Handelsbilanzüberschuss mit den USA ist mit knapp vier Milliarden Euro ein Rekordwert

Wien (OTS) „Österreichische Unternehmen exportieren jährlich Waren im Wert von rund neun Milliarden Euro in die USA und das sichert etwa 50.000 Arbeitsplätze in Österreich Das zeigt, wie wichtig die größte Volkswirtschaft der Erde auch für den Wirtschaftsstandort Österreich ist und daran wird sich in Zukunft unter einem neuen Präsidenten Trump auch nichts ändern“, ist Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), überzeugt.

Auch wenn ein Hauptslogan im Wahlkampf des designierten US-Präsidenten „America first“ lautete, so müsse man zwischen emotioneller Wahlkampfrhetorik und der letztendlich stattfindenden Realpolitik unterscheiden, so Leitl. Die US-Wirtschaft sei weltweit so stark verflochten und werde auch weiterhin Interesse haben, ihre Produkte und Dienstleistungen global abzusetzen, sodass nicht mit einer ernsthaften wirtschaftlichen Abschottungspolitik zu rechnen sei. Eine Blitzumfrage unter österreichischen Niederlassungen in den USA habe gezeigt, dass die Unternehmen das ebenso gelassen sehen.

„In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass sich die österreichisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen in den letzten Jahren sehr stark entwickelt haben und der amerikanische Markt zur zweitgrößten und -wichtigsten Exportdestination Österreichs aufgestiegen ist und auch immer noch viel Potential für unsere Unternehmen bietet. Nach wie vor erwirtschaftet Österreich auch in keiner anderen bilateralen Handelsbeziehung Überschüsse in ähnlicher Größenordnung wie im US-Geschäft“, so Leitl. Im Vergleich zu 2014 konnte 2015 der Handelsbilanzüberschuss um 13,4% von 3,38 Mrd. Euro auf den Rekordwert von 3,83 Mrd. Euro gesteigert werden.

Leitl abschließend: „Eines ist aber bei allem Wissen über den Unterschied zwischen Wahlkampf- und Realpolitik klar: Europa muss von einem derzeit desolaten Zustand wieder zu mehr Eigenständigkeit und Stärke finden. Denn gerade in der Außen- und Sicherheitspolitik wird wahrscheinlich ein Paradigmenwechsel in der US-Politik stattfinden. Die EU muss daher künftig eine eigenständigere Wirtschafts-, Außen-und Sicherheitspolitik entwickeln und in diesen Bereichen mehr Verantwortung übernehmen.“ (PWK847/BS)

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