Schatz kritisiert Ignoranz der ÖVP

Wien (OTS) “Es ist sehr bedauerlich, dass der Justizausschuss eine ernsthafte Debatte zur Situation und Besserstellung von rund 650.000 ArbeitnehmerInnen verweigert. LeiharbeiterInnen bleiben in den Jahresabschlüssen der Unternehmen weiterhin ein ‘Materialaufwand’. Das ist bedenklich und herabwürdigend im Sinne des Wortes, aber vor allem eine beschäftigungspolitische Unsinnigkeit”, erläutert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, die Debatte.

Die Tarnung als Materialaufwand würde immer wieder zur Umwandlung von ordentlichen Arbeitsverhältnissen in Leiharbeitsjob führen. “Die Lage von LeiharbeiterInnen in Österreich hat sich seit 2013 verbessert, aber wirklich befriedigend ist sie noch immer nicht. Nach wie vor gibt es häufig – legale oder illegale – Diskriminierungen im Vergleich zur Stammbelegschaft und auch die Liste von ‘Schwarzen Schafen’ bei den Unternehmen wird nach wie vor von Arbeitskräfteüberlassern angeführt. Doch der Justizausschuss verweigert ein steuerndes Eingreifen”, kritisiert Schatz.

Zwar signalisierte die SPÖ Unterstützung für einen entsprechenden Grünen Antrag, der ÖVP hingegen war nicht ein einziges Argument für ihre Blockade zu entlocken. “Wir Grüne wollen keine Gesetze, die Menschen zweiter Klasse entstehen lassen. LeiharbeiterInnen werden wohl immer wieder gebraucht werden, aber bitte nur in Sondersituationen und zu fairen Bedingungen. Die jetzigen Probleme unter den Tisch zu kehren und im Jahresabschluss quasi zu verstecken ist inakzeptabel”, meint Schatz, die weitere Initiativen in diese Richtung ankündigt.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.