Europäische Arzneimittelbehörde erteilt Zulassung für ein neues Arzneimittel von AbbVie

Wien (OTS) Für Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) gibt es eine neue Therapiemöglichkeit: Die Europäische Kommission hat heute eine innovative Behandlungsmöglichkeit des BioPharma Unternehmens AbbVie in Europa und damit auch in Österreich zugelassen. Die orale Monotherapie ist zugelassen für Erwachsene, die von CLL betroffen sind, deren Erkrankung weiters eine Mutation am Chromosom 17 aufweist und die bereits erfolglos eine Vortherapie erhalten haben bzw. diese Vortherapie aus medizinischen Gründen nicht vertragen würden. Zudem kann die neue Behandlungsmöglichkeit auch für jene CLL Erkrankten ohne diese Mutation in Frage kommen, die mindestens eine Chemotherapie und einen Hemmer des B Zell-Rezeptor-Signalwegs erhalten haben.

CLL ist eine typischerweise langsam fortschreitende Krebserkrankung des Knochenmarks sowie des Blutes und die häufigste Leukämie-Form bei Erwachsenen. In Österreich erkranken etwa 1.200 Personen jährlich an einem bösartigen Lymphom. Drei bis zehn Prozent der nicht vorbehandelten Patienten und 30 bis 50 Prozent jener Patienten, bei denen die Erkrankung wiederkehrt bzw. die mit Medikamenten nicht ausreichend behandelt werden konnten, haben in den Leukämiezellen eine genetische Veränderung, bei der Teile des Chromosoms 17 nicht mehr vorhanden oder mutiert sind . Betroffene mit dieser Mutation haben leider meist eine Lebenserwartung von weniger als zwei bis drei Jahren . Elfi Jirsa, Präsidentin der Myelom- & Lymphom-Hilfe Österreich weiß, dass es nicht einfach ist, mit dieser Erkrankung umzugehen: „Mir schildern viele Betroffene wie hilflos sie dieser Erkrankung immer wieder gegenüber stehen. Hier haben der Austausch mit anderen Betroffenen und die Wissensvermittlung einen besonderen Stellenwert für die Erkrankten. Denn wenn ich weiß, was in meinem Körper vorgeht, wie mir Ärzte helfen können und wie ich selbst lernen kann, mit der Erkrankung besser umzugehen, trägt das zu mehr Lebensqualität bei. Und führt außerdem dazu, dass die Patienten die Therapie, die Medikamenteneinnahme, konsequent durchführen. In unserer Organisation bieten wir interessante Expertenvorträge von spezialisierten Ärzten, E-Learnings für das Eigenstudium und Hilfe zur Selbsthilfe. Bestmögliche Lebensqualität trotz Erkrankung ist wichtig. Die neuen Therapien ermöglichen den Patienten ein freieres, unabhängigeres Leben als es bei den konventionellen Therapien, die oft einen längeren Spitalsaufenthalt nötig machten, der Fall war.“

Mit maßgeschneiderter Therapie die Krankheit in den Griff bekommen Für alle Formen von Leukämie kommen derzeit hauptsächlich Chemotherapien, Bestrahlungen, Stammzell-Transplantationen und neue, zielgerichtete Therapien zum Einsatz, um die Auswirkungen der Krankheit zu bekämpfen. Die Wahl der richtigen Behandlungsform ist gerade bei CLL komplex, weil viele Faktoren mit einbezogen werden müssen, um die individuell geeignete Therapieform zu bestimmen. Neben dem Allgemeinzustand und Alter des Patienten, den aufgetretenen Symptomen, dem Krankheitsstadium, der Erkrankungsprognose und dem aktuellen Blutbild spielen auch die Behandlungsziele eine wichtige Rolle. „Speziell bei der chronischen Form der lymphatischen Leukämie kann es während des langen Krankheitsverlaufs immer wieder zu Rückfällen und einem Neuaufflammen der Erkrankungsanzeichen kommen. Auch Resistenzbildungen gegenüber gängigen Behandlungsformen sind nicht selten“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Ulrich Jäger, Leiter der klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie der Medizinischen Universität Wien. „Gerade deswegen sind neue Behandlungsmöglichkeiten wichtig, um unseren PatientInnen in allen Erkrankungsstadien mit maßgeschneiderten Therapien helfen zu können, die Erkrankung zu kontrollieren.“ Die Studien für die Zulassung der neuen innovativen Therapie von AbbVie wurden auch in Österreich durchgeführt. „Die Ergebnisse der klinischen Studien haben gezeigt, dass diese neue Therapie ein maßgeblicher Baustein im Kampf gegen diese Form der Leukämie wird“, erklärt Prof. Jäger abschließend.

Entwicklung gezielter Therapien für die Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen

Die Forschungstätigkeiten vom biopharmazeutischen Unternehmen AbbVie in der Onkologie konzentrieren sich auf die Erforschung und Entwicklung gezielter Therapien, die Prozessen entgegenwirken, die Krebszellen zum Überleben brauchen. „Durch Investitionen in neue Technologien und Herangehensweisen hat AbbVie sich zum Ziel gesetzt, innovative Therapien zu entwickeln, die eine wesentliche Verbesserung für Krebspatienten erreichen sollen. Dazu forschen wir auch hier in Österreich. In unsere Studien sind insgesamt 18 Zentren und rund 40 geplante Krebspatienten involviert“, erklärt Mag. Ingo Raimon, General Manager von AbbVie in Österreich. Die Pipeline im Bereich Onkologie umfasst eine Vielzahl neuer Moleküle, die in über 15 Krebsformen und Tumorarten im Rahmen klinischer Studien untersucht werden.
Das neue Arzneimittel wurde von AbbVie in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Genentech, das zur Roche-Gruppe gehört, entwickelt. In Österreich wird das Arzneimittel ausschließlich von AbbVie vertrieben. In den USA erfolgt eine gemeinschaftliche Vermarktung durch beide Unternehmen.

Über AbbVie

AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes BioPharma-Unternehmen. Mission von AbbVie ist es, mit seiner Expertise, seinem einzigartigen Innovationsansatz und seinen engagierten Mitarbeitern neuartige Therapien für einige der komplexesten und schwerwiegendsten Krankheiten der Welt zu entwickeln und bereitzustellen. Zusammen mit seiner hundertprozentigen Tochtergesellschaft Pharmacyclics beschäftigt AbbVie weltweit mehr als 28.000 Mitarbeiter und vertreibt Medikamente in mehr als 170 Ländern. In Österreich ist AbbVie in Wien vertreten. Insgesamt beschäftigt AbbVie Österreich rund 140 Mitarbeiter. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.abbvie.at. Folgen Sie @AbbVie auf Twitter oder besuchen Sie unsere Karriereseite auf Facebook.

Rückfragen & Kontakt:

AbbVie Österreich
Mag. Judith Kunczier
External Affairs Director
T.: +43 1 20589-340
E-Mail: judith.kunczier@abbvie.com



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.