionen sowie weiteren Storys aus dem gesamten ORF.at-Netzwerk einen genauen Überblick rund um das künstlerische Geschehen beim Festival machen. Die ORF-TVthek wird die TV-Übertragung der Eröffnung österreichweit als Live-Stream anbieten sowie einen Video-on-Demand-Schwerpunkt mit Sendungen und Beiträgen gestalten, für die entsprechende Online-Lizenzrechte vorhanden sind. Der ORF TELETEXT informiert im Rahmen der Kultur-Topstory (Seite 110) und des Magazins „Kultur und Show“ (ab Seite 190) über Eröffnung, Höhepunkte und Programm (Seite 415).

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