Innovationsforum mit namhaften Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum Health Data Space

Wien (OTS) 5. Mai 2021 – „Datenliefern ist das neue Blutspenden. Eine intelligente und umfassende Datennutzung ist die Basis für ein modernes, effizientes und leistbares Gesundheitssystem, verbessert die Patientenversorgung, stärkt den Forschungs- und Gesundheitsstandort Österreich und treibt Gesundheitsinnovationen und den medizinischen Fortschritt voran“, betont Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger. „Bei dem Innovationsforum, das am 6. Mai mittels einer hybriden Konferenz erstmalig stattfindet, kommen namhafte Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um die Entwicklung eines Health Data Space in Österreich zu diskutieren“, erläutert Lehner. Dem Innovationsforum geht ein umfangreicher Diskurs aller Stakeholder aus der Grundlagen- und angewandten Forschung, Beratern und Unternehmern voraus, der von der Sozialversicherung gestartet wurde. „Die Konzeption und Umsetzung eines umfassenden Datenraums ist das Ziel dieser Initiative“, erklärt Lehner.

„Die Sozialversicherung hat bereits viele erfolgreiche Digitalisierungsprojekte entwickelt und verwirklicht“, unterstreicht Lehner und verweist auf die kürzlich erfolgte Umsetzung des E-Impfasses. „Der nächste logische Schritt ist die Entwicklung einer umfassenden Datenstrategie. Ein Health Data Space trägt alle relevanten Daten zusammen. Die Sozialversicherung nimmt hier eine führende Rolle ein, weil hier wichtige Gesundheitsdaten zusammenkommen und die Sozialversicherung Verantwortung für die Weiterentwicklung des Systems wahrnimmt“, erläutert der Vorsitzende und unterstreicht, dass die Strategierunde aktuell in der Konzeptionierungsphase ist. Es werde, so Lehner die Frage eingehend diskutiert, welche Daten können für die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung wie genutzt werden – bei gleichzeitiger Gewährleistung der Datensicherheit und des Datenschutzes.

„Die Datenfragmentierung ist eine große Herausforderung für dieses Projekt. Es gilt diese zusammenzutragen. Die Sozialversicherung hat heute einen Basis Datenstamm, auf den man gut aufbauen kann, darüber verfügt keine andere Organisation im vergleichbaren Ausmaß. Die Sozialversicherung hat zudem den direkten Kontakt zu den Versicherten und der zur Pharmaindustrie. Damit ist die Sozialversicherung die Schaltstelle im österreichischen Gesundheitssystem“, sagt Lehner, der gleichzeitig betont: „Die Gesundheitsdaten gehören den Versicherten. Mit der Selbstverwaltung ist die Wahrung der Interessen der Versicherten sichergestellt. Zudem unterstützt die richtige Datennutzung die Sozialversicherung, ihre Aufgaben besser wahrzunehmen und einen spürbaren Mehrwert für die Patienten zu schaffen.“

Die Sozialversicherung verarbeitet heute schon enorme Datensätze und verfügt über ein umfassendes Datenpool. Dazu zählen die vollständigen operativen Daten wie etwa die Abrechnungsdaten von Gesundheitsdienstleister und Arzneimitteln. Allein 2,4 Milliarden Leistungen sind in den Datenbanken der Sozialversicherung gespeichert. Jährlich werden rund 120 Millionen Datensätze mit 350 Millionen Leistungen für 6,2 Millionen Patienten hinzugefügt.

Über den Dachverband der Sozialversicherungsträger:
Der Dachverband der Sozialversicherungsträger wurde mit 1. Jänner 2020 gegründet. Die Organisation koordiniert und unterstützt die fünf gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherungen ÖGK, SVS, BVAEB, PVA und AUVA und ist unter anderem für Digitalisierungsinitiativen, internationale und rechtliche Angelegenheiten, Statistik, Dienstrecht sowie Arznei- und Heilmittel zuständig. Das geschäftsführende Organ ist die Konferenz der Sozialversicherungsträger. Dieser gehören die Obleute und deren Stellvertreter der fünf Träger an. Am 14. Jänner 2020 wurden SVS-Obmann Peter Lehner als 1. Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger und die AUVA-Obmann-Stellvertreterin Ingrid Reischl als 2. Vorsitzende gewählt. Die Sitzungsführung rotiert unter den Vorsitzenden halbjährlich. Das Büro des Dachverbands wird von Büroleiter Martin Brunninger und seinem Stellvertreter Alexander Burz geleitet, hat rund 300 Mitarbeiter und seinen Sitz in der Kundmanngasse in Wien-Landstraße.

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