Atomreaktoren der vierten Generation produzieren auch kernwaffenfähiges Material

Wien (OTS) “In einer Welt mit über 13.000 Atomsprengköpfen müssen wir uns heute daran erinnern, welches Leid jeder einzelne davon auslösen kann. Heute vor 76 Jahren fiel die zweite je auf Zivilist*innen eingesetzte Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima. 70.000 Todesopfer mit einem Wimpernschlag, eine zerstörte Stadt und kollektives Trauma bis heute waren die Folge“, sagt Martin Litschauer, Anti-Atomenergiesprecher der Grünen, zum heutigen Gedenktag der Zerstörung Nagasakis durch die US-Atombombe mit dem Code Namen „Fat Man“.

Drei Tage zuvor, am 6.8.1945 hatte die erste gegen Zivilist*innen eingesetzte Atombombe die Stadt Hiroshima verwüstet. Insgesamt wurden durch die beiden Bomben 170.000 Menschenleben ausgelöscht. Es folgte die bedingungslose Kapitulation Japans und das Ende des zweiten Weltkriegs.

„Niemals vergessen – dazu rufe ich die internationale Staatengemeinschaft und besonders die neun Atommächte heute auf. Aber reden wir auch über neue Gefahren und bleiben wir auf der Hut: Als wahre Stromwunder mit modernen Sicherheitskonzepten werden Atomreaktoren der vierten Generation aktuell von der Atomlobby beworben. Unter den Tisch gekehrt wird aber, dass diese Reaktoren massenweise kernwaffenfähiges Material produzieren. So etwa die Thorium-Flüssigsalzreaktoren, die als kleine modulare Reaktoren (SMR) am Fließband erzeugt werden sollen und in Form von tausenden Kleinreaktoren unser Energieproblem lösen sollen. Das ist ein gefährliches Spiel mit Technologie-Optimismus und eine gefährliche Verharmlosung. Gerade heutzutage sollten wir terroristischen Organisation und Diktaturen nicht freiwillig tausende von roten Knöpfen zur Verfügung stellen. Wir schaffen die Energiewende mit erneuerbaren Energien. Die sogenannten neuen Reaktorkonzepte sind potenziell gefährlich und teuer“, mahnt Litschauer.

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