Innsbruck (OTS) Mit dem immer rascheren Impf-Fortschritt wird das von der Politik lange versprochene Licht am Ende des langen Corona-Tunnels tatsächlich immer heller. Allerdings werden die Freiheiten vorerst nicht für alle gelten (können).

Von Alois Vahrner
Seit nahezu 14 Monaten hält die Corona-Pandemie auch Österreich fest im Würgegriff – mit Lockdowns, Maskenpflicht, Abstandsregeln, Eintritts- und Ausreisetests sowie Quarantäneregelungen, vor allem aber auch mit mehr als 10.000 Todesopfern sowie massiven wirtschaftlichen und sozialen Folgen.
Letzten Sommer wurden die Vorschriften gelockert, im Herbst war nach der kräftigen Zunahme der Infektionszahlen damit rasch wieder Schluss. Jetzt soll das Land nach monatelangen Lockdowns ab 19. Mai sukzessive wieder geöffnet werden – diesmal hoffentlich ohne neuerlichen Rückfall.
Die diesbezüglich oft gehörten Wortschöpfungen der Politik, wie das „Licht am Ende des Tunnels“ und die „neue Normalität“, könnten nun tatsächlich relativ rasch kommen. Bei den Testmöglichkeiten ist Österreich abseits des Politik-Selbstlobs tatsächlich im internationalen Spitzenfeld. Noch wichtiger sind jetzt aber die nach den anfänglichen Problemen und Pannen die endlich so richtig in Fahrt gekommenen Impfungen. Bis Ende Juni sollen alle Österreicherinnen und Österreicher, die das auch wollen, zumindest ihre erste Teilimpfung bekommen haben.
Es ist leider ein Faktum, dass das Virus nicht verschwinden wird und ein Ausweg aus dieser schweren Krise nur mit einer möglichst hohen Durchimpfung der Bevölkerung möglich ist. Und es wird, zumal es immer neue Virus-Mutationen geben wird, in der Folge auch weitere Impfungen mit wieder entsprechend adaptierten Impfstoffen brauchen.
In Demokratien wie Österreich gibt es keinen Impfzwang und keine Testpflicht. Bislang galten die verhängten Einschränkungen für alle, dies wird sich nun zweifelsfrei nicht nur in Europa ändern. Es wird sukzessive mehr Freiheit in vielen Bereichen geben, vom Reisen, Veranstaltungen, dem Gastro- oder Theater-Besuch bis hin zum Arbeiten in den Betrieben – die „Eintrittskarte“ dafür werden aber vor allem die Impfung, der Nachweis von Antikörpern bei Genesenen oder sonst negative Covid-Tests sein. Wer weder impfen noch testen will, für den wird die Krise ungewollt so deutlich länger spürbar sein.
Der Weg hin in diese „neue Normalität“ scheint vorgezeichnet, viele Fragen sind aber noch ungeklärt. Nämlich, mit welchen Inhalten und wann der geplante Grüne Pass kommen kann und wird. Dabei warnen Experten etwa in Sachen Datenschutz oder vor einer teuren Insel-Lösung. Denn in Österreich will die Regierung wieder einmal vorpreschen, ohne auf die EU zu warten. Im Gegensatz etwa zu den Corona-Ampel-Flops, ob in Österreich oder der EU, muss die Pass-Lösung wasserdicht passen.

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