Androsch wollte Tierschutzbestimmungen für Schlachtungen klarstellen, FPÖ-Waldhäusl will Juden registrieren – Noch immer keine Stellungnahme von ÖVP-Kanzler Kurz

Wien (OTS/SK) Mit Kritik reagiert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher auf aktuelle Äußerungen von ÖVP-Generalsekretär Nehammer. „Auch wenn Herr Nehammer den Unterschied offenbar nicht begreifen will: Maurice Androsch hat in seinem damaligen Informationsschreiben schlicht und einfach die Tierschutzbestimmungen für Schlachtungen klargestellt. Die immer offener antisemitisch und hetzerisch agierende FPÖ Niederösterreich in Gestalt von Landesrat Waldhäusl dagegen denkt laut über die Registrierung von Juden nach. Der Unterschied könnte größer nicht sein und sollte eigentlich jedem, der sinnerfassend lesen kann, klar sein. Dass ein hochrangiger FPÖ-Vertreter ausgerechnet im Gedenkjahr 2018 die Registrierung von Juden verlangt, ist erschütternd. Erschreckend und letztklassig ist auch, dass sich ÖVP-Mann Nehammer neuerdings als Pressesprecher der FPÖ verdingt und versucht, der SPÖ den ungustiösen Registrierungsvorschlag umzuhängen, der auf dem Mist des ÖVP-Koalitionspartners FPÖ gewachsen ist“, betont Lercher heute, Mittwoch. ****

„Es reicht, kurz aufzuzählen, was Waldhäusl in den letzten Monaten gefordert hat, um zu verstehen, wes Geistes Kind er ist: Waldhäusl und die FPÖ kampagnisierten seit Monaten gegen die Schächtung und forderten – unter anderem per Online-Petition – ein Verbot von Schächtungen. Ein ganz klarer Angriff auf die jüdische Lebensweise in Österreich. Waldhäusl forderte dann das Verbot des Verkaufs von geschächtetem Fleisch an Wienerinnen und Wienern. Dort lebt aber ein Großteil der jüdischen Community in Österreich. Zuletzt forderte Waldhäusl laut Israelitischer Kultusgemeinde eine Registrierung von Jüdinnen und Juden, die geschächtetes Fleisch kaufen. Ich sehne die Tage herbei, wo sich Waldhäusl noch mit ausländischen Tieren in Tierheimen beschäftigte. Das war wenigstens noch ohne Konsequenzen für Menschen“, sagt Lercher.

Statt mit Regierungs-Fake-News die Opposition anzupatzen, wäre Nehammer gut beraten, seine Appelle an seine eigene Partei zu richten und dafür zu sorgen, dass es von ÖVP-Kanzler Kurz endlich eine glaubwürdige Distanzierung von den unsäglichen FPÖ-Entgleisungen gibt, die das Klima in Österreich tagtäglich zunehmend vergiften, sagt Lercher gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. (Schluss) mb/up

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