Innsbruck (OTS) Immer mehr Länder treten dafür ein, den Schutzstatus des Wolfs zu reduzieren. Die EU negiert diese Forderung. Noch.

Der Alpenraum ist wegen seiner touristischen und (land-)wirtschaftlichen Nutzung nicht mit anderen Regionen vergleichbar.
Die Debatte rund um die stark ansteigenden Wild- und Nutztierrisse durch Wölfe und Bären nimmt Woche für Woche an Intensität zu. Mit jedem getöteten Schaf steigen die Emotionen – auf beiden Seiten: bei den betroffenen Tierhaltern und den Tierschützern. Das erschwert die Suche nach einem Ausweg.
Parallel dazu zieht die Problematik immer weitere Kreise. Am Anfang machten in erster Linie die Bauern in Südtirol gegen die großen Beutegreifer mobil. Nach Nord- und Osttirol verirrten sich Wölfe und Bären damals nur vereinzelt. Mittlerweile hat sich die Situation geändert: Mehr als 200 gerissene Schafe allein in Tirol in diesem Jahr dokumentieren dringenden Handlungsbedarf. Nicht anders ist es in einigen Schweizer Kantonen und in Bayern. Auch die mächtige CSU beschäftigt sich in ihrem Wahlprogramm mit dem Thema Wolf und belegt damit die länderübergreifende Dimension des Problems.
Brüssel negiert die Hilferufe bis dato. Am europaweit geltenden strengen Schutzstatus von Bär und Wolf werde nicht gerüttelt, heißt es monoton, die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, in der dieser Schutz verankert ist, bleibe bis auf Weiteres unverändert. Die EU-Bürokraten lassen dabei völlig außer Acht, dass der Alpenraum aufgrund seiner touristischen und (land-)wirtschaftlichen Nutzung eben nicht mit dem Apennin, den Karpaten oder dem Balkan vergleichbar ist.
Mit jedem weiteren getöteten Tier steigt der Unmut der Betroffenen. Das erhöht den Druck auf die Politiker – und auf die EU. Mit jedem weiteren Land, das sich der Forderung anschließt, den Schutzstatus des Wolfs zu reduzieren, steigt aber auch die Chance, dass Brüssel reagiert.
Mehr dazu auf den Seiten 8, 9

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